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Teheran - Unmittelbar vor der Rede des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad vor der UN-Generalversammlung in New York ist in Teheran der Direktor der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA und Präsidentenberater Ali Akbar Javanfekr festgenommen. Er wurde am Mittwoch in das berüchtigte Evin-Gefängnis überführt, berichteten mehrere Medien, darunter die BBC, am Donnerstag.
Der 53-Jährige war bereits im November 2011 kurzzeitig festgenommen und angeklagt worden. Ein Teheraner Gericht hatte ihn daraufhin zu einem Jahr Haft verurteilt und ihn mit einem Berufsverbot von drei Jahren belegt. Javanfekr hatte alle Anschuldigungen zurückgewiesen und Berufung eingelegt. Das Urteil wurde im Februar 2012 zunächst revidiert, zusätzlich wurde Javanfekr aber wegen Beleidigung der Website des Revolutionsführers Ali Khamenei zu einem halben Jahr Haft verurteilt. Dennoch blieb Javanfekr bisher über ein halbes Jahr auf freiem Fuß.
In dem zur IRNA gehörenden Journal "Khatoon" soll Javanfekr für die Veröffentlichung von Material verantwortlich sein, "das islamischen Prinzipien entgegenläuft". Laut dem inkriminierten Artikel hat der Ganzkörperschleier Tschador keine iranische Tradition. Er stamme vielmehr aus dem Paris des 19. Jahrhunderts. Einige Kleriker werteten das als beleidigend.
Javanfekr gilt als enger Vertrauter von Präsident Ahmadinejad und ist neben seiner Funktion als IRNA-Leiter auch dessen persönlicher Medienberater. Innerhalb der iranischen Führung entspinnt sich seit Jahren eine Mischung aus Machtkampf und Privatfehde zwischen dem engsten Kreis des Präsidenten und der konservativen Parlamentsmehrheit. Ahmadinejad und sein Stab sind zwar insbesondere außenpolitisch Hardliner. Sie gerieten aber in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem konservativen religiösen Establishment aneinander, etwa in Fragen der öffentlichen Moral und den damit verbundenen Kleidungsvorschriften.
Bereits am Montag hatten die Behörden den Sohn des früheren Präsidenten Ali Akbar Hashemi Rafsanjani festgenommen, der als Pragmatiker gilt. Die Behörden nahmen Mehdi Hashemi bei seiner Rückkehr aus Großbritannien in Gewahrsam und überführten ihn ins Evin-Gefängnis. Dessen Schwester Faezeh Hashemi war am Samstag inhaftiert worden. (APA, 28.9.2012)
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Allerdings gibt es meines Wissens nach eine Fatwa der Al Aksa Moschee in Kairo, dass die Verschleierung von Frauen keine islamische Vorschrift ist. Gut, das ist ein sunnitisches Gutachten, das werden die Schiiten wieder nicht akzeptieren, warum auch, den sunniten ist es ja auch relativ wurscht.
“ gerieten aber in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem konservativen religiösen Establishment aneinander“
... Oder meinen selber ein festes Vorurteil zu haben, was die Medien berichten. Sowohl im Standard, wie auch in vielen anderen Medien, wurde immer wieder über diesen Machtkampf innerhalb der iranischen Führung berichtet. Ein falscher Eindruck entsteht vielleicht auch, da natürlich hier viel mehr uber die iranische als Innenpolitik berichtet wird.
Siehe auch hier: http://www.netzeitung.de/ausland/636530.html
Was hat der Klerus getobt, als Ahmadinedschad seiner frühreren Grundschullehrerin in aller Öffentlichkeit einen Handkuss gab.
Machtkämpfe auf dem Rücken der bedauernswerten Bevölkerung.
glaube ich nicht sehr obwohl ich es mir wünschen würde. die jugend dort wird leider von allen seiten mit drogen vollgepumpt. im iran bekommst du an jeder ecke drogen (laut schätzungen sind 15% drogenabhängig und die zahlt wächst weiter).
das regime hat sich was tolles einfallen lassen um die jugend in schach zu halten...
15% ist sicherlich viel, aber bei weitem nicht genug um die ganze Generation ausser Gefecht zu setzen. Die grüne Revolution ist ja nur aus den westlichen Medien verschwunden, nicht aus dem Iran. Im Iran sind 70% der Bevölkerung unter 25, die kann man nicht alle sedieren.
... wäre es mittlerweile Band sieben mit einem Wahrheits- und Relevanz- Faktor das gegen NULL tendiert.
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