Zahlen im Hindurchgehen bald möglich

27. September 2012, 15:29

68.000 Bankomat-Terminals und 20.000 Quick-Bezahlgeräte in Österreich werden heuer und 2013 umgestellt

Wien - Die kontaktlose Bezahlwelt rückt einen Schritt näher: Der heimische Kartenanbieter Paylife will heuer und im kommenden Jahr alle seine Terminals für kontaktloses Bezahlen mit "Near Field Communication" (NFC) ausrüsten. Mit NFC sollen Kartenzahlungen bis 25 Euro deutlich ausgeweitet werden, sagte Paylife-Geschäftsführer Peter Neubauer am Donnerstag vor Journalisten. Für das kontaktlose Bezahlen mit Karte ist keine Unterschrift oder Pin-Code Eingabe nötig. Der Handel erhofft sich dadurch kürzere Wartezeiten an den Kassen.

Erste Geräte bei Thalia

Derzeit werden hierzulande bereits 40 Prozent der Zahlungen im Handel und bei Dienstleistungen mit Karte getätigt. Paylife betreibt in Österreich 68.000 Bankomat-Terminals und 20.000 Quick-Bezahlgeräte. Bei Quick wird die NFC-Technologie nun flächendeckend ausgerollt. Bei Bankomat- und Kreditkarten ist die NFC-Verbreitung in Österreich hingegen derzeit noch verschwindend gering. Es gebe derzeit rund 10.000 Visa Paylife Black-Kreditkarten mit NFC, erklärte Neubauer. Nächstes Jahr werde Paylife über die weitere Einführung von NFC-Kredit- und Bankomatkarten entscheiden.

Die Umstellung der Terminals werde mit einer "sehr kundenfreundlichen Lösung" abgewickelt und nicht teurer als bisher, verspricht der Paylife-Geschäftsführer. Es gebe Zusatzgeräte für bestehende Bankomat-Terminals und ab Sommer 2013 ein stationäres Terminal inklusive NFC. Jede Paylife Bankomat-Kasse unterstützt künftig MasterCard payPass, Visa payWave und Quick kontaktlos. Die ersten Quick-NFC-Geräte wurden nun bei der Buchhandelskette Thalia installiert.

Auch Paylife-Mitbewerber card complete rüstet seine Terminals mit NFC aus. Alle Kreditkarten von card complete sollen in den nächsten Jahren NFC-tauglich gemacht werden, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. (APA, 27.9.2012)

Share if you care
18 Postings
Achtung !

Das Bargeld soll heimlich still und leise abgeschafft werden.

Trotzdem wird das nicht klappen. Zu kompliziert.
Ältere Menschen werden das nicht akzeptieren, und es gibt immer mehr Ältere. Das ist doch so praktisch mit den Scheinen, so ist es seit vielen Hundert jahren und so bleibt es. Girogo wird eines von den vielen "Systeme" sein, das kommt und auch wieder geht - Bargeld bleibt !

"Toll", technische Inovationen für den Taschendiebstahl

Weil sicher ist was anderes...

http://www.pcwelt.de/ratgeber/... 27783.html

Wie siehts da eigentlich mit der Sicherheit aus? Ich hab letztens im Fernsehen einen Bericht gesehen über einen Amerikaner, der auf offener Straße ein Lesegerät in die Nähe der Hand- und Hosentaschen der Passanten gehalten hat und somit ihre Bank- und Kreditkarten-Daten sammeln konnte. In den USA sind die Karten mit NFC-Funktion anscheinend schon weit verbreitet. Angeblich haben die Kartenhersteller ja ein Interesse an dieser einfachen Zahlungsart, da die Kunden dann ihre Karten öfter verwenden würden. Dafür schweigt man angeblich aber auch über das Sicherheitsrisiko.

Über das Thema schweigt sich Paylife aus. Es hilft auch nicht das Quick ein proprietäres System ist.

Auf alle Fälle ist das Guthaben ohne Probleme auslesbar (mit genügend Power sicher auch mehrere Meter entfernt), sehr wahrscheinlich ist auch ein Transaktionslog auslesbar (müsste ich mal suchen).

Wenn Paylife das ganze gut gemacht authentfizieren sich Karte und Terminal vor jeder Geldtransaktion, dann wird es zumindestens nicht mehr so einfach Geld von anderen Karten zu stehlen (und damit davon zu kommen).

Allerdings habe ich gelernt niemals damit zu rechnen das es jemand "gut/richtig gemacht" hat. Gerade bei Quick würde ich mir wünschen das Paylife mit Details rausrückt.

Und es geht munter weiter

Was würde passieren, schöpfte man das technisch machbare Automationspotenzial in der Bundesrepublik voll aus? Die Antwort: Eine Arbeitslosigkeit von 38 Prozent wäre normal. Eindrucksvoll bestätigte eine weitere Studie der Universtität Würzburg im Jahr 1998 die Annahme der Autoren: Allein im Bankensektor liegt das Automationspotenzial bei mehr als 60 Prozent, im Handel immer noch bei mehr als der Hälfte des gegenwärtigen Beschäftigungsstands. In diesen und vielen anderen Sektoren ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Potenziale ausgenutzt werden.

der trend zur abschaffung des bargelds ist abzulehnen - das wäre die endgültige abschaffung sämtlicher freiheiten, eine absolute zentralisierung der macht, absolute kontrolle, und eine möglichkeit jede existenz auf knopfdruck zu beenden

Interessanter Gedanke.

Allerdings ist Quick noch meine Hoffnung auf die Ersetzung des Bargelds, es hat durchaus das Potenzial Bargeld (im Bezug auf Übertragbarkeit, Anonymität und einfache Handhabung) abzulösen.

Aber ich glaube das liegt nicht im Interesse von Paylife.

die prohibition des bargelds.interessante vision.man stelle sich vor es gäbe kein bargeld mehr. alles würde nur auf basis von digitalen zahlen ausgerichtet sein, die von privatkonzernen "kontrolliert " werden. mit der begründung der "kontrolle" von zb schwarzgeld oder handgeld. eine reine welt..hust

Ganz genau deshalb wirds gemacht.

Damit man Otto Normalverbraucher noch besser im Griff hat und wir werden noch erleben, dass die totalitäre pc den Wunsch nach Privatsphäre als kriminelles Ansinnen einstufen wird.
js

mobile app ...

die app ist schon ganz cool. aufladen übers handy wäre halt super. das gute an quick ist halt, dass es auch "offline" geht ... nicht wie die maestro karten, wo das terminal am Netz hängen muss

https://www.nfc.cc/2012/09/2... nches-nfc/

Aufladen über's Handy kommt angeblich im nächsten Jahr.

SMS Dienst

deswegen gibt es bei PayLife die SMS Benachrichtigungen wenn ein Umsatz getätigt wird d.h. man würde es in sekunden erfahren und nicht auf der Abrechnung wenn jemand die Karte klaut !

Bald werden alle Waren, die man heimlich in der Unterhose hat,

beim Durchgehen an der Kassa automatisch verbucht...

während Ladendiebe mit Störsender und technischem Gerät an der Kassa...

eventuell die gefladerten Sachen einem anderen Kunden anrechnen lassen.

das wird spannend

wenn dann einige ihre Abrechnungen sehen werden. Lauter Einkäufe, die nicht von ihnen gekauft wurden...

Deshalb gibt es bereits seit längerem die RFID Chips vor Ausforschung

sichernde Brieftaschen (Samsonite z.B.).
js

oder wennst die karte verlierst und erst stunden später draufkommst

"Zahlen im Hindurchgehen"?

Gibts eh jetzt schon: Fünf Finger Rabatt.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.