BMW begrenzt Zahl der Leiharbeiter

Autokonzern stellt in Deutschland 3.000 Zeitarbeiter ein und will laut IG Metall Zahl des Leihpersonals beschränken

München - BMW hat sich nach Angaben der IG Metall dazu verpflichtet, die Zahl der Zeitarbeiter im Konzern künftig zu begrenzen. Wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte, sei dies Bestandteil der umfassenden Vereinbarung, die der Autobauer mit dem Gesamtbetriebsrat geschlossen habe. BMW hatte bereits am Mittwoch erklärt, dass die Einigung zustande gekommen sei. Zu Einzelheiten äußert sich das Münchner Unternehmen allerdings weiterhin nicht.

Die Vereinbarung zieht einen Schlussstrich unter den jahrelangen Streit zwischen BMW und der Gewerkschaft über den Einsatz von Leiharbeitern. Nach Worten von Bayerns IG Metall-Chef Jürgen Wechsler wird BMW künftig die Leiharbeiterquote im Gesamtunternehmen auf acht Prozent begrenzen. Nach Gewerkschaftsangaben hatte die Quote in Spitzenzeiten an den deutschen Standorten bei über 15 Prozent gelegen. Zugleich werde BMW in Deutschland rund 3.000 Mitarbeiter einstellen, möglichst aus den Reihen bisheriger Leiharbeiter.

Allein in Leipzig soll die Belegschaft bis Ende 2013 um 700 Fachkräfte aufgestockt werden, vor mit Leiharbeitern, teilte der Leipziger BMW-Betriebsratschef Jens Köhler mit. An dem Standort war der Streit sogar vor Gericht ausgetragen worden. Nach der jetzt getroffenen Vereinbarung kann BMW Auftragsspitzen oder Einbrüche auch mit festangestellten Mitarbeitern besser abfedern. Zum Beispiel könnten Schichten und Pausen verkürzt oder verlängert werden. (APA, 27.9.2012)

Share if you care