Australien will Haie auch vorbeugend töten

Fünf tödliche Haiangriffen in einem Jahr - Die UN will hingegen die gefährdeten Hai-Bestände besser schützen

Canberra - Nach einer Reihe tödlicher Haiangriffe auf Schwimmer vor der Küste Australiens will die Regierung verstärkt gegen die Tiere vorgehen. Der Regierungschef des Bundesstaats West Australien, Colin Barnett, stellte am Donnerstag ein mit 6,85 Millionen australischen Dollar (5,5 Millionen Euro) dotiertes Programm zur Erforschung, Registrierung und Jagd von Haien vor. Fischereiminister Norman Moore sagte, künftig könne auch vorbeugend gehandelt werden, sollte sich "ein großer Weißer Hai" einem bevölkerten Strand nähern.

Das Programm sieht zwei Millionen australische Dollar für die Jagd und Tötung von Haien vor, dieselbe Summe wird jeweils für die Erforschung und Registrierung von Haien bereitgestellt. Dabei sollen die Tiere mit Peilsendern versehen werden, die im Fall eines Eintritts in besiedelte Gebiete die Alarmierung der Bevölkerung über die Medien ermöglichen. Der Rest der Mittel soll für zusätzliche Jet-Skis für die Rettungskräfte, einen Test von Schutzzonen und eine Smartphone-App zur Alarmierung im Fall von Angriffen verwendet werden.

Widerspricht Schutzplan der UN

Das widerspricht aktuellen Bestrebungen, die gefährdeten Hai-Bestände in den Weltmeeren besser zu schützen. Auf UN-Ebene wurde aktuell ein neuer Schutzplan beschlossen, der insbesondere dem Riesenhai und dem Weißen Hai helfen soll. Regierungsdelegierte aus mehr als 50 Ländern verabschiedeten zum Abschluss einer viertägigen Konferenz erst am Donnerstag in Bonn die neue Übereinkunft.

Das Papier sieht vor, Beobachtungen der Bestände zu verstärken, um einen gezielten Schutz zu ermöglichen. Haie werden entweder gezielt gefangen oder als Beifang mitgefischt. Regionale Umweltinitiativen sollen gestärkt und Vertreter der Fischindustrie einbezogen werden. Die Regierungen werden aufgerufen, enger zu kooperieren, um Überfischungen und anderen Bedrohungen zu begegnen. Auch dem noch oft praktizierten Abschneiden von Flossen auf hoher See soll begegnet werden.

Gemeinsame Absichtserklärung

Der Schutzplan bezieht sich auf sieben Arten: den Weißen Hai, den Riesenhai und den Walhai als besonders gefährdete Arten, daneben noch auf den Dornhai, Heringshai sowie den Lang- und Kurzflossenmako. Der Plan entstand im Rahmen eines globalen Schutzabkommens unter dem Dach der Vereinten Nationen, der Konvention zum Schutz Wandernder Tierarten (CMS). Sie wird nach ihrem Entstehungsort auch Bonner Konvention genannt. 2010 wurde auf ihrer Grundlage bereits die "Gemeinsame Absichtserklärung zur Erhaltung der wandernden Haiarten" vereinbart, deren Folge das neue Papier ist.

Australischer Regierungschef betont Schutz der Menschen

Innerhalb eines Jahres gab es vor den australischen Küsten fünf tödliche Angriffe auf Menschen, während sonst gewöhnlich nur ein Mensch pro Jahr einem Hai zum Opfer fiel. Experten zufolge hängt die Zunahme der Attacken mit dem Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Beliebtheit von Wassersport zusammen. (APA, 27.9.2012)

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5 lächerliche Haiangriffe in einem Jahr gegenüber ca, 100Mio.(!) getöteten Haien vom Menschen in einem Jahr (bsp. Shark Finning) => noch Fragen?

die Wahrscheinlichkeit von einer Kokosnuss erschlagen zu werden ist wesentlich höher als bei einer Haiattacke zu sterben. Daher fordere ich Roden aller Kokosnusspalmen sofort. Das Risiko ist zu hoch!!!

Liebe Haie...

Ich finde, man sollte sich einfach einmal ganz vorurteilsfrei mit den Haien an einen Tisch setzen und das Ganze ausdiskutieren. Wer sagt denn z.B., dass Haie da ständig im Meer herumschwimmen müssen, wo doch die Ohne-Flossen-Tiere so gerne auf ihren Surfbrettern darin herumtreiben? Ein vernünftiger Hai muss das schon verstehen können: das Meer ist nicht groß genug für uns alle. Deshalb muss einer gehen.

AUSTRALIEN VORBEUGEND BOYKOTTIEREN!

Weltweite Handelssperre, Einreiseverbot, Diplomatenabzug usw.
Innerhalb von 2 Tagen würde der Hai dort unten zum Wappentier avancieren.

Und China und Japan am besten gleich mitnehmen...

Weils zum Thema passt (und es mMn einer der besten Dokumentarfilme ist) empfehle ich euch Sharkwater.

„Lassen wir die Kirche im Dorf: Das ist letztlich nur ein Fisch“, so Barnett wörtlich.

Der Mensch ist letztlich auch nur ein Lebewesen wie jedes andere, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Mensch den Planeten zerstört...

Das einzig wirkliche Problem auf unserem Planeten ist der Mensch selbst...

Treffen sich zwei Planeten:
- Wie gehts Dir ?
> Schlecht !
- Wieso ?
> Ich habe Homo Sapiens ....
- Kenn ich .... Mach dir nix .... Das geht vorbei .....

Merkt jemand den Unterschied?

Menschen wollen Haie VORBEUGEND töten, weil sie sich von Ihnen bedroht FÜHLEN.

Haie töten Menschen IN EINZELFÄLLEN, weil sie von Ihnen bedroht WERDEN.

Ein Hai wird von einem Surfer bedroht?

Ein Hai der sich bedroht fühlt macht sich aus dem Staub.

sich aus dem staub zu machen ist unter wasser ganz schön schwer

26 milionen haie die von menschen jährlich getötet werden schaffen das nicht.

Man sollte denken, dass der Menschen klug genug ist um zu verstehen, dass er wenn er in Harmonie mit anderen Lebewesen und der Natur lebt, auch er seine Vorteile daraus ziehen kann...

Der Mensch ist intelligent - aber nicht klug...

… wozu er aber sichtbar nicht fähig ist.

Das ist gut so! Nicht zuletzt, weil Hai sehr zartes Fleisch hat und grätenfrei ist. Schmeckt gar köstlich!

In der Diskussion

um die Abschaffung der roten und grünen Stricherl meinte PosterIn Susanne_B: "Das Problem ist: beim stricherln findet keine Diskussion statt. Es gibt keine Argumente- nur stricherln! Die sind wenig konstruktiv und aussagekräftig."

Es tut mir schrecklich leid, aber über ein so inferiores Posting mag' ich wirklich nicht diskutieren - man soll ja auf seine Gesundheit achten. Habe Ihnen deshalb anstelle dessen Rot gegeben.

also schmecken tut es nach gar nichts, sondern du schmeckst nur die Gewürze. Es geht höchstens um die Konsistenz. Grätenfrei, zäh, faserig....
Verstehe nicht warum man Raubfische isst. Man isst ja auch keine Löwen, Hunde, Katzen....also Tiere am Ende der Nahrungskette.
Kann mich an eine kleine Episode aus meiner Jugend erinnern. Hai beim Griechen mußte mir später noch mal durch den Kopf.

Die Haie sagen, Menschen schmecken nach Hühnchen, und das ist gut so.

so ein schwachsinn!
haifleisch schmeckt ohne gewürze nacht gar nichts..

Gut, dass Sie mir Das sagen. Andere Lebensmittel bereitet man ja üblicherweise auch ganz ohne Gewürze zu!

andere lebensmittel schmeißt man auch nicht mit abgeschnittenen flossen zurück ins wasser...

Früchte brauche ich nicht zu würzen...........

an den knorpeln kann man sich die zähne ausbeissen,

das testosteron im fleich männlicher haie beeinflusst die lebenserwartung negativ

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