ÖBB-Zug bei Wiener Westbahnhof entgleist: Strecke eingleisig befahrbar

  • ÖBB-Techniker sind mit Bergungsarbeiten an der entgleisten Zuggarnitur in Wien-Penzing beschäftigt.
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    foto: apa/herbert neubauer

    ÖBB-Techniker sind mit Bergungsarbeiten an der entgleisten Zuggarnitur in Wien-Penzing beschäftigt.

Weichen-Fehlstellung könnte für Unfall verantwortlich sein - ÖBB und Schnellbahn wieder planmäßig unterwegs

Etwa einen Kilometer nach dem Wiener Westbahnhof ist Freitagfrüh ein Personenzug entgleist. Der ÖBB-Zug IC 540 war kurz vor 6 Uhr in Richtung Salzburg gestartet, auf Höhe der Johnstraße entgleisten allerdings die Lokomotive und der erste Waggon, berichtete Radio Wien. Die Strecke zwischen Westbahnhof und Hütteldorf wurde gesperrt.

In den Abendstunden konnte die Westbahn laut ÖBB-Sprecher Herbert Ofner wieder eingleisig befahren werden. Als Unfallursache könnte eine Weichen-Fehlstellung in Frage kommen. Gleis 1 werde ab Sonntagmittag wieder verfügbar sein.

Auch der planmäßige Schnellbahnverkehr zwischen Wien-Westbahnhof und Wien-Hütteldorf werde am Samstag um 18.00 Uhr wieder aufgenommen, teilten die ÖBB mit. Erste SB-Züge fahren demnach um 18.10 Uhr bzw. stadteinwärts um 18.40 Uhr. Den Fahrgästen stehen somit alle Verbindungen wieder zur Verfügung. Lediglich Verzögerungen von wenigen Minuten könne es vereinzelt geben.

Reparaturarbeiten

In der Nacht auf Samstag wurden rund 100 schadhafte Schwellen getauscht. Dann wurden die beschädigte Weiche repariert sowie schadhafte Schienenbefestigungen und Isolierstöße für die Sicherungseinrichtung gewechselt. Am Sonntag erfolgen laut ÖBB noch die sogenannte Gleisstopfung und abschließende Prüfung der Oberleitung und der Weiche. Durch diese Arbeiten werde der Betrieb auf Gleis nicht eingeschränkt.

Alle 150 Fahrgäste unverletzt

Der Zug war mit 150 Personen besetzt, verletzt wurde niemand. Bei der Lokomotive handelt es sich nach ÖBB-Angaben um eine 86 Tonnen schwere Taurus-Lok. "Da dauert es geraume Zeit, bis sie wieder auf den Schienen steht", sagte ÖBB-Sprecher Herbert Ofner. (APA/red, derStandard.at, 28.9.2012)

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