Die Moskitos kommen und mit ihnen Tropen-Krankheiten

  • Ein Asiatisches Tigermücke-Weibchen mit gefülltem Bauch.
    foto: james gathany, cdc; centers for disease control and prevention's public health image library (phil)

    Ein Asiatisches Tigermücke-Weibchen mit gefülltem Bauch.

Forscher fordern fachübergreifende Beobachtung und Spezialeinheit gegen neue Bedrohungen in Europa

Pavia - Mücken aus den Tropen breiten sich mehr und mehr in europäischen Ländern aus. Damit rücken laut Experten auch Bedrohungen durch Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya-Fieber vor, die von den Moskitos übertragen werden.

Ein internationales Team um Giuliano Gasperi von der Universität in Pavia (Italien) fordert im Leitartikel des Online-Journals "PLOS Neglected Tropical Diseases", den Kampf gegen die Insekten aufzunehmen und die Menschen besser zu schützen. So werde beispielsweise die Asiatische Tigermücke seit etwa 30 Jahren zunehmend auch außerhalb Asiens heimisch und verbreite sich sogar schon in der Schweiz. "Aktuell ist sie in 28 Ländern auf allen Kontinenten - außer Australien und der Antarktis - zu finden."

Maßnahmen gefordert

Um die Ausbreitung der gefährlichen Mücken einzudämmen, fordern die Wissenschafter eine enge Zusammenarbeit von Experten, Gesundheitseinrichtungen und Medien. "Eine fachübergreifende Beobachtung und eine Spezialeinheit, die mit einer informierten Öffentlichkeit zusammenarbeiten, wären wohl die beste Möglichkeit, den Kampf gegen diese neue Bedrohung in Europa zu gewinnen."

Die Asiatische Tigermücke kann das Dengue-Virus und eine Reihe anderer tropischer Erkrankungen übertragen. Sie ist eigentlich in den asiatischen Tropen beheimatet - mittlerweile wurde sie den Forschern zufolge in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland und der Schweiz nachgewiesen. (APA, 1.10.2012)

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