Widersprüchliche Umfragen elf Tage vor der Venezuela-Wahl

28. September 2012, 16:37

Bis zu 15 Prozent Unterschied zwischen den Ergebnissen verschiedener Meinungsforscher

Am 7. Oktober entscheiden Venezuelas Wähler, ob sie Hugo Chávez weitere sechs Jahre im Präsidentenpalast Miraflores sehen wollen. Gegen den seit 14 Jahren amtierenden Staatschef treten neben "Einheitskandidat" Henrique Capriles Radonski vier weitere Bewerber an.

Bisher sagten praktisch alle Umfragen eine komfortable Mehrheit für den Amtsinhaber voraus. Doch eine am 19. September im Hauptquartier der Opposition präsentierte Studie sieht nun beide Kandidaten Kopf an Kopf. Bei 2.5 Prozent Unentschlossenen könnte die Wahl doch noch spannend werden: Laut Meinungsforschungsinstitut "Varianzas" geben 49.7 Prozent an, für Chávez stimmen zu wollen, 47,7 Prozent für Capriles.

Widersprüchliche Umfragen

Die Umfrage, für die von 7. bis 20. September landesweit 2.000 Personen befragt wurden, widerspricht damit dem allgemeinen Trend: außer einer Befragung der Meinungsforschungsinstitutes Consultores 21, die mit 45,7 gegen 46.5 sogar einen knappen Vorsprung für den Herausforderer feststellt, sehen alle großen Institute einen Wahlsieg für Chávez vorher.

Alle anderen aktuellen Umfragen sehen einen Vorsprung von Chávez. So prophezeit das renommierte Institut Hinterlaces 50 Prozent der Stimmen für den Amtsinhaber, sein Herausforderer wird dieser Umfrage vom 6. September zufolge lediglich 32 Prozent der Stimmen erreichen. IVAD zufolge liegt der Präsident sogar bei 50,8 Prozent, Capriles bei 32,4.(red/derStandard.at, 28.9.2012)

 

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Wikipedia-Überblick der Umfragergebnisse

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chavez mag umstritten sein...

er ist jedoch ein Politiker mit Ideologie. Das vermisse ich in Europa. Jemand der Mutig genug is zu sagen ich spiele bei dem imperealitischen "die USA regiert die Welt" nicht mit. Europa bräuchte solche Politiker. Politiker die sich Positionieren und nicht der Finanz und US politik in den Ars** kriechen. Und wenn schon dann sollten sie dazu stehen.

Und ich achte immer ...

Der Westen ist eine Himmelsrichtung.

Chavez ist ein Populist

und er hat vieles suboptimal aufgezogen.

Aber wir müssen ihm zugute halten, dass er
- die Demokratie gestärkt und stabilisiert hat
- eine soziale Umverteilung von oben nach unten in Gang gesetzt hat
- die nationalen Interessen vor dem Zugriff der Multis verteidigt hat
- die lateinamerikanische Front gegen den Imperialismus auf die Beine gestellt hat
- Bildung und Medizin der gesamten Bevölkerung zugänglich machte und
- dafür große Unterstützung aus dem Volk und auch vielen Staaten (v.a. blockfreie) genießt.

Insofern gibt es für uns Betrachter keine Unparteilichkeit. Wir stehen für oder gegen diese Werte.

"Bildung und Medizin der gesamten Bevölkerung zugänglich machte"

Er ließ sich aber lieber im Ausland behandeln!

- Die venezolanische Regierung heute ist eine der obskursten und korruptesten die Venezuela je hatte. Das it mit Stärkung der Demokratie schlichtweg inkompatibel.

- Die Umverteilung erfolgt hauptsächlich von der PDVSA an die Chavistas. Schon mal nachgesehen wie viele dieser Leute (inklusive der Chavezfamilie) plötzlich sehr reich sind ?

die tragik der bolivarianischen revolution

ist die tatsache, dass alles sehr an der person hugo chavez festgemacht wird. wird chavez abgewählt, dann ist dies auch ein schwerer schlag für die revolution und die gefahr steigt, dass die sozialen errungenschaften rückgängig gemacht werden. ich meine, zeit genug hätten die basisbewegungen ja gehabt, um sich von chavez zu emanzipieren und auf die eigenen kräfte zu vertrauen. aber mir scheint, sie haben die zeit nicht genutzt, denn nach wie vor steht chavez sehr im mittelpunkt. gut, vielleicht liegt das auch an der suggestiven darstellung in den westlichen medien, aber ich glaube dennoch, dass mich der eindruck nicht trügt. wie soll es weiter gehen mit der revolution - und zwar ohne chavez? das ist meiner meinung die wichtigste frage.

Woran liegt es eigentlich

das unsere "freie" Presse immer so parteiisch ist?

Ist etwa zum Bleistift die "Junge Welt, publizistisches Abstellgleis der DDR-Nostalgiker" (taz) und regelmäßige Publizistin von Hugott-Chávez-Jubelartikeln unparteiisch?

Lustig, dass du unsere NATO-Länder-gesteuerte Auslandsberichterstattung mit der DDR in Verbindung bringst :-)

am chefredakteur. das ist doch das selbe wie mit den anderen neuen unabhängigen medien, die verneinen zwar mainstreammedien zu sein, sind es aber im endeffekt doch wieder, nur auf der anderen seite.

Daran erkennt man deren Unabhängigkeit.

"Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten."
(Elie Wiesel)

... oder wie es eine Freundin ausdrückte: objektivität, das sind 5 minuten für hitler und 5 minuten für die juden!

im endeffekt ist keine seite besser. egal ob unsere medien oder diese sogenannten "alternativen" medien mit ihren "wahrheiten" die bevorzugt partei für diktatoren partei ergreifen. wobei mir unsere "unabhängigen" um längen lieber sind.

diktatoren, soso. na, sie haben ja die "wahrheit" voll durchblickt ;-)

Puh da haben sie mich aber jetzt überrascht. Hätte gar nicht gedacht, dass ihnen die Blätter ihrer Freunde besser gefallen. :)

Wie war das? hitler .. juden .. keine seite besser?

medien. leg mir keine worte in den mund die ich nicht gesagt hab. damit hast du godwins´s law grade erfüllt :)

Viel Öl und trotzdem Devisenknapheit?

Sowas gibt's nur in einer sozialistischen Wirtschaft.
Die hohe Mord und Inflationsrate ist dagegen kein Grund zum Schmuntzeln ;)

genau, blenden wir nur die guten seiten aus und reden gemeinsam den konzernen nach dem mund. bildung, gesundheitssystem, braucht ja keiner...

Das Kopf an Kopf Rennen sieht man aber nur in wenigen Umfragen

Umfrage-Institute in Venezuela, die schon ein bisschen länger im Geschäft sind zeigen ein anderes Bild:

Hinterlaces (steht der Opposition nahe) hat am 22. September folgende Umfrage veröffentlicht:
Chávez: 50%
Capriles: 34%

Datanálisis (der Direktor des Instituts ist zwar Anti-Chavista, aber die meisten internationalen Medien berufen sich auf diese Daten. Datanálisis gibt es schon seit 25 Jahre):
Chávez: 47%
Capriles: 37%

IVAD (neutral und seit über 25 Jahre auf dem Markt):
Chávez: 50,8%
Capriles: 32,4%

Wenn man sich die Umfragen und das Ergebnis von den Präsidentschaftswahlen 2006 anschaut erkennt man, dass Datanálisis und IVAD die genausten Ergebnisse veröffentlicht hat.

hier können sie sehen wie genau

venezolanische umfragen sind.
http://informe21.com/eleccione... elecciones

sie vergessen, dass viele in venezuela aus angst (tasconliste) niemals bei einer umfrage gegen chavez stimmen würden ,.. denn,.. man weis ja nie!

tasconliste? was ist das?

aus angst..so ein unsinn

anscheinend sind sie

nicht einer der 2,2 mio öffentlicher angestenten in venezuela und müssen nicht um ihren arbeitsplatz bangen. oder sie sind chavista,.... oder sie haben keine ahnung von venezuela

Aber bei einem prognostizierten Kopf-an-Kopf-Rennen kann man doch viel besser über Wahlbetrug räsonnieren

Danke

Die von mir genannten Umfragen werden jetzt auch im Artikel erwähnt

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