Krise schlägt auch in Österreich Wellen

28. September 2012, 16:00
  • Wifo-Chef Karl Aiginger und IHS-Chef Christian Keuschnigg
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    Wifo-Chef Karl Aiginger und IHS-Chef Christian Keuschnigg

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Die Eurokrise bleibt ein großer Unsicherheitsfaktor, der auch auf Österreichs Wirtschaft drückt. Die Verschuldung steigt

Die Experten des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) und des Instituts für Höhere Studien (IHS) haben ihre Konjunkturprognosen für Österreich für 2013 zurückgenommen. Statt wie bisher von 1,3 bzw. 1,7 Prozent gehen die Institute nun von einem Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr von 1,0 bzw. 1,3 Prozent aus. Betont wird die hohe Unsicherheit der Prognose. Österreich werde dennoch zu den "Wirtschaftsmotoren" im Euroraum zählen. Nach 2,7 Prozent realem BIP-Plus im Vorjahr werden für das laufende Jahr 2012 unverändert 0,6 bzw. 0,8 Prozent Wachstum erwartet.

Das heurige Österreich-Wachstum von 0,6 Prozent sei ein beachtlicher Wert angesichts der Rezession in Europa. Österreich entwickle sich bereits das elfte Jahr - also seit ihrer Gründung - besser als die Eurozone, betonte Wifo-Chef Karl Aiginger.

Schuldenlast drückt

Wie am Freitag auch bekannt wurde, ist der öffentliche Schuldenstand im 2. Quartal 2012 um mehr als sechs Milliarden Euro gestiegen. Die Staatsverschuldung betrug Ende Juni 228,9 Milliarden Euro bzw. 75,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Statistik Austria hervor. Damit lag der Schuldenstand um 15,4 Milliarden Euro bzw. in Relation zum BIP um 3,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresquartalswert. Laut ursprünglicher Finanzplanung der Regierung sollte der Schuldenstand zum Jahresende 74,4 Prozent des BIP betragen.

Geringere Teuerung stützt Konsum

Gleichzeitig mit den Wachstumsprognosen haben die beiden Wirtschaftsforschungsinstitute auch ihre Prognosen für das Konsumwachstum in Österreich für das kommende Jahr etwas zurückgenommen. Dennoch sollten die privaten Ausgaben 2013 stärker zulegen als in diesem Jahr, nämlich um 0,7 (Wifo) bzw. 1,1 Prozent (IHS) nach 0,6 bzw. 0,8 Prozent in diesem Jahr. Unterstützt werde die Konsumnachfrage von der guten Beschäftigungsentwicklung und dem nachlassenden Preisdruck, heißt es.

Die Beschäftigungsdynamik sollte sich allerdings abschwächen und die Zahl der Arbeitslosen weiter ansteigen, so das IHS. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sollte von heuer 7,0 Prozent auf 7,3 Prozent steigen, das Wifo erwartet einen Anstieg auf 7,4 Prozent. "Der Arbeitsmarkt ist ein Markt der Widersprüche. Wir haben gleichzeitig einen Beschäftigungsrekord und einen Arbeitslosenrekord in der Prognose", konstatiert Aiginger. Grund dafür sei das Nichtzusammenpassen von Angebot und Nachfrage, was hauptsächlich auf die nachgefragten Qualifizierungen zurückgehe. Der Beschäftigtenstand werde mit 3,373 Millionen Beschäftigen einen absoluten Höchststand erreichen. Das sind 90.000 mehr als beim Vorkrisenhoch, 140.000 mehr als im Konjunkturtiefpunkt, und 230.000 mehr als im Jahr 2000.

Andererseits steige auch die Arbeitslosigkeit, von 6,7 Prozent im Vorjahr auf heuer 7,0 und 7,4 Prozent im nächsten Jahr. Das sind die höchsten Zahlen seit "sehr, sehr langer Zeit". Laut Aiginger sind dafür die niedrigen Wachstumsraten verantwortlich. Trotzdem werde Österreich auch im kommenden Jahr wieder unter den Ländern mit der niedrigsten Arbeitslosenrate in Europa sein.

Wifo und IHS erwarten für 2013 eine Teuerungsrate von 2,1 bzw. 2,0 Prozent, nach 2,3 Prozent in diesem Jahr. Das Einkommenswachstum netto pro Person seit 2000 lag bei Null. Für heuer und 2013 erwartet Aiginger nominelle Einkommenssteigerungen von 3,2 und 2,2 Prozent, real werden es nur noch 0,9 und 0,1 Prozent im nächsten Jahr werden. Real netto dürften es nur mehr 0,4 bzw. -0,2 Prozent werden.  Bei der Inflation gebe es eine gewisse Entwarnung, meinte Aiginger.

Weniger Exporte erwartet

Das IHS prognostiziert für die Industriestaaten für heuer einen Rückgang auf 1,4 Prozent und für 2013 eine leichte Zunahme auf 1,6 Prozent. Das Wifo geht von einem globalen BIP-Wachstum von 3,1 Prozent in diesem und 3,3 Prozent im kommenden Jahr aus.

Die verhaltene Weltkonjunktur wirkt sich bremsend auf den Außenhandel aus. Die heimischen Warenexporte dürften heuer nur um 0,8 bzw. 1,1 Prozent wachsen statt wie bisher erwartet über 3 Prozent. Im kommenden Jahr sollten sie wieder um über 4 Prozent anziehen. Im Sommer wurde noch ein Export-Plus von mehr als 6 Prozent erwartet. Bei den Warenimporten erwartet das Wifo für heuer ein Minus von 0,3 Prozent, das IHS ein Plus von 0,3 Prozent. 2013 sollten es wieder über 4,0 bzw. 3,5 Prozent Plus werden.

Beide Institute erwarten für das kommende Jahr einen Rückgang des Budgetdefizits auf 2,6 bzw. 2,3 Prozent des BIP nach 2,9 Prozent in diesem Jahr. Neben den derzeit außergewöhnlich günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten für Staatsanleihen ergeben sich vor allem aus der unerwartet dynamischen Beschäftigungsentwicklung zusätzliche Einnahmen, so das Wifo.

Stronachs Radikalprogramm

Die vom Neo-Parteigründer Frank Stronach vorgeschlagenen flat tax sei ein radikales Programm mit weitreichenden Verteilungswirkungen, bei der es auf die Ausgestaltung ankomme, meinte IHS-Chef Christian Keuschnigg. Aiginger warnte davor, dass damit die niedrigen Einkommen sinken könnten und die höheren entlastet würden. "Das ist nicht das Gelbe vom Ei", so der Wifo-Chef. Eine Steuerstrukturreform sei notwendig und müsste vor allem den Faktor Arbeit entlasten.

Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel sieht indes das Wohl der Beschäftigten gefährdet. Die Zahlen zeigten, dass man sofort zusätzliche Arbeitsplätze sichern und neue Jobs schaffen müsse, so Tumpel in einer Aussendung. Das Wachstum reiche nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.

In eine ähnliche Kerbe schlägt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Laut Prognose werde Österreich zwar stärker als die Eurozone wachsen. Allerdings schlage die Schuldenkrise zunehmend auf die Realwirtschaft durch. Daher stehen den Unternehmen harte Monate bevor, räumte Mitterlehner in einer Aussendung ein. Um die aktuelle Situation zu erörtern, lädt der Minister kommenden Donnerstag Unternehmer und Ökonomen zu einem Konjunkturgespräch.

"Wir müssen nun alle Hebel in Bewegung setzen, damit die immer stärker spürbare Krise im Euroraum keine nachhaltig negativen Folgen für den heimischen Wirtschaftsstandort hat", fand auch Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl warnende Worte. Neben Arbeitsplätzen sieht er die Budgetkonsolidierung gefährdet, würde Österreich in eine Rezession abgleiten. Es gelte daher rasche Wachstumsimpulse zu setzen, etwa in Form einer Investitionszuwachsprämie.

Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) sieht in der aktuellen Prognose "wie groß unser volkswirtschaftliches Interesse an einer stabilen Entwicklung der Eurozone ist". In einer Aussendung spricht er sich für europäische Ansätze zum ankurblen der Wirtschaft aus. So sei etwa der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM "dringend notwendig". (APA, 28.9.2012)

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Frankreich ist mit Riesenschritten auf dem Weg zum europäischen Sozialfall. Löhne zu hoch, zu viele Staatsbedienstete, zu viele/junge Pensionisten mit zu hohen Pensionen, Wettberwerbsfähigkeit ade, Arbeitslosigkeit explodiert, tüchtige Menschen verlassen das Land,...

Angewandter Sozialismus eben.

Und Frankreich wird es sein, welches die europäische Einheitswährung dann endgültig in die Luft jagt. Denn so viel Geld gibts auf der ganzen Nettozahler-Welt nicht, um die französische Pensionsalter-Senkungs-Orgie und den Beamten-Einstellungsexzess finanzieren zu können.

Ist das ...

... jetzt die Griechenland Schlammschlacht umgemünzt auf Frankreich?

krise schlägt wellen?

führt wohl eher in den unbewegten tümpel und seichte lacken.

Erst zieht sich das Wasser zurück, dann kommt der Tsunami.

Ärmel hoch krempeln, in die Hände spucken und malochen. Erst verdientes Geld ausgeben.
Das waren Rezepte einer gesunden Wirtschaft, ist aber nicht mehr populär, denn man glaubt jetzt man müsse die Wirtschaft ankurbeln in dem man Schulden macht und konsumiert. Irgendwann fällt das Kartenhaus zusammen, aber was solls, bis dahin hat man Spass und das ist das Einzige was zählt, oder?

?

Geld ist immer eine Forderung. Wie soll bitte das Geld von wem verdient werden ohne das eine Forderung und damit Schulden entstehen?

Makroökonomie funktiniert nicht wie ein Griokonto!

Jahrein jahraus die gleichen Sprüche,

die AK will "Arbeitsplätze schaffen und absichern": wie denn? Neue Autobahnen braucht das Land? Investieren wir wieder in die staatliche Waffenindustrie ...? Bitte ein bissl präziser, Hr. Tumpel

Die sollen einmal mit den Zwangsbeiträgen Arbeitsplätze schaffen, als nur immer dumme Forderungen zu stellen - der Tumpel war sicher bei der SJ.

Ach, bis

wir beim Schuldenstand der USA sind dauert es. Und die haben auch AAA

wie schon gesagt

das sind alles zur virtuelle Zahlen in irgend einem Computer. Die USA haben schon Billionen und aber-Billionen an Dollar Schulden...und? dell *.* enter.
Nur Zahlen in einem Computer.... keiner schuldet in Wahrheit irgendjemanden irgendetwas... das ist ein Trugschluss den wir uns selber auferlegen.

Träum weiter ...

also,die sv anstalt ist sehr wohl der meinung,daß ich ihr etwas schulde.

aber ich werd denen ihr posting mailen.vielleicht hilfts.

viel Glück damit.
Sie schulden mir was.... *lach*

"Krise schlägt auch in Österreich Wellen"

...aber nicht im Wiener Stadthallenbad.

Hauptel schützt uns vor dem Untergang!

von einem Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr von 1,0 bzw. 1,3 Prozent aus

bricht die deutsche Wirtschaft 2013 ein, dann können die experten noch ach so tolle prognosen aufstellen, mit 1 oder 1,3 prozent dann segelt Österreich im Struzflug Deutschland hinterher und dann gibts sowas von einer Bruchlandung.

Flat Tax...

ist Umverteilung nach oben.
Bin sehr neugierig wieviele "Tiere" sich 2013 freiwillig selbst auf die Schlachtbank wählen.

Blödsinn. Sie sollten sich informieren. Oder gehören Sie zu den Nettoempfängern? Dann haben Sie recht. Der Steuerzahler wird allerdings mit einer flat tax entlastet.

die richtige Welle kommt noch,

bis jetzt weht nur eine leichte Brise.

Auch in den Südländern.

Die richtige Welle ist da, wenn das Wasser Oberkante Unterlippe steht.

Die richtige Welle ist da, wenn das Wasser Oberkante Unterlippe steht.

Auf wie viele Ländern in der EU trifft das bitte nicht jetzt schon zu?
Und wie viele gibt es die noch genug "Spielraum" nach oben haben?

Die Suedlaender sind bekanntlich Meister im Lamentieren. Von den ungerechtfertigten 30% Lohnerhoehung der letzten 10 Kreditblasenjahre - waehrend bei uns der Lohn stagnierte - ist ja noch nix weggestrichen. Momentan sind nur die Jungen, die auf den Arbeitsmarkt stroemen die einzigen Verlierer. Bei Pensionisten und Beamtenheer ist ja noch nix passiert.

was ist die staatliche durchschnittpension in griechenland?

und dann noch mal posten

Dann machen wir eben wieder bisschen mehr Schulden

Werft die Drucker an und druckt einfach ein bisschen mehr Geld. So funktioniert das doch, oder? Und schon sind die Schulden weg.

Oder wir machen einfach so weiter. Bis wir nach und nach die Pensionen, das Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen weiter kürzen müssen. Die Steuern werden in die Höhe klettern und jeder Einzelne wird - ohne dass er es anfangs überhaupt merkt - mehr und mehr verarmen. Dann werden immer mehr Leute auf die Strasse gehen, die Unzufriedenheit und der Frust werden größer. Erhöhte Kriminalität und erste Gewaltausschreitungen sind die Folge. Die Menschen werden anfangen sich die Dinge "zurückzuholen", die ihnen "weggenommen" wurden.

Das wird dann richtig spannend. Und wir alle werden live dabei sein.

Das wird dann richtig spannend. Und wir alle werden live dabei sein.

WKIII Vorbereitung...

(Vl. sollte ich doch einen Waffenschein machen :-))

...

(Vl. sollte ich doch einen Waffenschein machen :-))

Das wäre ziemlich unsicher sich darauf zu verlassen. Jetzt wird gerade das neue zentrale Waffenregister eingeführt. Vermutlich eine Vorbereitung zur Volksentwaffnung.
Sinnvoller ist das auswandern in die Schweiz. Dort existiert auch für jeden Bürger ein Atomschutzbunker und das 200.000 Mann starke Heer ist im Vergleich zu unserem auch wehrfähig um Schutz zu bieten.

http://www.nachrichten.at/oberoeste... rt4,946102

http://de.wikipedia.org/wiki/Entw... chen_Juden

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