Spanischer Kellner rettet verletzten Demonstranten

27. September 2012, 17:37
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    foto: reuters/paul hanna

"Ein Restaurantbesitzer fordert Demonstranten auf, keine Steine mehr auf sein Lokal zu werfen" beschreibt Reuters-Fotograf Paul Hanna dieses Bild, das er am Dienstag in Madrid aufnahm. Der Journalist dürfte im Getümmel nicht mitbekommen haben, dass es genau umgekehrt war: Kellner Alberto Casillas Asenjo wollte verhindern, dass die Polizei die Tapas-Bar "El Prado", in der er arbeitet, betritt.

Kurz davor hatte nämlich ein Demonstrant, der durch ein Gummigeschoß verletzt worden war, in dem Lokal Zuflucht gefunden, zahlreiche andere Protestierende folgten seinem Beispiel. Die Polizei versuchte darauf, das Restaurant zu stürmen, um den Verletzten festzunehmen.

"Da drinnen waren auch Kinder", erzählte Casillas der spanischen Ausgabe der Huffington Post, "wenn die da reingegangen wären, hätte es ein Massaker gegeben."  Als er hörte, dass der Einsatzleiter den Zugriff anordnete, habe er den Polizisten klargemacht, "dass sie hier nicht reinkommen".

In einem Interview im spanischen Fernsehen  erklärte er, eigentlich der konservativen PP nahezustehen und bei der letzten Wahl auch für Ministerpräsident Mariano Rajoy gestimmt zu haben. Er unterstütze normalerweise auch die Polizei. Am Dienstag hätten aber seiner Ansicht nach eindeutig die Beamten mit den Provokationen begonnen.

Casillas, der seit drei Jahren in dem Lokal beschäftigt ist, wurde über Nacht zum Star der Demonstranten. Am Mittwoch kam er nicht dazu, Bier auszuschenken:

 

So viele Demonstranten wollten sich bei ihm bedanken, dass sich vor dem Lokal eine Warteschlange bildete.  (bed/derStandard.at, 27.9.2012)

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so lange es noch zivilcourage

gibt wird es immer wieder solche artikel geben!
Aber das sind noch vereinzelte menschen die solche aktionen setzen!Es wird in europa immer mehr gewaltvolle demos geben die den bürgen angerechnet werden,obwohl die politiker schuld an der unzufriedenheit des volkes sind!Ich wünsche mir mehr zivilcourage von polizisten die dem system zwar die treue schwörten aber mit menschlichkeit und vernunft an die sache rangehen!Denn die kriese trift nicht nur die demonstranten aleine sondern auch sie selbst und dessen familien und freundeskreis!Auch wir sollten aufstehen und endlich zivilcourge zeigen und unseren und den eupolitis zeigen das wir solch einen finaz und volkswidrige poltik nicht haben wollen!

Meine Hochachtung.

respekt!!!

...und er heißt tatsächlich auch noch Casillas...

Sachen gibt's...

Der Start des Videos erinnert in seiner Symbolkraft

stark an das Bild vom Tiananmen, wo der junge Mann vor dem Panzer steht.
Toller Typ, was heißt "chapeau" auf Spanisch?

und er meint im Video

nicht er ist der Held - Ihr seid die Helden denn er hätte nicht den Mut gehabt da hin zu gehen - aber er war hier....

sehr schön ;-)
g.t.

pfuh da krieg ich tränen in den augen.

gsd gibts sowas auch noch.

Moi!!! Daumen hoch!!!

DANKE für den Link!

Ich erkläre hiermit diesen Vorfall, diesen Herrn für mein Kraftsymbol in meinem Kampf gegen die Tatsache in einem Land zu leben, in dem es selbst elementare Grundrechte realiter nicht gibt, da "RechtsträgerInnen" richterlicher Willkür völlig schutzlos ausgeliefert sind.

Auch ich werde nicht weichen.

herrlich.

Spanischer Kellner rettet verletzten Demonstranten

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"Ein Restaurantbesitzer fordert Demonstranten auf, keine Steine mehr auf sein Lokal zu werfen" beschreibt Reuters-Fotograf Paul Hanna dieses Bild, das er am Dienstag in Madrid aufnahm. Der Journalist dürfte im Getümmel nicht mitbekommen haben, dass es genau umgekehrt war: Kellner Alberto Casillas Asenjo wollte verhindern, dass die Polizei die Tapas-Bar "El Prado", in der er arbeitet, betritt.

So ganz genau nimmt es aber wohl auch der Standard nicht mit seinen Richtigstellungen: Im Foto-Artikel gestern war der PP-Wähler, der die Demonstranten in Schhutz nahm, nämlich schon noch der Lokalbesitzer.

Man kann Lokalbesitzer und Kellner gleichzeitig sein.

Gebt den Polizisten Blumen und bringt die Revulution in ihre Herzen

es braucht wieder Menschen wie einen Gandhi, sonst werden wir in Europa in den nächsten Jahren verrohen, bis für uns alle ein Krieg die selbstverständliche Alternative ist.

Sorry, aber...

das ist genauso sozialromantischer Blödsinn, wie wenn man sagen würde, dass es einen Lenin braucht...
In Europa gabs noch nie Gandhis, insofern ist auch das Wort "wieder" falsch (zumindest auf hier bezogen).

Ein Gandhi als Polizeichef wär einmal eine gute Alternative.

Das einzige, was uns verrohen lässt sind Leistungsdruck, Zwangswettbewerb, Bankenrettungen auf Kosten von Menschen, die sich nie am Casino-Kapitalismus beteiligt haben und Politiker mit Ansichten wie Frank Strohsack.

Und da ist man dem Spruch "Macht kaputt, was Euch kaputt macht", schon näher, als der Hoffnung, die Revolution mit Blumen in die Herzen der Polizei zu bekommen.

Applaus!!!

Von solchen Leuten braucht es mehr,
und von den Trotteln weniger...

"Der Journalist dürfte im Getümmel nicht mitbekommen haben, dass es genau umgekehrt war..."

ganz bestimmt. wir erleben ja täglich, wie "objektiv" die internationale medienmaschine über proteste im westen berichtet, wenn sie sie nicht überhaupt verschweigt. das war sicher nur ein "versehen".
und den weihnachtsmann gibt es auch.

deshalb hat reuters bisher die falschmeldung auch nicht korrigiert !

http://in.reuters.com/news/pict... 38EV1#a=10

so sieht journalistischer ethos in der grössten nachrichtenagentur der welt aus.

Die Prawda

hat auch nicht das Regime kritisiert. Wieso sollte es bei unseren Medien anders sein?

also auch wenn ich finde das reuters die sache richtigstellen müsste ist das ganze nicht so einfach.

er schützte die demonstranten die ins lokal kammen, die polizei stand davor und wurde beworfen. daraufhin schrieh er der menge zu das sie bitte keine steine werfen sollen.

er schützte die demonstranten also nicht nur vor der polizei sondern auch vor qeuerschlägern die in richtung seines lokales kammen.

das reuters nur den einen teil sieht halte ich auch nicht für zufall.

quelle: http://www.huffingtonpost.es/2012/09/2... reloaded=1

Ad Steineschmeißer:

wo soll das im HuffPost-Artikel stehen? Ich seh dort nur, dass das "eine andere Geschichte als die von Agenturen wie Efe verbreitete ... die schrieben: ... aufhören sollten, Gegenstände gegen sein Lokal zu werfen ..." - Absatz 3

Außerdem sehen die Leute neben ihm auf dem großen Foto links oben irgendwie gar zu ruhig aus dafür, dass sie grade beworfen würden, finde ich.

Und es liegen keine Wurfgeschoße am Boden, keine kaputten Scheiben ...

wiedermal ein beweiß dafür wie mit unseren mainstreammedien zu verfahren ist:

man liest ihre monopolistische propaganda von kapitals gnaden, und geht dann davon aus, daß das genaue gegenteil des kolportierten inhalts der wahrheit am nächsten kommt.......

271 Follower? Gibt's da irgendeinen Trick?

neidisch?

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