Fu Hu wird nach China transportiert

  • Ab in die Box. Austro-Chinese Fu Hu muss Österreich verlassen.
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    foto: apa/tiergarten schönbrunn/norbert potensky

    Ab in die Box. Austro-Chinese Fu Hu muss Österreich verlassen.

In der Nacht auf den siebten November fliegt er über Amsterdam in seine neue Heimat

Wien/Peking - Panda und Zoo-Liebling Fu Hu muss Abschied vom Tiergarten Schönbrunn nehmen. In der Nacht auf siebten November beginnt für das kleine Fellknäuel die Reise nach China. Die Pfleger machen den "Glücklichen Tiger" bereits jetzt Schritt für Schritt mit seiner Transportkiste vertraut.

"Wir belohnen ihn mit Karotten oder Süßkartoffeln, wenn er in die riesige Holzkiste geht. Auch Teile der Bambusrationen werden nun regelmäßig in der Kiste angeboten. Ziel ist es, dass er sich darin wohlfühlt", sagt Panda-Pflegerin Renate Haider.

Langsam an Transportbox gewöhnen

Wenn sich Fu Hu langsam an die Box gewöhnt hat, wir diese zu Trainingszwecken zugemacht und samt Panda aufgehoben, um die Transportsituation zu simulieren. Der Tiergarten greift dabei auf die Erfahrungen vom Transport von Fu Hus Bruder Fu Long zurück. "Der Transport von Fu Long war völlig problemlos. Er war während der ganzen Zeit sehr entspannt, hat Bambus gefressen und geschlafen", sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Fu Hu soll ebenfalls in die Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia gebracht werden, dort lebt auch Bruder Fu Long. Die beiden sind sich allerdings noch nie begegnet und sollen auch in Zukunft getrennte Unterkünfte bewohnen.

Pflegerin bleibt einige Wochen in China

Die Reise des zweijährigen Zoo-Lieblings erfolgt über Amsterdam - von dort fliegt er nach Chengdu. Die letzten Kilometer wird er gefahren. Auf der Tour wird der Pandabär von seiner Pflegerin Renate Haider, Kuratorin Eveline Dungl und Zootierarzt Thomas Voracek begleitet, die Pflegerin bleibt während der Eingewöhnungsphase einige Wochen in China.

Die Verträge mit der Volksrepublik China sahen von Beginn an vor, dass Fu Hu Schönbrunn verlassen muss. Im Alter von zwei Jahren verlassen Jungbären auch im Freiland ihre Mütter, die Zeit sei reif dafür, betonte Schratter. "Man merkt auch, dass seine Mutter Yang Yang von seiner verspielten Art schon etwas genervt ist." In China soll Fu Hu später selbst für Nachwuchs sorgen. (APA, 26.9.2012)

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