EU-Kommission fordert Notausgänge für Lehrer an Schulen in Österreich

27. September 2012, 15:50

Kommission mahnt wegen Versäumnissen im Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern im Bildungsbereich

Brüssel  - Die EU-Kommission hat Österreich wegen Versäumnissen im Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern im Bildungsbereich gemahnt. Österreich müsse entsprechende EU-Richtlinien über "Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer" und über "Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten" vollständig umsetzen, verlangte die Brüsseler EU-Kommission am Donnerstag.

Die Richtlinien erforderten, dass die EU-Staaten Maßnahmen ergreifen, um Risikofaktoren für Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zu reduzieren und zu beseitigen. "Allerdings hat Österreich den Bildungssektor zu einem Großteil von seinen nationalen Rechtsvorschriften zur Umsetzung dieser Richtlinien ausgenommen", beanstandet die EU-Kommission. "Demzufolge kann die Gesundheit von Lehrern und Dozenten weniger geschützt sein, zum Beispiel in Hinblick auf Notausgänge oder betreffend die Stabilität und Festigkeit von Gebäuden", erklärte die EU-Kommission.

Sollte Österreich binnen zwei Monaten der Forderung der EU-Kommission nicht nachkommen, kann die EU-Behörde den Fall an den Europäischen Gerichtshof verweisen.(APA, 27.9.2012)

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Dürfen im Notfall auch die Schüler diese Notausgänge nutzen??? Nachdem in der Überschrift explizit "für Lehrer" steht und nicht "Notausgänge an Schulen" könnte man das fast glauben. Im Schulgebäude sind immerhin die Schüler fast immer in der Überzahl.

Die ganze EU-Meldung ist ein Käse, und ich weiß nicht, auf welchen Grundlagen sie aufbaut. Beim Feueralarm gehen die Lehrer sowieso mit den Schülern (müssen und wollen sie ja auch), die Fluchtwege waren trotz der Länge an unserer Schule nie ein Problem, die Schule war schnell geräumt. Ich denke, da hat irgendein Wichtigtuer einmal was über eine österr. Schule gelesen und macht jetzt ein Riesentheater. Und wenn ein Lehrer Freistunde hat, ist er sowieso schnell draußen. Viel Lärm um Nichts.

Ich als Lehrer und Klassenvorstand an einem Gymnasium muss sagen: die Fluchtwege für mich und meine Klasse sind erste Sahne. Der Ort, von dem wir flüchten, schon weniger.

ich

fordere einen zwangsausgang für schulexperten!!!

Der führt dann in den tiefsten Keller, da sollten die sich eigentlich wohlfühlen.

lasst mal das arbeitsinspektorat durch und dann reden wir noch mal über die notausgänge wenn's denn sein muss.

Sollte sich irgendwann einmal das Arbeitsinspektorat in die Schulen verirren, müssten beinahe alle ob der Arbeitsbedingungen für SchülerInnen und LehrerInnen sofort gesperrt werden.

Da die Lehrer so selten in der Schule anwesend sind, hat man logischerweise auf die Notausgänge verzichtet.

Hä? Für einen Witz zu schwach, für die Wirklichkeit zu unreal.

Lehrer? In der Schule? Selten anwesend?
Also ich habe den letzten in einer Schule anwesenden Lehrer vor 25 Jahren in einer Hängematte vor sich hin verschimmeln sehn.

neim Gott

sind Sie aber ein Lustiger! ha ha!

hahahaha

der war gut.

Ist es wirklich so schwer zu begreifen, dass die EU-Kommission

hier lediglich die jahrzehntelang geübte Praxis bemängelt, die eigenen Beschäftigten von Gesetzen betreffend die Arbeitnehmersicherheit auszunehmen?

Es geht doch nicht um Lehrer/innen und deren Befindlichkeit, sondern darum, dass der Staat sich selbst von Gesetzen ausnimmt, die jede kleine Quetschen von Autowerkstatt einhalten muss.

Das betrifft ja auch den Abeitsplatz an sich, welcher der Arbeitsinspektion entzogen ist; und die BGV (oder ihre Nachfolgerin) hat ja bisher so gut wie nichts getan, um die Situation zu verbessern.

Gut, dass es die EU-Kommission gibt.

Offensichtlich wurden Lehrer, dank unserer Bildungspolitik, zur bedrohten Art.

aber alte Gebäude zu adaptieren könnte doch endlich wieder etwas Geld in die Kassen der zuständigen Stadt u Landesräte und der dazugehörigen Parteien spülen. Sie werden sehen wie alle gleich für die Umsetzung sein werden!

Werden sie nicht.

Das Problem ist bei den Politikern schon lange bekannt.

Das Problem ist derart gravierend, dass Adaptierungen fast nie möglich sind. Abriss und kompletter Nebau ist fast immer der einzig mögliche Weg, damit sich der Staat als Arbeitgeber an seine eigenen Gesetze halten würde.

Nur 1. ist das Geld dafür nicht da und 2. geht dass den Politikern dann beim Geld zum unters Volk verteilen ab.

Nun ja, aber private Arbeitgeber dürfen Pleite gehen, oder die Bauwirtschaft fördern?

Wobei dieses Problem in neuen Gebäuden natürlich nicht besteht.
Alte Gebäude zu adaptieren ist natürlich sehr teuer und aufwendig.

Die Auflagen die das Arbeitsinspektorat einer Schule aufdrücken würde wären aber schon interessant :)

Wenn ein solches Inspektorat die Arbeitsplätze und -bedingungen von Lehrern unter die Lupe nehmen würde, könnten die Schulen flächendeckend zusperren.

die armen LehrerInnen

Kaum eine Berufsgruppe jammert so viel wie LehrerInnen. Nicht nur in Medien, auch beruflich erlebe ich das. Und ich kann es schon nimmer hören.

SUPER Kommentar

Gehn´s zur Abwechslung aus die Radlfahrer los. Die jammern a soviel über die Autofahrer. Auch Friseure und Innen sollen viel jammern..... Und ich kann es schon nimmer hören.

HALLO geht´s noch??

Zweifle stark am sinnerfassenden Lesen ihrerseits. Wo bitte steht in dem Artikel was von einem jammernden Lehrer. Der Staat verabsäumt es, seine eigenen Arbeitsschutzgesetze im Schulbereich umzusetzen. Dieses Verhalten KANN KEIN LEHRER beeinflussen.
Vorschlag: Über persönliche Beißreflexe nachdenken!

Also

machen die sich Sorgen um die Lehrer, weil die Schulen anscheinend schlechte/nicht genügend Notausgänge haben?

In ner Schule sind 20 mal so viel Schüler wie Lehrer, ich würd mir um die Sorgen machen!

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