Stronach will "in die Geschichte der Welt eingehen"

  • Stronach: "Der 27. September 2012, da bin ich sicher, das ist ein sehr wichtiger 
Tag, der in die Geschichte Österreichs eingehen wird und der auch in die
 Geschichte der Welt eingehen wird."
    foto: apa/robert jaeger

    Stronach: "Der 27. September 2012, da bin ich sicher, das ist ein sehr wichtiger Tag, der in die Geschichte Österreichs eingehen wird und der auch in die Geschichte der Welt eingehen wird."

Das Credo des Neo-Politikers: "Die Wirtschaft, die Wirtschaft, die Wirtschaft"

Wien - Frank Stronach macht nun wirklich Ernst. Der Milliardär und Magna-Gründer hat am Donnerstag seine Partei namens "Team Stronach" in einer Pressekonferenz nun auch offiziell präsentiert. Von diesem Schritt erwartet er sich Bedeutendes weit über die Grenzen hinaus: "Der 27. September 2012, da bin ich sicher, das ist ein sehr wichtiger Tag, der in die Geschichte Österreichs eingehen wird und der auch in die Geschichte der Welt eingehen wird."

Stronach präsentierte sich und seine Partei in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn bei sehr großem Medienandrang. Der Parteigründer hielt sein Grundsatzstatement frei redend und im Ton bedacht. Stronach war auch bemüht, jegliche Form von Abgehobenheit zu vermeiden: "Ich bin ein Mann des Volkes."

Wirtschaft

Auch das Image als Euro-Gegner versuchte der Milliardär abzustreifen: "Ich bin für ein starkes Europa." Zudem hielt Stronach fest, in keiner Weise radikal zu sein, sondern "sehr sachlich". Als sein Credo nannte er: "Die Wirtschaft, die Wirtschaft, die Wirtschaft." Wenn die Wirtschaft nicht funktioniere, funktioniere gar nichts.

Stronach vergaß freilich auch nicht persönliches in seine Rede einzubringen. Der heutige Milliardär berichtete von Zeiten, in denen er gehungert habe, aber auch vom Zweiten Weltkrieg, der bis nahe an seinen Heimatort herangekommen sei. Für seinen späteren beruflichen Werdegang zeigte sich Stronach dankbar und berichtete, dass er auch jetzt noch gerne in den Wald gehe, sich auf einen Stein oder einen Baumstumpf setze und dort ein leises Gebet spreche.

Gewissen

Sein Engagement begründete der Parteigründer damit, dass sein Gewissen ihm gesagt habe, dass er Zeit in dieses Projekt investieren solle. Er wolle, dass es in Österreich künftig weniger Politik, dafür mehr Wahrheit, Transparenz und Fairness geben möge.

Neues Personal präsentierte Stronach am Donnerstag nicht. Am Stehtisch des Teams Stronach zeigten sich lediglich die schon bisher bekannten Mitglieder wie der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer (Ex-SPÖ), drei ehemalige BZÖ-Mandatare sowie die Tochter der ehemaligen Innenministerin Liese Prokop, Karin Prokop, und der frühere SPÖ-Nationalratsabgeordnete Christian Faul. (APA, 27.9.2012)

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