Facebook muss Brasilianerin wegen gefälschten Profils entschädigen

  • Facebook argumentierte in dem Verfahren, dass nicht sein brasilianischer
 Zweig, sondern das US-Mutterhaus für den Fall zuständig gewesen sei
    foto: apa

    Facebook argumentierte in dem Verfahren, dass nicht sein brasilianischer Zweig, sondern das US-Mutterhaus für den Fall zuständig gewesen sei

Internetnetzwerk löschte persönliche Daten und Fotos nicht

Weil Facebook ein gefälschtes Profil mit Fotos und persönlichen Daten einer Brasilianerin trotz Aufforderungen lange Zeit nicht entfernte, muss das soziale Internetnetzwerk der Frau umgerechnet 1.200 Euro Entschädigung zahlen. Nadya Pereira Justino habe "psychische Schäden" durch den Missbrauch ihrer Bilder erlitten, urteilte ein Gericht in Brasília am Mittwoch. Der brasilianische Zweig von Facebook sei hierfür verantwortlich. 

Mutterhaus sei verantwortlich

Sie habe das gefälschte Profil unmittelbar nach dessen Entdeckung gemeldet, sagte Pereira Justino einem brasilianischen Onlineportal. "Ich habe alles gemacht, was sie von mir wollten, habe ihnen einen Identitätsnachweis und meine Steuernummer geschickt, aber sie haben das Profil erst gelöscht, als ich rechtliche Schritte eingeleitet habe", führte sie aus. Facebook argumentierte in dem Verfahren, dass nicht sein brasilianischer Zweig, sondern das US-Mutterhaus für den Fall zuständig gewesen sei, was das Gericht jedoch nicht gelten ließ. (APA, 27.9.2012)

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