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Blackberry Balance erlaubt das Switchen zwischen privatem und beruflichem Modus
Wie der WebStandard am Mittwoch berichtete, wurden Details zu RIMs geplantem Blackberry 10 Betriebssystem bekannt. Im ersten Quartal 2013 soll RIM das neue System auf den Markt bringen. Bereits vor Monaten hat RIM-Manager Paulo Baptista im Interview mit dem WebStandard erklärt, dass Blackberry 10 eine Revolution und keine Evolution des bestehenden Blackberry-Systems sei.
Bei einer Konferenz in San Jose hat RIM-Chef Thorsten Heins Details zur neuen Software bekanntgegeben. Die ersten Tech-Medien hatten bereits Gelegenheit das System kurz kennenzulernen. Laut The Verge ist Blackberry 10 ein Mix aus Interkationsdesigns verschiedener Geräte und unterscheidet sich auch von den ersten Versionen, die im Mai präsentiert wurden.
Das Gerät, mit dem RIM sein neues System vorgestellt hat, ist ein Dev Alpha B, allerdings wird zum Launch des neuen OS ein anderes Flaggschiff erwartet. Eines der ersten Geräte soll eine Abwandlung der BlackBerrys aus der L-Serie werden. Neue Elemente von Blackberry 10 hat The Verge im neuen System als "sehr interessant" bezeichnet.
Wie am Mittwoch schon bekannt wurde, gibt es die Möglichkeit, das Blackberry-10-Gerät mittels Wischen von oben nach unten aus dem Schlafmodus zu wecken. Die Betätigung eines Power-Knopfs ist damit obsolet. Im Lock Screen kann die Kamera direkt betätigt werden und die Notifications eingesehen werden. Ganz neu sind diese Konzepte allerdings nicht, denn LG hat ein ähnliches System, um ein Handy "zu wecken" und der Kameramodus kann in iOS ebenfalls aus dem Sperrbildschirm geöffnet werden.
Auf dem Startbildschirm sind acht aktive Frames zu sehen, die die aktuell laufenden Apps anzeigen. Diese können dort einfach geschlossen werden. Rechts davon ist der herkömmliche Screen mit den Icons der Apps. Die Seiten können mit Wischen von unten nach oben umgeblättert werden. Direktes Switchen zwischen Apps mittels Wischen zur Seite, das man aus vorigen Versionen von Blackberry kennt, ist nicht mehr möglich, jegliche "Seiten-Gesten" wurden abgeschafft. Je nach Kontext bringt das Wischen von oben nach unten ein Menü zum Vorschein. Bis auf den "Blackberry Hub" kennt man diese Methoden von anderen mobilen Betriebssystemen.
In diesem "Blackberry Hub" vereint RIM sämtliche Nachrichten, die eingehen. Emails, Twitter-Nachrichten, Facebook Messages und LinkedIn Nachrichten. Zugleich ist der Hub eine Art Notification Center, das von anderen Apps genutzt werden kann, anfangs allerdings nur eingeschränkt. Mit einer verkehrten L-Geste ist der Hub von überall aus erreichbar. Mit "Blackberry Balance" hat RIM noch ein System geschaffen, das es erlaubt, das Handy in einem privaten oder beruflichen Modus zu nutzen. Im Business-Modus können beispielsweise verschiedene Apps gesperrt sein. In diesem Modus laufen die Apps auch in einem gesicherten Modus, der es beispielsweise verbieten kann, Copy & Paste durchzuführen. Gleichzeitig können aber Apps im privaten Modus gestartet werden.
Laut RIM sollen aber noch einige weitere Features dazukommen, über die im Moment noch nicht gesprochen wird. RIM versucht mit dem neuen Betriebssystem einen Neustart und will jetzt vor allem Entwickler ansprechen, die Apps für das neue System programmieren, um mit einer großen Anzahl an Apps auf den Markt gehen zu können. (red, derStandard.at, 27.9.2012)
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