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Rom - Die Regierung des italienischen Premiers Mario Monti bekommt harten Widerstand zu spüren. Die italienischen Staatsbeamten haben am Freitag die Arbeit niedergelegt, um gegen die starken Einschnitte in der öffentlichen Verwaltung zu protestieren. Auch die Ärzte streikten. Zehntausende Menschen beteiligten sich in Rom an einer großen Protestkundgebung, zu der der größte Gewerkschaftsverband CGIL aufgerufen hatte. Dem Protest schlossen sich in Rom auch Universitätsstudenten an, die gegen den "Numerus Clausus" in mehreren Fakultäten und höhere Universitätsgebühren protestierten.
"Schluss mit den Opfern. Die Staatsbeamten haben bereits einen hohen Preis für die Krise gezahlt. Jetzt verlangen wir Beschäftigung und soziale Gerechtigkeit", betonte CGIL-Chefin Susanna Camusso, die den Demonstrantenzug in Rom anführte. Die Gewerkschaften befürchten, dass die Regierung in der öffentlichen Verwaltung auch Kündigungen durchsetzen könne. Im Rahmen der Arbeitsmarktreform will die Regierung Monti überprüfen, in welchen Bereichen der öffentlichen Verwaltung Beamte eingespart werden können. Man werde versuchen, neue Stellen für sie zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, werde es zu Kündigungen kommen, verlautete es kürzlich aus Regierungskreisen. "Nicht bei den Staatsbeamten, sondern bei den Ausgaben für die Politiker sollte die Regierung den Rotstift ansetzen", protestierte der Chef des Gewerkschaftsverbands UIL, Luigi Angeletti.
Der Minister für öffentliche Verwaltung, Filippo Patroni Griffi, kritisierte den Streik. "Ziel der Regierung sind nicht Einsparungen, sondern eine effizientere Verteilung der öffentlichen Gelder", erklärte der Minister.
Der Streik richtet sich gegen die drastische Sparpolitik des seit November in Rom regierenden Expertenkabinetts. Bis 2014 will Monti rund 26 Milliarden Euro in der öffentlichen Verwaltung einsparen. Die Maßnahmen sollen für eine schlankere und effizientere öffentliche Verwaltung sorgen. 10.000 Beamtenstellen will die Regierung abbauen, 20 Prozent aller Führungsposten sollen gestrichen werden. Für fünf Beamte, die in den Ruhestand treten, soll lediglich eine Person neu angestellt werden. Außerdem soll eine stärkere Mobilität des Personals in der öffentlichen Verwaltung eingeführt werden.
Im Gesundheitswesen will Rom 1,5 Milliarden Euro einsparen. Außerdem soll die öffentliche Verwaltung stark beim Erwerb von Waren und Dienstleistungen den Rotstift ansetzen. Geplant ist auch die Kürzung von Ämtern, Stiftungen und Konsortien, die unter Kontrolle des Staates, der Regionen und der Kommunen stehen. (APA, 28.9.2012)
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Liebe Italiener. Zu Lira-Zeiten habe ich mich ja vornehmlich zurückgehalten, jedoch jetzt, wo ihr bei guten 120% BIP-Schulden angekommen seit, jagt es auch mir langsam den Zapfen aus den Ohren!
Denn, Herrgott noch einmal, jahrelang habt ihr diesen Berlusconi-Lümmel ünterstützt, seinen Eskapaden gejubelt und getrubelt. Auch hat er euch Beamten (vor allem im Süden) in Ruhe gelassen und euren Monster-Verschleuderungs und Inkompetenz-Apperat am Leben erhalten. So schaut es aus.
Ihr seit zuviele Beamte, (wie in Österreich auch!) einen Abbau bitter nötig. Schlussendlich wird aber euer Draghi-Monti-Golmann-Gespann, das Bella Italia dem ESM-Schirm unterstellen! Zahlen dürfen dann u.a. die Dummen! Aus welchen Länder auch immer, bis zum Ende!
Der Dümmste ist offenbar unser Thomas Turnbichler, der (nac 4 Jahren Krise) nicht einmal im Ansatz sagen und beurteilen kann, wohin seine Marie eigentlich wirklich geht, wer in unterstützt bzw. wer ihn viel kostet.
Einfach nur zu beschränkt, um zu irgendwas auch nur annähern kompetent irgendetwas zu sagen. Aber wählen darf er ...
"nicht einmal im Ansatz sagen und beurteilen kann, wohin seine Marie eigentlich wirklich geht"
Ich kenne mich nicht aus.
Wohin geht denn unsere Marie?
"Aber wählen darf er ..."
Wieso? Willst du ihm das Wahlrecht absprechen?
leiden BEIDE unter dem gleichen system, welches diese und auch andere gruppen vorzugsweise GEGEINANDER ausspielt, geneinander hetzt, und abwechselnd irgendeiner beliebigen gruppe, welche über keine lobby verfügt, den schwarzen peter zusteckt damit sich diese gruppen nicht solidarisieren und GEMEINSAM gegen das system vorgehen....pensionisten vs. studenten, arbeitgeber vs. beamte, arbeiter vs. arbeitgeber, rechte vs. linke, arbeitslose vs. angestellte....erst wenn wir es schaffen uns über alle gruppen hinweg zu solidarisieren können wir das spiel beenden - und medien und politiker unternehmen alles um dies zu verhindern
arbeitnehmer usw. - gell? und wann wachst auf??
naja, solange geistige nackerpatzerln glauben nur dadurch profitieren zu können, indem sie anderen was wegnehmen und ihr geistiges potential nicht dazu ausreicht ein wirtschaftsmodell zu ersinnen, von dem alle gleichermaßen profitieren könnten, wirs halt schwer werden - liegt nicht an der undurchführbarkeit der alternativen, sondern an unserer konditionierung, die wir bereits seit generationen mit uns herumschleppen.
2. unser wirtschaftsmodell ist das am wenigsten schlechteste, ABER dessen missbrauch durch FI, mächtige... muss eingeschränkt werden!
3. ein wertewandel a bissl weg vom geld hin zum nutzen ist nötig und im gange.
insgesamt wirds ja besser. wir jammern ja auf höchstem niveau aller zeiten. wir können nur aus fehlern lernen, in der mehrheit. daher brauchts zähigkeit und geduld und dauernde aufmerksamkeit....
sobald es seine Beamten nicht mehr bezahlen kann.
Dann werden die Beamten wieder normale Bürger und solidarisieren sich mit dem Volk, das sie bisher verwalten und kontrollieren geholfen haben.
Ich finde die Überschrift aber falsch, denn nicht nur die Beamten streicken, auch Studenten und Ärzte, wie im Artikel steht.
Aber eine weitere Spaltung der Gesellschaft in Volk-Beamte per Medien kommt dem Imperium sicher gelegen, da es von den wahren Gründen ablenkt.
Die Beamten Italiens belasten die andere Bevölkerung doch schon lange mit den irren Kosten und der geringen Leistungen.
Die Staatsausgabenquote lag schon 2011 bei gewaltigen 50,5% und konnte auch durch hohe Zwangsabgaben der Mitmenschen nicht mehr erwirtschaftet werden. Die anderen Italiener haben immerhin für eine Staatseinnahmenquote von 46,6% gesorgt.
Dieses Nehmen der öff. Gelder, welche vor allem durch die öff. Bediensteten und Politiker gemacht wurde, diese Nehmen geht schon über viele Jahre. Es wurde ja immer mehr genommen als überhaupt vorhanden war. Das hat, weil über Dekaden gemacht, dann zu einer Staatsverschuldung von über 120% des BIP geführt.
Typische Teile- und Herrsche-Mentalität. Einfache Feindbildschaffung ist halt sehr bequem, lenkt aber sinnlos davon ab, sich tatsächlich mit den Verhältnissen, ihren Zumutungen und Folgen zu beschäftigen.
Die Krümel, die der Staat in Form von Erwerbsmöglichkeiten und auch Sozialleistungen an Teile der Bevölkerung verteilt, hält den sozialen Topf geschlossen, schafft Loyalität, läßt die Bevölkerung aber übersehen, zu wessen Gunsten, zu welchem Zweck eigentlich Politik gemacht wird. Und das ist sicher nicht die Bevölkerung, nicht der Mensch.
Mal wieder Lust auf Plaudern, ohne Chance je auf irgendeinen gemeinsamen Nenner zu kommen? Sollte der Einwand aber ein wenig intelligenter formuliert sein.
Falls ja ... nein, der Mensch ist nicht Zweck in dem Spiel, der ist bloßes Mittel. Zweck ist das Geld und deren Erhaltung/Vermehrung. Was dann im Ergebnis zu den allseits bekannten Alternativlosigkeiten führt.
Wenn Geld bloßes Tauschmittel wäre. Ist es aber nicht. Geld im Kapitalismus ist Kapital, das Ding das ewig vermehrt werden soll, um das sich nahezu alle gesellschaftlichen Beziehungen drehen, weswegen gearbeit wird, das bestimmt, ob etwas produziert/getan wird oder nicht, anhand dessen unsere Nützlichkeit oder nicht bestimmt wird, an dessen (quasi gotthaften) Launen (der Markt will, ist verschnupft, und so) wir unser Verhalten zu orientieren haben, usw.
Und wir sind es, die diesen Zustand täglich bewußtlos von neuem herstellen. Notwendig wäre das nicht. Wirtschaft und Leben könnte auch anders organisiert sein.
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