Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 500x344Betreiberin Herta L. wies die Asylwerber an, Schlachtreste im Wald um das Wohnheim und auch auf Nachbargrundstücken zu vergraben.
Klagenfurt - Auf die Betreiberin der Sonderanstalt für mutmaßlich straffällige Asylwerber auf der Saualm könnte mehr Ungemach vonseiten der Justiz zukommen. Herta L. droht jetzt eine Anzeige nach § 222 Strafgesetzbuch wegen Tierquälerei. Das Strafmaß beträgt bis zu einem Jahr Haft beziehungsweise 360 Tagsätze.
Im Journal-Panorama auf Ö1 vom vergangenen Dienstag hatte sie zugegeben, dass sie auf der Saualm Tiere selbst geschlachtet hatte. Weiters gab die Betreiberin zu, dass die Schafe, Ziegen und Hühner nach islamischem Brauch geschächtet worden waren. Sonst würden die Asylwerber, die " extreme Moslems" seien, das Fleisch nicht essen.
Beim Schächten - rituell im Islam und Judentum praktiziert - werden den Tieren mit einem einzigen Schnitt die Halsschlagader sowie Luft und Speiseröhre durchtrennt.
Der zuständige Amtstierarzt der Bezirkshautpmannschaft Völkermarkt, Manfred Müller, zeigt sich entsetzt. Man habe von den Schächtungen auf der Saualm keine Kenntnis gehabt. Vonseiten der BH Völkermarkt seien nun polizeiliche Ermittlungen eingeleitet worden. Denn private Schächtungen sind in Österreich verboten. Zudem gebe es dafür ein festgelegtes Prozedere: Die Tiere müssen nach dem Halsschnitt sofort betäubt werden.
Schächtungen dürfen auch nur im Beisein eines Tierarztes und eines zertifizierten religiösen Vertreters in eigens bewilligten Schlachthäuseren durchgeführt werden. Auf der Saualm hingegen dürften die Tiere ohne Betäubung getötet worden sein. "Das ist absolut unzulässig und verursacht den Tieren große Qualen", bestätigt der Amtstierarzt gegenüber dem Standard. In ganz Kärnten gebe es übrigens keine einzige für Schächtungen bewilligte Schlachtstätte.
Herta L. meinte dazu nur, sie habe von diesen Vorschriften nichts gewusst. Die Schlachtreste hat sie von Asylwerbern übrigens im Wald rund um das Asylheim, teilweise sogar auf einem Nachbargrundstück, vergraben lassen. Eine diesbezügliche Anzeige wegen Verstoßes gegen das Umweltgesetz wurde von der Klagenfurter Staatsanwaltschaft übrigens zurückgelegt.
Flüchtlingsreferent Gernot Steiner betont, er habe von den illegalen Schächtungen nichts gewusst. Die Verträge mit der Saualm-Betreiberin - Gegenstand von Prüfungen wegen Untreue und Überförderung durch die Korruptionsstaatsanwaltschaft - seien wasserdicht. Dass die Sonderanstalt sehr teuer sei, habe man nie bestritten, sagt Steiner. Mehr könne er dazu wegen der laufenden Prüfung der Korruptionsstaatsanwaltschaft nicht sagen. Es sei alles eine politische Entscheidung gewesen.
Der Supervertrag mit der HP-Beherbergungs-GesmbH von Herta L. (erhöhte Tagsätze von 40 Euro für eine garantierte Vollbelegung) sei über das Büro von Landeshauptmann Gerhard Dörfler, das Flüchtlingsreferat und die Kärntner Landesamtsdirektion ausgehandelt worden. Wann die Saualm wieder aufsperrt, ist offen. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, 28.9.2012)
LH Peter Kaiser verspricht: Missstände im Asylheim Felsenkeller werden abgestellt
Zwei Asylwerberinnen aus Somalia verletzt
Laut Asylanwalt stellt sich die Frage nach unterlassener Hilfeleistung seitens der Quartiergeberin
In einem Kärntner Asylheim hat sich ein Flüchtling aus Protest gegen dortige Missstände den Mund zugenäht
"Vergessen Sie nie, wir sind alle Menschen, uns könnte es genauso gehen", sagt der Herbergsgeber im Wiener Servitenkloster
Aufnahmestopp für Flüchtlinge in "quasi geografischen Sperrzonen"
Kritik an Quartieren, Dolmetscherprobleme, Arbeitsverbote und die Asylpolitik der EU standen im Zentrum der Proteste von Flüchtlingen in Wien. Vieles wurde zur Diskussion gestellt - Verbesserungen sind nur beschränkt zu erwarten
Kompromiss über EU-Eurodac: Polizei erhält Zugriff
Rechtsberater über die Unglaubwürdigkeitsfalle
Dörfler wies die Vorwürfe als "politisch gefärbten Bericht" zurück
"Menschenverachtende Bedingungen" für Asylwerber - Mit Wissen des Landes Kärnten - Empfehlung an Mikl-Leitner: Länder sollen Vereinbarung erfüllen
In Oberösterreich verhinderten Bürger die Schaffung von zwei Asylheimen. Aus Angst vor Ausländerhetze kippte das Land ein Projekt. Im steirischen Vordernberg stimmten 70 Prozent für ein Schubhaftzentrum.
Bei der Unterbringung von Asylwerbern hat Niederösterreich Nachholbedarf
St. Pölten und Klagenfurt sagen zusätzliche Quartiere zu - Andere Bundesländer holen auf
Vorarlberg lässt rechtsextreme Aktivitäten überprüfen
Nach dem versuchten Brandanschlag auf ein Flüchtlingshaus in Batschuns orten die Grünen Hinweise auf eine rechtsextreme Organisation. Die Polizei winkt ab
Abgeordneter sieht Organisation hinter der Tat - Exekutive bleibt bei ihrer Darstellung - Verdächtige wurden aus der Haft entlassen
Nach dem versuchten Brandanschlag auf ein Flüchtlingsquartier in Vorarlberg warnen Kenner der rechten Szene davor, eine politische Motivation der mutmaßlichen Täter auszuschließen
Männer machten laut Polizei zu Motiv bisher keine schlüssigen Angaben
Einer der beiden mutmaßlichen Täter hat Nazi-Tattoos
Polizei kündigt weitere Informationen für Dienstag an
Flüchtlinge verunsichert, Caritas erhofft rasche Klärung
In der Betreuungsstelle in Traiskirchen würden die Menschen nicht angehalten, deswegen habe die Volksanwaltschaft dort auch kein Kontrollrecht
Brandsatz gegen Hauswand geworfen - Polizei sucht Zeugen
Ackerl: "Um die 300 Plätze geschaffen"
ob das tier nun kurz NACH dem schnitt oder gar nicht betäubt wird, tot ist es danach auf jeden fall.
all jene die von tierquälerei schreiben sollten lieber einmal nachdenken ob nicht der verzicht auf fleisch oder zumindest die reduktion des konsums ein besserer weg ist, als hier laut zu quäken.
schreib ein bekennender fleischesser dem es aber bewusst ist, dass tiere dafür sterben "müssen".
"Schächtungen dürfen auch nur im Beisein eines Tierarztes und eines zertifizierten religiösen Vertreters in eigens bewilligten Schlachthäuseren durchgeführt werden."
Ahja, das Beisein eines Tierarztes und eines zertifizierten religiösen Vertreters ändern das Nervensystem des Schlachtopfers derart, dass es sich nicht mehr um Tierquälerei handelt...
Das einzige, dass hier Sinn macht, ist ein "bewilligtes Schlachthaus" - der Hygiene wegen. Der Rest ist scheinheiliges Getue, wenn ich mir ansehe, wie die Viecher sonst "behandelt" werden.
Was sagt uns das StGB?
§ 9. (1) Wer das Unrecht der Tat wegen eines Rechtsirrtums nicht erkennt, handelt nicht schuldhaft, wenn ihm der Irrtum nicht vorzuwerfen ist.
(2) Der Rechtsirrtum ist dann vorzuwerfen, wenn das Unrecht für den Täter wie für jedermann leicht erkennbar war oder wenn sich der Täter mit den einschlägigen Vorschriften nicht bekannt gemacht hat, obwohl er seinem Beruf, seiner Beschäftigung oder sonst den Umständen nach dazu verpflichtet gewesen wäre.
(3) Ist der Irrtum vorzuwerfen, so ist, wenn der Täter vorsätzlich handelt, die für die vorsätzliche Tat vorgesehene Strafdrohung anzuwenden, wenn er fahrlässig handelt, die für die fahrlässige Tat.
Weiters sagt uns das StGB:
§ 222. (1) Wer ein Tier
1. roh misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt,
2. aussetzt, obwohl es in der Freiheit zu leben unfähig ist, oder
3. mit dem Vorsatz, dass ein Tier Qualen erleide, auf ein anderes Tier hetzt,
ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
Umgekehrt. Das eine ist - unter genau geregelten Bestimmungen - legal, die wurden von Frau L. nicht eingehalten, das andere ist in einer rechlichen Grauzone, aber nach allgemeiner Ansicht zu dulden (wenn Sie da als Laie/in anfangen herumzusäbeln, sieht es aber wohl auch wieder anders aus).
....angeblich war die Betreiberin der Saualm ja ein Menschen verschlingendes Ungetüm..O-Ton Brickner und Freunde! Jetzt macht die eine aufwendige Schlachtung für die "Insassen" welche sie ja angeblich vorher richtiggehend misshandelt hat! So what? Das ganze ist ein Affenzirkus und die liebe Standardredaktion ist mitten drin in dem Saustall!
Weil ihr die Bewohner nicht vertraut haben, die Schächtungen aber sowieso nicht auf der Saualm durchgeführt werden hätten dürfen.
Viel schlimmer finde ich dass sie bei der Auswahl der Viecher nicht wirklich Wert auf Qualität gelegt haben soll...obwohl, die wussten ja dann eh was sie da schlachten.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.