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Infrastrukturschäden im Wiener Untergrund: Nun hat auch die U4 ihre "Langsamfahrstellen".
Wien - In gerundeten 29 Minuten schafften es die Wiener U-Bahn-Fahrer bisher, Züge der Linie U4 von der einen Endstation zur anderen zu bewegen. Ab 1. Oktober werden sie für den Weg von Hütteldorf nach Heiligenstadt und umgekehrt jeweils etwas mehr als 31 Minuten brauchen.
Grund für die Fahrzeitverlängerung seien Schäden an der Infrastruktur, heißt es aus dem Umfeld der Wiener Linien. "Schotterstopfarbeiten" und sanierungsbedürftige Gleise ließen zwischen Hütteldorf und Karlsplatz auf vielen Abschnitten statt 80 km/h nur mehr eine maximale Geschwindigkeit von 60 km/h zu.
Aus dem Pressebüro der Wiener Linien heißt es dazu, dass verminderte Geschwindigkeiten höchstens "kurzfristig wegen Wartungsarbeiten angeordnet" würden. Eine generelle Fahrplanänderung will der Verkehrsbetrieb auf Nachfrage von derStandard.at nicht bestätigen - warum die Anpassungen ab 1. Oktober dennoch bereits in die öffentliche Fahrplanauskunft integriert wurden, werde intern geprüft.
Um die gewohnten Intervalle einhalten zu können, sind auf der U4-Strecke ab Montag mehr Garnituren als bisher nötig. Dadurch erhöhen sich auch die täglich gefahrenen Kilometer und die Personalstunden.
Wegen der modifizierten Ankunftszeiten ändern sich ab kommender Woche auch die Abfahrtszeiten einiger Anschlussverbindungen. Betroffen sind etwa die Autobuslinien 49A und 50B, deren letzte Abfahrtszeit um jeweils zwei Minuten nach hinten wandert. Weil deshalb entlang der gesamten Busstrecken neue Aushänge notwendig sind, gilt die U4-Fahrplanänderung im Unternehmen als mehr denn nur ein kurzfristiges Provisorium.
Zuletzt mussten die Wiener Linien in ihrem Netz vermehrt "Langsamfahrstellen" einrichten. Das betraf vor allem Straßenbahnlinien, auf denen wegen Gleisschäden abschnittsweise nur mehr Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. (Michael Matzenberger, derStandard.at, 27.9.2012)
Update, 29.9.2012: Die Wiener Linien haben nach der Veröffentlichung des Artikels die Änderungen ab 1. Oktober aus der Fahrplanauskunft entfernt. Längere Fahrzeiten werden nun ab 15. Oktober ausgewiesen. Auf Facebook dementieren die Wiener Linien die Richtigkeit der 60-km/h-Beschränkung. derStandard.at liegen schriftliche Aufzeichnungen vor, wonach die Höchstgeschwindigkeit auf fast allen Streckenteilen "im Abschnitt HF - KP" (Hütteldorf - Karlsplatz) ab 1. Oktober auf beiden Gleisen mit maximal 60 km/h festgesetzt wird.
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Wow.. ganze 2 bis 3 Minuten auf einer strecke von 20 Stationen für eine gewisse zeit und ein paar wollen gleich nach Nordkorea weil dort alles besser ist..
Habens euch eigentlich kollektiv ins Hirn fäkaliert oder hatte da jeder von euch einen einzelnen Termin?
Da wurde doch in bunten Werbeseiten dargestellt, wie sich die Mitarbeiter der Wiener Linien jede Nach abmühen, die Infrastruktur, die Gleise etc. der Wiener U-Bahn in einem Top-Zustand zu halten etc.
Sauteure Werbung für die Rathausdiktatur, offenbar das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde.
Erinnert an den damaligen Ostblock: Wir haben die modernste Technik, alles bestens bzw. besser als der Westen.
In Wien auch: Wir sind die Besten, besser ist niemand etc.
Nur halt alles ein Schmarrn, blöde Werbung für bildungsferne und nichtdenkende Bevölkerungsteile. Wie sonst wäre das Wahlergebnis der letzten Wienwahl erklärbar, Grün und Rot - wie furchtbar für uns alle.
Man merkt es besonders dann, wenn der Zug bei höheren Geschwindigkeiten extrem seitlich schaukelt, so daß man fast von der Bank fliegt. Diese neue Extrembelastung halten die seit Jahren vernachlässigte Gleise nicht mehr. Man muss sich aber fragen: wozu schnellere Züge kaufen, wenn die Traktion für sie nicht geeignet ist (ähnlich wie bei ÖBB).
Nach unbestätigter Information soll das verordnete Langsamfahrgebot im Bereich Schottentor offiziell als Ursache überbeanspruchte Gleise haben. Inoffiziell soll aber tatsächlich das Jonas-Reindlgewölbe ein bisserl einsturzgefährdet sein, weshalb in diesem Bereich auch die oberirdisch fahrenden Ringlinien 1 und D, sowie 43 und 44 zwecks Vermeidung von Erschütterungen zum Bummeln gezwungen sind. Weiß jemand Genaueres?
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