Blackberry-Hersteller RIM bremst Talfahrt

Zweites Geschäftsquartal besser als das zuvor - Aktie steigt 14 Prozent

Wenige Monate vor der Veröffentlichung seines neuen Handy-Betriebssystems gibt es erste Hoffnungszeichen für den angeschlagenen Blackberry-Hersteller Research in Motion: Der Smartphone-Pionier aus Kanada schnitt in seinem zweiten Geschäftsquartal (bis 1. September) besser ab als in den drei Monaten zuvor. Der Umsatz stieg leicht. Und der Verlust reduzierte sich. Das war für die Anleger eine totale Überraschung: Nachbörslich schoss die gebeutelte Aktie am Donnerstag 14 Prozent in die Höhe.

Zielrichtung

Es sei keine Frage, dass noch viel Arbeit vor RIM liege, erklärte der aus Deutschland stammende Firmenchef Thorsten Heins am Firmensitz in Waterloo. Er verwies aber auf die angestoßenen Veränderungen im Unternehmen. Heins streicht 5000 der einst 16 500 Stellen, um Kosten einzusparen. Gleichzeitig treibt er die Entwicklung des neuen Betriebssystems Blackberry 10 voran, an dessen Erfolg das Überleben des Unternehmens hängt. Die ersten Smartphones mit Software werden Anfang kommenden Jahres erscheinen.

Minus

Bis dahin muss RIM durchhalten: Im vergangenen Quartal fiel unterm Strich ein Minus von 235 Millionen Dollar (182 Mio Euro) an. Im Vorquartal hatte der Verlust noch bei 518 Millionen Dollar gelegen. Der Umsatz erholte sich leicht um 2 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. RIM wurde in den vergangenen drei Monaten 7,4 Millionen Smartphones los. Zum Vergleich: Apple hatte alleine an den ersten drei Verkaufstagen seines neuen iPhone 5 mehr als 5 Millionen Stück abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum fiel das Ergebnis von RIM wesentlich schlechter aus. (APA, 28.09.12)

Share if you care
2 Postings
Ich mag mein Blackberry!

Und ich halte RIM die Daumen - aus reinem Egoismus!

Freut mich für RIM!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.