Gleisschäden: Ab Montag braucht die Wiener U4 länger

Michael Matzenberger, 28. September 2012, 13:34
  • Infrastrukturschäden im Wiener Untergrund: Nun hat auch die U4 ihre "Langsamfahrstellen".
    foto: my friend (CC-Lizenz)

    Infrastrukturschäden im Wiener Untergrund: Nun hat auch die U4 ihre "Langsamfahrstellen".

Nach den Straßenbahnen wird nun auch die U-Bahn wegen sanierungsbedürftiger Infrastruktur eingebremst

Wien - In gerundeten 29 Minuten schafften es die Wiener U-Bahn-Fahrer bisher, Züge der Linie U4 von der einen Endstation zur anderen zu bewegen. Ab 1. Oktober werden sie für den Weg von Hütteldorf nach Heiligenstadt und umgekehrt jeweils etwas mehr als 31 Minuten brauchen.

Grund für die Fahrzeitverlängerung seien Schäden an der Infrastruktur, heißt es aus dem Umfeld der Wiener Linien. "Schotterstopfarbeiten" und sanierungsbedürftige Gleise ließen zwischen Hütteldorf und Karlsplatz auf vielen Abschnitten statt 80 km/h nur mehr eine maximale Geschwindigkeit von 60 km/h zu.

Fahrplanauskunft adaptiert

Aus dem Pressebüro der Wiener Linien heißt es dazu, dass verminderte Geschwindigkeiten höchstens "kurzfristig wegen Wartungsarbeiten angeordnet" würden. Eine generelle Fahrplanänderung will der Verkehrsbetrieb auf Nachfrage von derStandard.at nicht bestätigen - warum die Anpassungen ab 1. Oktober dennoch bereits in die öffentliche Fahrplanauskunft integriert wurden, werde intern geprüft.

Um die gewohnten Intervalle einhalten zu können, sind auf der U4-Strecke ab Montag mehr Garnituren als bisher nötig. Dadurch erhöhen sich auch die täglich gefahrenen Kilometer und die Personalstunden.

Änderung bei Anschlussbussen

Wegen der modifizierten Ankunftszeiten ändern sich ab kommender Woche auch die Abfahrtszeiten einiger Anschlussverbindungen. Betroffen sind etwa die Autobuslinien 49A und 50B, deren letzte Abfahrtszeit um jeweils zwei Minuten nach hinten wandert. Weil deshalb entlang der gesamten Busstrecken neue Aushänge notwendig sind, gilt die U4-Fahrplanänderung im Unternehmen als mehr denn nur ein kurzfristiges Provisorium.

Zuletzt mussten die Wiener Linien in ihrem Netz vermehrt "Langsamfahrstellen" einrichten. Das betraf vor allem Straßenbahnlinien, auf denen wegen Gleisschäden abschnittsweise nur mehr Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. (Michael Matzenberger, derStandard.at, 27.9.2012)

Update, 29.9.2012: Die Wiener Linien haben nach der Veröffentlichung des Artikels die Änderungen ab 1. Oktober aus der Fahrplanauskunft entfernt. Längere Fahrzeiten werden nun ab 15. Oktober ausgewiesen. Auf Facebook dementieren die Wiener Linien die Richtigkeit der 60-km/h-Beschränkung. derStandard.at liegen schriftliche Aufzeichnungen vor, wonach die Höchstgeschwindigkeit auf fast allen Streckenteilen "im Abschnitt HF - KP" (Hütteldorf - Karlsplatz) ab 1. Oktober auf beiden Gleisen mit maximal 60 km/h festgesetzt wird.

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Wiener Linien

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Diese Vergleicherei von Äpfeln mit Birnen ist ein Trauerspiel!

Was ist besser? Ein Feuerzeug oder eine Sechskantmutter? Ein Besen oder ein Pappkarton? Ein Barometer oder ein Kilometer? Eine U-Bahn oder eine Straßenbahn?

wegen 2 Minuten Verzögerung

werden neue Fahrpläne für die Anschluss-Buslinien gedruckt ???
A Wahnsinn...

Schau dir mal an was da unten im forum los ist..
und das nur bei der ankündigung..

Wow.. ganze 2 bis 3 Minuten auf einer strecke von 20 Stationen für eine gewisse zeit und ein paar wollen gleich nach Nordkorea weil dort alles besser ist..

Habens euch eigentlich kollektiv ins Hirn fäkaliert oder hatte da jeder von euch einen einzelnen Termin?

untrue troll is untrue

Scroll Rad kaputt? geht auch mit der Leiste daneben.

Und das bei den besten Öffis der Welt (lt. Inseratenkampagne der Wiener SPÖ/GrünInnen

Da wurde doch in bunten Werbeseiten dargestellt, wie sich die Mitarbeiter der Wiener Linien jede Nach abmühen, die Infrastruktur, die Gleise etc. der Wiener U-Bahn in einem Top-Zustand zu halten etc.
Sauteure Werbung für die Rathausdiktatur, offenbar das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde.
Erinnert an den damaligen Ostblock: Wir haben die modernste Technik, alles bestens bzw. besser als der Westen.
In Wien auch: Wir sind die Besten, besser ist niemand etc.
Nur halt alles ein Schmarrn, blöde Werbung für bildungsferne und nichtdenkende Bevölkerungsteile. Wie sonst wäre das Wahlergebnis der letzten Wienwahl erklärbar, Grün und Rot - wie furchtbar für uns alle.

Neue Züge machen die alte Traktion schneller kaputt

Man merkt es besonders dann, wenn der Zug bei höheren Geschwindigkeiten extrem seitlich schaukelt, so daß man fast von der Bank fliegt. Diese neue Extrembelastung halten die seit Jahren vernachlässigte Gleise nicht mehr. Man muss sich aber fragen: wozu schnellere Züge kaufen, wenn die Traktion für sie nicht geeignet ist (ähnlich wie bei ÖBB).

Betrachten Sie es positiv!

Rote Bänke, gelbe Stangen und bei Topspeed beutelts einen durch, dass man sich fühlt wie im Prater im Tagata; nur ist die Fahrt viel länger und billiger.

Ubahnen haben hohe Betriebskosten. Die Sanierung dergesamten U4 dürfte 100 bis 200 Mio. € kosten. Dies sollte man beim Hoffen auf eine U5 bedenken.

Im Durchschnitt werden wir jetzt alle zwei Jahre eine U-Bahn-Sanierung haben, da das Grundnetz in dieses Alter kommt.

und bis da hin

ist alles paletti. keine schadhaften züge, keine gleisschäden, perfekt funktioniernde fahrgasinformationen.

Frage an Insider:

Nach unbestätigter Information soll das verordnete Langsamfahrgebot im Bereich Schottentor offiziell als Ursache überbeanspruchte Gleise haben. Inoffiziell soll aber tatsächlich das Jonas-Reindlgewölbe ein bisserl einsturzgefährdet sein, weshalb in diesem Bereich auch die oberirdisch fahrenden Ringlinien 1 und D, sowie 43 und 44 zwecks Vermeidung von Erschütterungen zum Bummeln gezwungen sind. Weiß jemand Genaueres?

Das würde offiziell natürlich sofort dementiert werden, aber ja du hast recht. Schottentor, Kennedybrücke usw. - alles stark baufällig. Ich möchte gar nicht so genau wissen, wo wir da täglich so oft drüberfahren...

Kennedybrücke

Dann sollten die Roten dem Wunsch der Schwarzen, die Brücke in otto-Habsburgbrücke umzubenennen, schleunigst nachkommen, weil dieser Einsturz das Gebilde der VP widerspiegelt.

WIN :D

das update gefällt mir.

die roten mauern was das zeugs hält.
und deren erfüllungsgehilfen der wiener linien auch.

nordkorea läßt grüßen.

die zwei minuten sind doch völlig egal..

gemessen an den anderen katastrophen, die diese linie tagtäglich produziert.

Statt Gleisreparaturen werden mehr Züge eingesetzt...

- eine Wiener Lösung.

Das kommt davon

dass die Wiener Linien mehr Geld in den Einbau und die Nachrüstung von Videoüberwachung investieren, als in den Erhalt der Gleisanlagen.

blödsinn.
die u1 Modernisierung um 100 mio. euro ist vier Wochen her. leidet das kurzzeitgedächtnis an der überwachungsparanoia?

u1 Modernisierung um 100 mio. euro

Irre, wie man es schafft, in 2 Monaten täglich mehr als 1,5 Mio. auszugeben. Beim U-Bahn-Neubau gibt man das maximal in 1 Jahr aus. Was kostet da soviel?

was soll der Blödsinn? als die U1 Saniert wurde, gabs ein riesen Geschrei

mit der u4 zu fahren heißt doch eh schon die ganzen letzten wochen und monate über warten und ärgern ..

jetzt fahren halt die sozis die stadtwerke an die wand.

so wie den konsum, ......................etc.

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