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Roger Willemsen und Michael Niavarani waren Dienstag zu Gast bei Grisse- und Stermann (Bild).
Mit dem Alter kommt die Bescheidenheit. Wenn Kopf- und Körperhaare Abschied nehmen, muss man loslassen können. Keiner weiß das besser als Roger Willemsen, Autor, Zettelsammler, Jazz-Fan und Gast in der vorgestrigen Ausgabe von "Willkommen Österreich", der sein "kompostierendes" Altherrenselbst mittlerweile gewähren lässt.
An seiner Seite nahm Michael Niavarani Platz, der uneitel auf ein eigenes Sendeformat im "Nullmedium" Fernsehen verzichtet, sogar trotz solcher medialer Hoffnungsschimmer wie dem "Wohlfühlsender ORF eins". Herr Niavarani findet nämlich, wer sich selbst liebe, sei nicht komisch.
Was wiederum nicht ganz zusammengeht mit seinem delikaten Geständnis, dem man entnimmt, dass er sich selber doch gern haben muss, zumindest in den Stunden, die er auf dem "Masturbationssofa" Zeit mit sich verbringt. Manche Menschen haben das mit der Demut noch nicht ganz verstanden. Solchen Bäckereifachverkäuferinnen und anderen "existenziellen Schräglagen" hilft Roger Willemsen netterweise auf die Sprünge, indem er beim Semmelkauf Bonmots aus dem "Schreibmaschinenlehrbuch" zum Besten gibt, etwa: "Viktor, bringe dieses Holz nach Xanten" - auf dass das folgende "Deutungsdelirium" bei den Delirierenden einen "Effet" generiere.
Apropos ältere Semester: Nicht ganz so demütig zeigt sich in Grissemanns Lesart Frank Stronach, dessen Endziel die Umbenennung Österreichs in Frank-Reich ist. Zu erreichen gedenkt der Heimkehrer dies mit seinem aus dem Exil importierten, leicht abgewandelten Slogan "Vom Tellerwäscher zum Militär". Sei so frank - solche Männer braucht das Land! (Eva Biringer, DER STANDARD, 27.9.2012)
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willkommen österreich ist mittlerweile leider aus- und abgelutscht. der einzige grund es anzusehen, das einzige wahrlich sehens- und hörenswerte daran war der wie immer brilliante roger willemsen! ich freue mich auf den 6.10. im rabenhof!
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