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Das Berliner Ensemble ergreift Partei für die Musikerinnen der Punkband "Puuy Riot"
Die Möbelkette Ikea hat ein Bild von vier Jugendlichen mit Strumpfmasken im Stil der Polit-Punkband Pussy Riot von ihrer russischen Webseite gelöscht. Die mutmaßlichen Unterstützer der Musikerinnen hatten sich laut einem Bericht des "Wall Street Journals" bei einer Werbeaktion des Unternehmens auf Ikea-Möbeln ablichten lassen. In einer Abstimmung der Nutzer erreichte das Bild den ersten Platz.
"Wir wollen nicht zulassen, dass unser Werbeprojekt als Ort für Agitation jedweder Art ausgenutzt wird."
Anstelle des Fotos war am Mittwoch nur noch eine Erklärung des Unternehmens zu sehen: "Ikea ist eine wirtschaftliche Organisation, die unabhängig von Politik und Religion arbeitet. Wir wollen nicht zulassen, dass unser Werbeprojekt als Ort für Agitation jedweder Art ausgenutzt wird."
Protest
Das "Wall Street Journal" berichtete, das Foto sei bereits am Freitag von der Seite entfernt worden. Drei Frauen der russischen Punkband Pussy Riot waren im August zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden, weil sie in einer Kirche gegen Präsident Wladimir Putin demonstriert hatten. Ihre farbigen Sturmhauben sind zum Symbol des Protests geworden. Ikea betreibt in Russland 14 Ikea-Einrichtungshäuser. (APA/dpa, 26.09. 2012)
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Denn zurzeit ist es schwierig geworden, sich in solchen Fällen irgendwie zu äußern: irgendjemand trifft man immer...
Wenn man den Auftritt der "Pussis" als Lappalie abtun will, muss man sich auch ähnlich im Fall des unsäglichen "Mohammed-Filmchen" verhalten.
Nimmt man die Religiöse Gefühle der Muslime ernst, stellt sich die Frage, warum man es bei den Orthodoxen Christen nicht auch verlangen darf.
Wie hat es Volker Pispers so treffend formuliert?!
"Moslems! Leute, die ihre Religion ernst nehmen. Unvorstellbar für einen Katholiken!"
Die "Pussis" kalkulierten knallhart: Kirche musste es sein! Hätten sie es vor dem Mausoleum auf dem Roten Platz gemacht, hätt's keine alte Sau interessiert und sie wären heute völlig unbekannt bei Kindern.
Mir wär am liebsten, man nimmt auf gar keine religiösen Gefühle Rücksicht. Leider werden religiöse Muslime, die sich beleidigt fühlen, dann gerne auch gewalttätig (natürlich nicht alle, es hat auch viele friedliche Proteste gegeben). Anstatt da aus Furcht zu kuschen und religiöse Gefühle mit Samthandschuhen anzufassen, wär's besser diesen Menschen zu verklickern, dass Gewalt als Antwort auf verletzte religiöse Gefühle einfach nicht akzeptabel ist.
Das hat Pispers auch mal gesagt, aber nur sinngemäß in einem anderen Zusammenhang. War doch was mit Arztpraxen in einer xbeliebigen deutschen Innenstadt.
"Man kann hinspucken wohin man will, das Schild einer Arztpraxis trifft man immer ..."
( www.youtube.com/watch?v=iF99Gt1DNC0 )
So sehr ich den Pussy Riot Skandal auch verurteile, ich kann die Entscheidung von Ikea durchaus nachvollziehen.
Ein Unternehmen solcher Größe kann es sich nicht erlauben in irgendeiner Form politische Stellung zu beziehen und falls doch, dann sollte dies aus eigenen Stücken heraus geschehen und nicht aufgrund eines Userbildes.
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