Branche: Mit Nokias hohen Preisen hat Windows Phone 8 keine Chance

Für Beobachter sind Preise für das Lumia 920 und das 820 zu hoch

Nachdem Nokia die Preise für seine Windows-Phone-8-Modelle Lumia 920 und 820 bekannt gegeben hat, macht sich in der Branche Skepsis breit. Beobachter befinden 649 Euro für das Lumia 920 und 499 Euro für das 820 für zu hoch, um damit Android- oder iPhone-User von einem Wechsel überzeugen zu können.

Billiger als Konkurrenz

Entwickler wie Jake Poznanski von Random Salad Games gehen laut Wired davon aus, dass Windows Phone nur dann am Markt Erfolg haben wird, wenn die Geräte billiger sind. Nur wenn Nokia die Konkurrenz preislich unterbiete, habe das Unternehmen noch eine Chance den Abwärtstrend aufzuhalten. Das sei auch im Sinn von Microsoft, das mit seinem Betriebssystem bislang nur einen geringen Marktanteil einnehmen konnte.

Preis- und markenbewusste Käufer

Laut dem Queens-University-Professor John Pliniussen gebe es zwei Arten von Käufern: die Preis- und die Markenbewussten. Apples iPhone etwa würde von den Markenbewussten gekauft. Bei Nokia funktioniere das aber nicht, daher müsste das Unternehmen auf der Preisschiene fahren.

Mit 649 Euro ist das Lumia 920 teurer als etwa das Samsung Galaxy S3, das im Handel ab ca. 490 Euro angeboten wird. Die 32-GB-Version des Galaxy S3 ist ab etwa 580 Euro erhältlich. Das Lumia 920 ist nur mit 32 GB Speicher verfügbar, da es keinen Speicherkartenslot gibt.

"Anders" sein reicht nicht aus

Branchenkenner gehen aber davon aus, dass Kunden selbst dann eher nicht zu den Lumias greifen würden, wenn Nokia den Preis auf das Niveau der Konkurrenz senke. Windows Phone 8 könne nichts bieten, was andere Systeme nicht auch hätten. Windows Phone 8 sei nicht besser, nur anders. Angesichts des hohen Preises reiche es aber nicht aus "anders" zu sein, um gegen Apple oder Android Erfolg zu haben. Nokia müsse billiger sein. (red, derStandard.at, 28.9.2012)

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