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London/Paris - Der tschechische Schauspieler Herbert Lom, bekannt vor allem für seine Rolle des Kommissar Dreyfus in der populären Filmreihe "Der rosarote Panther", ist am Donnerstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Das teilte seine Familie mit. Lom sei in London entschlafen, hieß es. Der gebürtige Prager spielte in mehr als 100 Filmen, darunter Klassiker wie "Spartacus" oder "El Cid".
Lom wurde am 11. September 1917 geboren und gelangte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs nach Großbritannien, wo er als Moderator für die BBC arbeitete, bevor er seine Kinokarriere startete. Er spielte einen denkwürdigen Napoleon Bonaparte in der Tolstoi-Adaption "Krieg und Frieden", bevor er als Kommissar Dreyfus, der Chef von Inspektor Clouseau, in der Komödienreihe von Blake Edwards gefeiert wurde. (APA, 27.9.2012)
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Herbert Loms Kammerspiel als Kommissar Dreyfus in "Der rosarote Panther", als Yaskov in "Hopscotch" und als Kapitän Nemo in "Die geheimnisvolle Insel". Alleine für diese drei Rollen ist ihm ein Ehrenplatz im Hollywood-Himmel sicher.
Irgendwie würde er auf dem Bild noch recht gut in die damals schon leider verschwundene Künstler- und Literaten-Kaffeehausszene zwischen Prag, Budapest und Wien passen, der Friedrich Torberg in der "Tante Jolesch" so ein unvergeßliches Denkmal gesetzt hat.
http://www.youtube.com/watch?v=s66VNF5-624
RIP, Herbert Karl ... :(
...war ein gebürtiger Tscheche, Prag 1917, und hatte, weil aus altem tschechischen Adel kommend, den geradezu märchenhaften Geburtsnamen:
Herbert Karel Angelo Kuchacevic ze Schluderpacheru
Na ja, Autogramme geben war mit Herbert Lom sicher einfacher...
Mein erstes Haßobjekt im Kino (war ich etwa 8, als der Schatz im Silbersee erschien). SO ein PÖÖHHHSER Schurrke!
Habs ihm so richtig gegönnt, als nur mehr eine Hand mit dem Goldkelch aus dem Schlamm ragte.
Anders gesagt: sehr glaubwürdige und gekonnte Darstellung!
NB: Schurkenrollen sind eh immer die dankbarsten. Insoferne hat H. L. auch Glück gehabt, obwohl er den an sich redlich verdienten Star-Status nie erreichte.
Er konnte auch sehr gut Deutsch, wurde aber dennoch leider in vielen deutschen Synchronfassungen seiner amerikanischen Filme synchronisiert.
In "Die Nibelungen" und "Der Schatz im Silbersee" kann man seine Stimme auf Deutsch hören
Später ist das dann alles ein bissl too much of a good thing gewesen.
Herbert Loms Schuld war das allerdings nicht, der wirkte immer (schauspielerisch) sehr kontrolliert, sogar wenn ihn der "Clouseau" wieder einmal in den Wahnsinn getrieben hatte.
Ich denke, die 50er-Jahre Filme von Sellers sind besser als die späteren Panther. Natürlich von den großen 60er-Jahren mit Casino Royale, Pussycat, Wrong Box, Strangelove etc. ganz zu schweigen. Und natürlich! zum Schluß "Being There..."
Sein Auftritt bei Parkinson in der BBC ca. 1972 ist auch grandios (obwohl, oder weil er da vorher wohl einiges in seinen 5 o'clock tea getan hatte...).
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