ÖBB-Zug bei Wiener Westbahnhof entgleist: Strecke eingleisig befahrbar

29. September 2012, 16:51
  • ÖBB-Techniker sind mit Bergungsarbeiten an der entgleisten Zuggarnitur in Wien-Penzing beschäftigt.
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    foto: apa/herbert neubauer

    ÖBB-Techniker sind mit Bergungsarbeiten an der entgleisten Zuggarnitur in Wien-Penzing beschäftigt.

Weichen-Fehlstellung könnte für Unfall verantwortlich sein - ÖBB und Schnellbahn wieder planmäßig unterwegs

Etwa einen Kilometer nach dem Wiener Westbahnhof ist Freitagfrüh ein Personenzug entgleist. Der ÖBB-Zug IC 540 war kurz vor 6 Uhr in Richtung Salzburg gestartet, auf Höhe der Johnstraße entgleisten allerdings die Lokomotive und der erste Waggon, berichtete Radio Wien. Die Strecke zwischen Westbahnhof und Hütteldorf wurde gesperrt.

In den Abendstunden konnte die Westbahn laut ÖBB-Sprecher Herbert Ofner wieder eingleisig befahren werden. Als Unfallursache könnte eine Weichen-Fehlstellung in Frage kommen. Gleis 1 werde ab Sonntagmittag wieder verfügbar sein.

Auch der planmäßige Schnellbahnverkehr zwischen Wien-Westbahnhof und Wien-Hütteldorf werde am Samstag um 18.00 Uhr wieder aufgenommen, teilten die ÖBB mit. Erste SB-Züge fahren demnach um 18.10 Uhr bzw. stadteinwärts um 18.40 Uhr. Den Fahrgästen stehen somit alle Verbindungen wieder zur Verfügung. Lediglich Verzögerungen von wenigen Minuten könne es vereinzelt geben.

Reparaturarbeiten

In der Nacht auf Samstag wurden rund 100 schadhafte Schwellen getauscht. Dann wurden die beschädigte Weiche repariert sowie schadhafte Schienenbefestigungen und Isolierstöße für die Sicherungseinrichtung gewechselt. Am Sonntag erfolgen laut ÖBB noch die sogenannte Gleisstopfung und abschließende Prüfung der Oberleitung und der Weiche. Durch diese Arbeiten werde der Betrieb auf Gleis nicht eingeschränkt.

Alle 150 Fahrgäste unverletzt

Der Zug war mit 150 Personen besetzt, verletzt wurde niemand. Bei der Lokomotive handelt es sich nach ÖBB-Angaben um eine 86 Tonnen schwere Taurus-Lok. "Da dauert es geraume Zeit, bis sie wieder auf den Schienen steht", sagte ÖBB-Sprecher Herbert Ofner. (APA/red, derStandard.at, 28.9.2012)

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Nicht super

Ich war etwas zeitig am Westbahnhof, da, laut Westbahn-Hotline, der 17:34-Zug schon wieder am Westbahnhof fahren sollte. Dort haben mich dann Mitarbeiter der OEBB informiert, dass besagter Zug ab Meidling faehrt. Also mit der U6 nach Meidling. In der Meidlinger Halle traf ich auf zwei Westbahn-Mitarbeiterinnen, die mir erklaerten, dass der Zug schon am Westbahnhof abfaehrt. Das geht sich aber noch aus, wenn ich gleich starte. Ich war dann also um 17:25 im Westbahnzug am Westbahnhof, der dann auch gleich um 18:49, zusammengelegt mit dem um 18:32 (und dementsprechend voll) abfuhr.
Kein schoener Reisetag.

sollten nicht ...

... schadhafte Schwellen LAUFEND repariert oder getauscht werden und nicht erst, nachdem etwas passiert ist?

Die Schwellen wurden durch die Entgleisung beschädigt.

Nur damit Du Dich nicht über die roten Stricherl wunderst.

Plastikabfall eines Penzinger Altstoffhandels im gesamten ÖBB-Gleisbereich

Im ehemaligen Verschiebebahnhof Penzing gibt es einen Altstoffhandel. Starker Westwind trägt von dort regelmässig Plastikabfälle und anderes Material weit über die Gleise in Richtung Westbahnhof. Dabei verfangen sich oft sogar metergrosse Stücke in den Weichenzungen. Ich habe die ÖBB schon vor Monaten schriftlich auf die davon ausgehende Gefahr einer Weichenblockierung hingewiesen. Auch am Vortag des Unfalls gab es starke Windböen, und der gesamte Bahnbereich von Penzing ist noch jetzt mit zahlreichen Plastikteilen übersät.

Wenn eine Weiche nicht zuverlässig in Position ist, sprich eingeklinkt ist, wird der Streckenabschnitt automatisch gesperrt.

Hier wurde ganz offensichtlich die Weiche unter dem fahrenden Zug verstellt, hat nix mit durch die Gegend fliegenden Müll zu tun.

schön, wie sie versuchen, die schuld auf andere zu schieben

wenn aber die weichen bei der eisenbahn nicht mehr in der lage sind, die endlage zuverlässig an das stellwerk zu melden, bleibt der aufsichtsbehörde nichts anderes übrig als den betrieb einzustellen.

wenn der sachverhalt so wäre wie sie behaupten.

der heutige tag war für mich ein öbb reinfaller. zuerst streikt der rex, dann verspätet sich der regionalzug und dann ist noch bei hütteldorf endstation. und massen auf den bahnsteigen. die u4 einfach nur voll. und beim zurückfahren? fast jeder zug hatte verspätung (ca. 16-17 uhr). der westbahnsprinter wird in minilänge zur verfügung gestellt. die verspätung konnte er nur minimal aufholen. alles in allem statt meiner sonst 2,5 stunden reisezeit (hin und retour) waren es heute so ca. 4 stunden...
bin aber trotzdem der meinung, dass so ein unfall immer passieren kann und es dadurch zu einschränkungen kommt. aber der notfallplan sollte trotzdem besser funktionieren...

2,5 Stunden Fahrzeit pro Tag....oje....sie tun mir echt leid.
Wirklich nicht ironisch gemeint; echtes Mitleid!

2,5 h / d
525 h / y
--> 13,6 Arbeitswochen pro Jahr

Bitte suchen sie sich einen neuen Job. Fast 14 Wochen unbezahlt arbeiten ist einfach zuviel. Da verdiehne ich lieber nur 1/3 und bin dafür ~14 Wochen bei meiner Familie zuhause.

Wenn Sie so zu rechnen anfangen kostet Sie das tägliche Nasenbohren auch hunderte Euro im Jahr, die Sie in dieser Zeit verdienen könnten.

Ihr Vorposter ist vielleicht eine Stunde von der städtischen Normalität entfernt, macht eine halbe Stunde pro Strecke. Das ist de facto irrelevant. Liest man halt eine halbe Stunde mehr Zeitung im Zug anstatt zu Hause.

wäre umzuziehen nicht die schlauere entscheidung?

wenn man single ist

sicher überlegenswert.

Umziehen geht auch fuer Nicht-Singles.

Normalfall Ausnahmezustand

25.09.2012 R2015: 38 Minuten verspätet
27.09.2012 R2034: steht ohnehin planmäßig 10 Minuten in Unterpurkersdorf, zusätzlich 7 Minuten wegen Betriebsstörung. D.h. der Zug hat nach 19 Minuten Fahrt (vom Westbahnhof) 17 Minuten(!) Aufenthalt.
28.09.2012 Zug entgleist und alle Züge sind betroffen, der R2034 wird auf Gleis 1 in Hütteldorf angekündigt (17:37 Uhr). Als eigentlich der Zug schon abfahren sollte, springt die Anzeige auf eine später fahrende S-Bahn um.
Die Wartenden sind natürlich verwundert. 5 Minuten später die Durchsage, dass der R2034 auf Gleis 5 bereit gestellt wird. Was für ein Spaß wenn die Leute im überfüllten Gang (weil ja dort auch die später eingebauten Aufzüge den Weg versperren) nun zum anderen Gleis hetzen müssen.

Die Verspätung am 25. war durch eine Entgleisung im BF. Neulengbach bedingt. Dort war IMHO nur ein Güterwaggon entgleist.

Bin jahrelang nicht mehr ÖBB gefahren, dieses Jahr aber

dafür mehrmals von Wien nach Feldkirch, Salzburg, übern Semmering etc. und kann nur sagen "Alle Achtung". Bordservice tadellos, Schaffner mehr als OK, seit DO & Co serviert, auch Restaurant super (probieren Sie mal die Penne!).
Für die Altlasten (und dabei bitte nicht vergessen, das ist tweilweise auch ein Relikt auch "Wohin mit den unausgebildeten Männern nach dem Krieg"), kann die jetzige ÖBB ja nichts. Aber dieses Problem wird sich eh von alleine lösen. Und jetzt bitte nur noch die Sch... Politik raus.

Es ist schon 19:20 Uhr, sie können schon Heimgehen, morgen ist auch noch ein Tag um User anzulegen, relativieren und ÖBB anhimmeln.

ach, sie sind ja lt ihrem post in einem andern thread der angeblich "seit 5 jahren ohne pause wöchentlich 100 stunden arbeitende" (troll) - haben sie also wieder eine zeitlücke fürs posten gefunden!

Der postet eh von der ÖBB Kantine aus.......

Ich glaube eher, sie wollen aus der Lichtenfelsgasse allmählich nach Hause gehen.

Chaos

Anscheinend herrscht am Bahnhof Huetteldorf das absolute Chaos. Keine Infos, und die Hotline ist auch Hilflos, von der Super Webseite ganz zu schweigen...

Fahre seit Jahr und Tag Zug, ob in Österreich oder sonst wo in Europa!

Und die ÖBB haben sich in den letzten 15 Jahren v.a. im Fernverkehr sowas von verbessert. Schaffner sind freundlicher geworden, fährt man von Wien mit Schnellzügen ab, trifft man nach ST. Pölten schon die Putztruppe am Klo. Verspätungen sind selten, Preise wurden relativ maßvoll erhöht. Gebe aber auch zu, im Nahverkehr is es nicht ganz so toll.

In Deutschland hatte ich bei meiner letzten ICE-Fahrt Berlin-München 3 Stunden verspätung, über die dortigen Fahrpreise will ich gar net reden.

Und was in UK seit der Bahn-Privatisierung so los ist, glaubt keiner, ders nicht selber erlebt hat, von Italien reden wir lieber erst garnicht.

Besser als die ÖBB ist meines Wissens in Europa nur die Schweizer Bundesbahn. Unfälle passieren immer!!!!

Die ÖBB hat ein Prunkstück - und das ist der Railjet.

Schön dass das auch mal wer sieht und nicht immer politisches ÖBB bashing betrieben wird. Danke.

Der Ombudsmann.

Der Ombudsmann der ÖBB, der immer in der Krone inseriert hat, hat anscheinend gute Arbeit geleistet....

Na über Dich dürften die Eisenbahner mit der roten Farb drüber gefahren sein......

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