150 Jahre alte Brennerbahnstrecke saniert: Züge rollen wieder

28. September 2012, 09:37
  • Ein Zug fährt über die sanierten Gleise der Brennerbahn.
    foto: apa/hannothurnher

    Ein Zug fährt über die sanierten Gleise der Brennerbahn.

Ab 30. September - 26 Kilometer erneuert

Innsbruck - Nach vier Monaten Bauzeit im Rahmen einer Generalsanierung der rund 150 Jahre alten Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck und dem Bahnhof Brenner nehmen die ÖBB am Sonntag den uneingeschränkten Zugverkehr wieder auf. "Ab Sonntag, 30. September, um 20.00 Uhr stehen beide Streckengleise für die täglich bis zu 240 Zugfahrten zur Verfügung", berichteten die Verantwortlichen am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck. In die Modernisierung wurden 55 Millionen Euro investiert.

Insgesamt wurden 26 Kilometer Streckengleise generalsaniert. Die Arbeiten umfassten Entwässerungsmaßnahmen sowie die Erneuerung von Stützmauern und Tunnelgewölbe. Für die Sicherheit in den Tunneln wurden Beleuchtungen und Orientierungshilfen installiert. Zudem wurden zwei Eisenbahnbrücken bei Ellbögen und Steinach am Brenner ausgetauscht, die neben leiseren Zugfahrten laut ÖBB "fit für die nächsten 100 Eisenbahnjahre" sind.

Auf der über den Brenner führenden Gebirgsstrecke wurden 46.000 Bahnschwellen, bis zu 130.000 Tonnen Gleisschotter und Baumaterial sowie insgesamt 57 Kilometer Schienen verarbeitet. Ab 6. August war dafür die Bahnstrecke zwischen Innsbruck und Brenner rund einen Monat komplett gesperrt. In den Monaten Juni, Juli sowie September war die Verbindung eingleisig befahrbar. Zusätzlich gab es sechs Wochenendtotalsperren jeweils von Samstag bis Montag. Die beinahe 150 Jahre alte Verbindung ist 35 Kilometer lang und überwindet auf 750 Höhenmetern Neigungen bis zu 25 Promille. (APA, 28.9.2012)

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15 Postings
Was wurde eigentlich aus der abgestürzten Gleisbau-Maschine?

wenn sie nicht gestorben ist, liegt sie immer noch dort ;-)

Die Brennerstrecke hat jetzt noch mehr freie Kapazitäten,

die für Jahrzehnte reichen (würden).
Besonders, da vor 20 Jahren die Tunnel in mühsamer, bergmännischer Vorgangsweise so aufgeweitet wurden, dass die "Rollende Landstraße" mit LKW der damaligen Maximalhöhe von 4m im zweigleisigen Betrieb durchpasste.
"Leider" wurde sofort danach - natürlich völlig ohne Einfluss der LKW-Mafia - die Maximalhöhe für LKW auf 4m + 5cm Toleranz angehoben. Und schon passen viele LKW nicht mehr ins Lichtraumprofil.
Pech aber auch....

Deshalb ist der Tunnel auch total nutzlos

Die Regionalzüge werden ohnehin weiter über die alte Strecke fahren müssen. An Fernzügen fahren vielleicht 10 Zugpaare über die Strecke. Und die Anzahl dieser wird sich kaum erhöhen denn auch mit dem Tunnel ist eine Verbindung von München nach Mailand nicht in 4 Stunden machbar. Also wird das Flugzeug die Option für Geschäftsreisende bleiben. Und wieviel Verkehr kann zwischen zwei Städten mit ca. 1,6Mio Einwohner aufkommen wenn wenige familäre Bindungen bestehen?
Beim Güterverkehr spielt die Fahrzeit eine untergeordnete Rolle. Energetisch gesehen sollte sich der Mehraufwand beim hinauffahren beim hinunterfahren zurückgewinnen lassen. Man müsste nur die passenden Lokomotieven dafür einsetzen. Da ist die ÖBB zu unflexibel dazu, denn die...

Die Luft aus den LKW-Reifen auslassen. Dann passt es wieder.

Quelle: http://www.swissworld.org/de/schwei... ndstrasse/

wieso?

Die LKW sind oben zu hoch, nicht unten. Warum also Luft aus den Reifen lassen?

Ach was! Einmal durch, durch den Tunnel (am besten mit Schwung) und dann hat man die 5cm Toleranz wieder runtergeschliffen ;)

"Erkundungsstollen"

Seit Jahren baut man nun am Erkundungsstollen für den Brennerbasistunnel - was ist ein "Erkundungsstollen"?

(A) Am BBT wird bereits mit Volldampf gearbeitet; man möchte diese Arbeiten jedoch kleinreden
oder
(B) Am BBT werden tatsächlich nur kleinere Vorarbeiten verrichtet.

Wie eine Probebohrung:

Man durchbohrt den Berg mit einem kleineren Stollen, der nur einen Bruchteil kostet, um zu sehen, ob an bestimmten Stellen geologische Überwerfungszonen den Tunnelbau verzögern würden.

Antwort A

allerdings weiß ich nicht woher Sie die Annahme haben, dass etwas klein geredet wird?
Auf österreichischer Seite des BBT wird zur Zeit hauptsächlich am Erkundunsstollen und an diversen Zufahrts- und Umfahrungstunnels (Umfahrung Innsbruck) vorgetrieben.
Der Erkundungsstollen ist mit seinen 6m Durchmesser an sich ein vollwertiger Tunnel welcher der Gebrigsvorerkundung und später für Entwässerungszwecke usw. dient.
Auf intalienischer Seite sind die Arbeiten schon um einiges weiter. Das liegt an der Dauer des österreichischen Genehmigungsverfahrens.
http://www.bbt-se.com/projekt/bbt/

Weil in Österreich so getan wird, als wäre es noch offen, ob der BBT überhaupt gebaut wird oder nicht.

Und die Trenitalia (FS) blokiert weiterhin

den internationalen Personenfernverkehr

Mittlerweile nicht mehr so stark wie früher. Seit einiger Zeit verkauft Trenitalia wieder Fahrkarten für die EC nach Österreich und Deutschland. Und den neuen Euronight von Wien nach Livorno hat Trenitalia ebenfalls akzeptiert (vermutlich hat am Ende doch die Vernunft gesiegt)

Und wir sind immer noch Vertragsbrüchig, und haben noch immer nix an der Südbahn beschleunigt.

Ist in dem Fall aber leider korrekt. Die Südbahn-IC/RJ könnten schon lange Udine, Padua oder Venedig als (auch historisch logische) Endstationen anfahren.

Aber trenitalia würgt sämtliche Bemühungen ab. Wenn man die leere Neubaustrecke Pontebbana anschaut, könnten einem die Tränen kommen.

Dennoch muss die Südbahn auch endlich ausgebaut werden. Der Koralmtunnel macht also durchaus Sinn, auch wenn das mediale Bashing offenbar schon österreichischer Volkssport ist.

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