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Wien - Mindestens 100.000 Österreicher sind nach Schätzung des Gläubigerschutzverbandes KSV 1870 derzeit insolvent. Nur ein Bruchteil melde allerdings auch Konkurs an. Heuer eröffneten bis September über 7.000 Menschen ein Verfahren. Ihre Gesamtschulden beliefen sich auf geschätzte 915 Mio. Euro. In der Regel dauert ein Insolvenzverfahren fünf bis sieben Jahre. Seit der Einführung der Privatkonkursverfahren 1995 ist es zu einem rapiden Anstieg gekommen.
Allerdings seien nicht alle jährlich neu insolvent werdenden Personen "echte Private", so der KSV in einer Aussendung. "Echte Private" sind unselbstständig Beschäftigte, also keine Unternehmer. Ihre Schulden entstehen in der Regel durch Konsum. Unter jenen, die Privatkonkurs anmelden, seien aber auch manche, die früher selbstständig waren und deren Schulden auch beruflich bzw- unternehmerisch entstanden sind.
Es melden bei weitem nicht alle zahlungsunfähigen Personen ein Konkursverfahren an. Grund dafür seien mangelnde Beratungskapazitäten, das wirtschaftliche Umfeld der Insolventen und das Image, das solche Verfahren haben. Der KSV geht in Wahrheit österreichweit von 110.800 rechtlich gesehen insolventen Menschen aus.
Die Zahl der Privatkonkurse hat sich zwischen 2000 und 2011 mehr als verdreifacht. Seit der Einführung des Verfahrens 1995 sind 88.245 Menschen in Privatkonkurs gegangen. Für ca. 80 Prozent davon sei das der Weg in die Schuldenfreiheit gewesen.
Nach Berechnungen des KSV gingen in den ersten drei Quartalen zudem 4.488 Firmen pleite - ein Plus von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der tatsächlich eröffneten Verfahren kletterte um rund acht Prozent auf 2.628. 15.600 Dienstnehmer waren davon betroffen. Der Schuldenberg belief sich auf 2,2 Mrd. Euro. In 41 Prozent aller Insolvenzfälle wurde mangels Masse kein Verfahren eröffnet. Gerichte können Verfahren abweisen, wenn das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreicht, um die Verfahrenskosten abzudecken. (APA, 28.9.2012)
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Unsere Poltiker machen es ja vor.
Also, Geld ausgeben, kümmert euch nicht um Schulden, wenn interessiert das. Wen ihr nichts habt, kann man euch auch ncihts wegnehmen.
So siehts aus. Wehrt euch, und zahlt einfach nichts zurück. Machen Länder ja auch nicht !
Entweder das Verhalten von Politikern und Ländern ändert sich, oder die Leute schlagen mit gleichen Waffen zurück, HAHAHAHAH !
Mein Versicherungsvertreter meinte letztens, es wären so ungefähr die Hälfte. Eigentlich unglaublich. Wie geht das? Was denken sich die Leute? Wenn schon leasen, dann wenigstens BMW X5?
Das Problem liegt meiner Meinung nach darin begründet, dass die Gesellschaft verlernt hat "Nein" zu sagen. Alles muss sofort her. Manchmal eben auch auf Pump.
"Heute wird "finanziert" - früher bezahlte man!"
Finanzierunge gab's immer schon - vielleicht weniger zugänglich für Leute die keinerlei Plan davon haben. Da hat sich schon wa geändert.
Das änder aber nicht s daran, dass durchdachte Finanzierungen wessentlich billiger kommen können als "einfach zu zahlen".
Finanzierungen aufzunehmen die man nicht im Detail (inklusive Risiken durchblickt) ist nicht so clever - Konsum über längerfristige Kredite zu finanzieren weil man sie sonst nicht bezahlen kann sowieso nicht.
Ich hoffe, dass alle Arten von Finanzierungen durchdacht werden. Fremdfinanzierung (= "Finanzierung") bedeutet Zahlung mit geborgtem Geld, das in gleicher Höhe vermehrt um Zinsen in Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden muss (sollte). Das wäre in Summe immer nur vorteilhaft für den Kreditgeber, es sei denn, der Schuldner verleiht das geborgte Geld zu einem günstigeren Zinssatz weiter. Ich spreche nicht von Überbrückungskrediten und auch nicht von Betrieben. Ich beziehe mich ausschließlich auf Privatkredite.
Das liegt daran, dass Sie offensichtlich wenig Ahnung davon haben?
Für die Beurteilung dieser Frage ist das "brauchen" genauer zu hinterfragen:
* Brauchen Sie es geplant, weil sie strategisch investiert haben?
* Brauchen Sie's zur Liquidiätsüberbrückung, weil sie für mehr Gewinn spätere Zahlungen zugelassen haben?
* Oder haben SIe ein Ertragsproblem?
* ...
- - - -
man dürfe maximal so viel verbrauchen wie man im Börsel HAT, nicht wie man hofft einmal zu haben wenn man es nicht heute schon ausgibt. Die Vernunft wurde aber scheinbar mit Kriegsende begraben. Es begann dann mit Wohnbaukrediten und es wird bis heute wieder aufgebaut - Häuseln von Städtern am Land wegen der guten Luft für die Kinder wo außer Bauern eigentlich niemand zu siedeln hat. Man kann ja in die Stadt pendeln. Mit Pendlerpauschale und Auto auf Kredit. Wie der Herr so's Gscherr - Wie der Staat so d'Leut!
Es ist ein sehr unqualifizierter Zugang, und zeigt mangelnde Bereitschaft sich mit diesen Themen auseinander zu setzen.
Wenn's schon gegen komplexere Finanzierungen sind, wäre ein qualifizierter Zugang: "Ich hab sie untersucht, will die Risiken nicht auf mich nehmen und deswegen lass ich die Finger davon".
Aber nicht: "Meine Oma hat's nicht verstanden, ich will's auch nicht verstehen - weil das ist bös und gefährlich".
Nicht mit Kriegsende, erst später. In den 70ern hat sich die Rationalität aus den Finanzierungsprozessen verabschiedet.
Das begann ganz oben mit Kreiskys Deficit Spending (also das bewusste Ausgeben von Geld, das man definitiv nicht hat) und zog sich bis ganz nach unten, weil was die da oben können...
Leider glauben auch heute noch viele das sozialistische Märchen, dass man Schulden nicht zu bezahlen braucht, wenn man sie nur lange genug ignoriert.
Das trifft sowohl die staatliche als auch die private Ebene, mit über 75 Prozent am BIP Verschuldungsgrad und jährlicher Neuverschuldung ist Ö de facto konkursreif, aber solange es Liquidität gibt lügt der Staat uns weiter vor, dass wir ja ehh reich wären.
"Das begann ganz oben mit Kreiskys Deficit Spending (also das bewusste Ausgeben von Geld, das man definitiv nicht hat) und zog sich bis ganz nach unten, weil was die da oben können... "
Sie wissen aber schon, dass die grössten Budgetdefizite in den rot-schwarzen Regierungen NACH Kreisky entstanden sind? Prüfen Sie erst mal bitte die OeNB Statistiken dazu nach.
Aber immer gleich Kreisky anpinkeln ... immerhin waren dem ein paar Millionen Arbeitslose wichtiger als ein paar Millionen Schulden (die der Staat heute WEGEN der Finanzindustrie machen muss).
Die Kreditnehmer sind schuld, aber AUCH die Banken, weil sie Menschen Kredite aufschwatzen, die diese nie zurückzahlen können.
ansehen:
http://www.youtube.com/watch?v=OjXl61uKq8c
Sehr viele in Österreich tun sich schwerer und schwerer damit, ihr Leben zu fristen.
Steigende Preise, stagnierende Löhne.
Und hunderttausende Prekarier, die nicht einmal einen Privatkonkurs machen können - sie haben auch kaum Schulden, weil sie gar keine Kredite bekommen können, no way.
Wirklich helfen würden realistisch bezahlte Jobs mit ebensolchen Pensionsperspektiven. - Gibts leider nicht mehr...
Oder doch - vielleicht ja beim KSV?
*
7000 Menschen haben 915 Mio. Schulden, macht also mehr als 130.000 € pro Nase. Kommt mir ziemlich viel vor. So viel mehr als man oft verdient, muss man mal ausgeben können! Und ich dachte, die Banken knausern bei den Krediten. Aber wahrscheinlich ist es wie so oft, manch ein Blender bekommt das Geld quasi hinterher geschmissen, ein kleiner mittelständischer Betrieb, der etwas Überbrückungskapital bräuchte, bekommt manchmal nix mehr.
Was zum nächsten Punkt führt: 4500 Firmen alleine 2012 pleite mit 2,2 Milliarden Konkurssumme ist hart. Dagegen erscheinen die 88.245 Menschen in Privatkonkurs in 11 Jahren eher überschaubar, wenn die Beträge z.T. nicht so hoch wären. Da fragt man sich schon: gibt es ein Leben nach dem Konkurs?
.. mich wunderts oft nicht, wenn junge leute von den möbel bis zum fernseher auf teilzahlung kaufen. dann kommen noch die dinge wie iPhone mit einem dazu die fast gratis sind, dafür kost der tarif dann 40 euro pro monat. als ich meine familien in den 90er gegründet habe, hatten wir auch grad eine wohnung bezogen. gekauft wurde dann wenn geld da war - küche kam eben erst nach 1 jahr. fernseher war gebraucht. aber wir waren schuldenfrei - so will aber heute keiner mehr leben. heute sind die kids aus dem gröbsten raus, meine frau arbeitet schon lange wieder und heute gehts uns wirklich gut und wir haben keine finanziellen sorgen. es scheint, als hätten das auch unsere kinder mitbekommen, dass man nicht mehr ausgeben sollte als man hat.
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