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Der Referenzzins Libor wird neu organisiert, wohl ohne Mitwirkung des britischen Bankenverbands. Die Aufsicht stellt am Freitag die Reform vor. Mails aus der Großbank RBS zeigen das Ausmaß der Libor-Manipulation.
London/Wien - Der Weg für die Neuregelung des wichtigen Referenzzinssatzes Libor ist geebnet. Die British Bankers' Association (BBA) sei bereit, die Macht über die Libor-Setzung abzugeben, sagt sie in einer Aussendung. Damit könnte eine neue Institution oder eine staatliche Behörde mit der Ermittlung des wichtigen Zinssatzes betraut werden. Schon am Freitag plant die Regierung, eine neue Regelung bekanntzugeben. Martin Wheatley, Geschäftsführer der britischen Finanzaufsicht FSA, wird dann die Ergebnisse der Untersuchung zur Libor-Reform vorstellen, die von der britischen Regierung eingeleitet wurde.
Doch wie genau der wichtige Zinssatz reformiert werden soll, ist noch unsicher. Die Regulatoren wünschen sich, dass der Zins nicht mehr allein auf einer Umfrage basiert, sondern aufgrund echter Interbankengeschäfte festgesetzt wird. Erst dann könne man Manipulationen ausschließen. Ökonomen warnen, dass dieses Problem schwierig zu lösen sei. Gerade in Krisenzeiten würde es kaum "echte" Transaktionen geben, die man beobachten könne, um damit einen Interbankenzins zu ermitteln. Mehr als 280 Billionen Euro an Derivaten und Krediten hängen vom Wert des Interbankenzinses ab.
Küsse für Zinsen
Klar ist aber für die Aufsicht, dass die Manipulationen ein Ende haben müssen. Die britische Bank Barclays wurde von britischen und US-amerikanischen Aufsichtsbehörden mit einer Strafe über 360 Millionen Euro bestraft. Auch die - heute staatliche - Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) soll kräftig am Zinsrad gedreht haben und ist eine von mehr als ein Dutzend Großbanken, gegen die von Regulatoren ermittelt wird.
Neue Instant-Messaging-Nachrichten, die der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegen, belegen eine laufende Kollaboration zwischen verschiedenen Händlern von Banken wie RBS und Deutsche Bank, aber auch Hedgefonds. Ein RBS-Banker, der gefeuert wurde und seinen Arbeitgeber dafür klagte, drängte etwa einen Kollegen des Geldmarkt-Teams: "Die ganze Hedgefondsbranche wird dich küssen (...), wenn der Libor nach unten geht." In einer anderen Nachricht heißt es: "Es ist nun ein Kartell in London." Das will die FSA künftig verhindern. (sulu, DER STANDARD, 27.9.2012)
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kommen die EU-Verantwortlichen und die empörten Landespolitiker drauf beim Benzin ist das ja genauso und dann wird ermittelt und die Manipulatoren bekommen eine saftige Strafe die irgendeine staatsnahe Organisation einstreift und die Rechnung haben wir, die Kunden bezahlt.
Dann fährt der Zug weiter und fährt er vorbei bei den Telefonpreisen und dann bei den Strompreisen und.........................
jeder hühnerdieb wird zur wiedergutmachung des schadens verpflichtet.
warum eigentlich in diesem fall nicht ?
die läppische strafe zahlt der verein doch aus der portokasse.
also:
verbrechen lohnt sich doch.
zumindest für manche, auch wenn sie erwischt werden.
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