Kim Dotcom teasert Musik-Service MegaBox mit Video an

  • MegaBox soll bald kommen. Kim Dotcom kann es laut Twitter selbst kaum erwarten.
    screenshot: derstandard.at

    MegaBox soll bald kommen. Kim Dotcom kann es laut Twitter selbst kaum erwarten.

Exklusive Musiker, Accounts für Künstler, Sentimentanalyse: Alles ohne Umweg über Labels

Mit einem eigens kreierten Teaser-Video hat Kim Dotcom das Making Of von MegaBox online gestellt. Der Musikdienst soll bald gelauncht werden. Ein konkretes Datum gibt es nicht, allerdings lässt Dotcom über Twitter immer wieder verlautbaren, dass es bald soweit sei.

Radiohead als möglicher Content-Pionier bei MegaBox

Mit den Worten "This is what they don't want you to have" stichelt der gebürtige Deutsche gegen Contentfirmen, die er auch auf Twitter immer wieder anprangert. Das Video zeigt Programmierer, die vor einer offenen MegaBox-Seite sitzen. Viel ist im Video nicht zu erkennen, allerdings zeigen sich in manchen Frames Bilder von Radiohead-Alben. Dazu gibt es scheinbar für Musikstücke eine Sentimentanalyse. Anscheinend wird es auch Charts auf der Seite geben.

Exklusive Inhalte für MegaBox

MegaBox soll eine Plattform für Künstler und Konsumenten werden, auf der Musiker ihre Inhalte direkt verkaufen können ohne den Umweg über große Labels oder Vertriebe zu gehen. MegaBox bietet deshalb zwei Sorten von Accounts: Für Künstler und für jene, die nur konsumieren. Weiters soll es auch exklusive Inhalte nur für MegaBox geben. Im Video erkennt man Will.i.am und die Black Keys dazu als Partner. Ob das nur repräsentative Screenshots sind oder die Plattform tatsächlich mit diesen Künstlern starten wird, ist noch nicht klar. Auf mobilen Plattformen wird der Service ebenfalls verfügbar sein.

Vorgeschichte

Kim Dotcom wird beschuldigt, Urheberrechtsverletzungen im großen Stil mit seinem Hosting-Service MegaUpload begangen zu haben. Die USA haben einen Auslieferungsantrag an Neuseeland gestellt, wo Dotcom mit seiner Frau und seinen Kindern lebt. Über die Auslieferung wird erst im März 2013 entschieden. Mittlerweile wurde die im Jänner stattgefundene Hausdurchsuchung von einem neuseeländischen Gericht als unrechtmäßig bezeichnet, weitere Ermittlungsfehler bzw. Vorgehenspannen rückten ins Tageslicht.

Das Video des Teasers ist auf YouTube zu finden:

 

(red, derStandard.at, 26.9.2012)

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