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Jolla fürchtet sich nicht vor Google und Apple.
Jussi Hurmola, CEO des von zwei Ex-Nokia-Mitarbeitern gegründeten Unternehmens Jolla Mobile, hat in einem Interview mit GigaOM angekündigt, dass das erste Smartphone auf MeeGo-Basis noch 2012 präsentiert werden soll. Das Linux-basierte Betriebssystem war einst vom finnischen Handyriesen mitentwickelt und nach dem Umstieg auf Windows Phone fallen gelassen worden.
Das Vorhaben von Jolla ist ausgesprochen ambitioniert. Die MeeGo-Plattform soll zu einem kompletten Ökosystem erweitert und damit zu einer Alternative für Android, iOS und Co. werden. Neben nativen Apps soll das System auch Android-Programme ausführen können.
MeeGo erhält für den Phone-Release ein eigenes, neugestaltetes Interface und besondere Funktionalitäten. Hurmola möchte "weg vom Schema des Öffnen und Schließen von Applikationen", das er als veraltet betrachtet. Stattdessen soll das Smartphone als individualisierbares Gerät Kalender, Nachrichten und andere Funktionen vereinen, um Konzepte wie Familien zu integrieren.
Das MeeGo-Umfeld soll auch mit anderen Geräten angereichert werden. Hurmola ist diesbezüglich auch auch offen gegenüber Co-Branding um "eine größtmögliche Welle zu erzeugen". Es wird bereits mit potenziellen Partnern verhandelt, in China soll der Telefon-Distributor DPhone schon an Bord sein.
Vor Konkurrenz durch Projekte wie OpenWebOS, Tizen oder Firefox OS fürchtet man sich nicht. Im Gegenteil: Man will mit MeeGo einen Weg Richtung Cross-Plattform-Kompatibilität einschlagen. Angesprochen darauf, dass es mit iOS und Android nur zwei große Player am Markt gibt, meint Hurmola mit Verweis auf Palm und RIM: "Diese Sorte Wettbewerb ist immer ein Zwei-Pferde-Rennen. Diese Pferde wechseln aber."
Wichtig für MeeGo wäre ein schneller Erfolg von HTML5, was viele Kompatibilitätshürden eliminieren würde. Bei Jolla ortet man jedoch, ohne Namen zu nennen, entgegengesetzte Interessen mancher Akteure, da dies den Herstellern einen Teil der Kontrolle über ihre mobilen Plattformen entziehen würde. (red, derStandard.at, 26.09.2012)
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Ich wage zu bezweifeln, dass in Europa oder Nordamerika dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt sein wird. In Asien wird die Sache schon anders ausschaun. Das Problem dass ich in Europa sehe ist einfach dass das Boot schon übervoll ist. Ich selber benütze ein Gerät mit Android 4.0.4 und bin sehr zufrieden finde aber jetzt nicht dass Android unbedingt besser ist als WP oder iOS. Ich glaube, dass ohne große Unterstützung der Handy Provider da nix gehen wird und da gibt's sogar bei WP Probleme obwohl MS prall gefüllte Kassen hat und eine Lobby besitzt. Das N9 hab ich leider noch nie ausprobieren können.
Nur um da einiges zu korrigieren: Das N9 ist kein MeeGo-Gerät. Es hat mit MeeGo nur das Qt-Framework gemeinsam. Das Betriebssystem des N9 ist Maemo 6. (Es war eine Ausnahmegenehmigung notwendig, um es aus Marketinggründen MeeGo nennen zu dürfen.)
Jolla verwendet als Betriebssystem nicht MeeGo, sondern Mer.
Was Sie hier loben ("flüssig, logisch, fesch") ist das User Interface, nicht das Betriebssystem. Das war schon beim N9 eine closed source Eigenentwicklung von Nokia und hatte mit den damaligen MeeGo-Plänen nichts zu tun. Es gibt keinen Hinweis darauf, daß Jolla irgendetwas davon übernehmen wird oder übernehmen darf.
Hm... Diesen Satz verstehe ich nicht ganz.
Wenn MeeGo auf Qt/QML setzen soll: wieso ist HTML5 so wichtig? Bei MozillaOS verstehe ich es. Auch bei Tizen: aber wieso ist MeeGo auf HTML5 angewiesen?
Das N9 hat schwächen wie Copy Paste in Email aber die Bedienung wo alles über wischen erlededigt wird dagegen ist Ipohne und Android absolute Steinzeit. Ebenso ist das Multitasking vom N9 perfekt umgesetzt besser gehts nicht. MeeGo hat minimale Kinderkrankheiten aber es ist modern und spioniert einen nicht aus.
deswegen hoffe ich stark auf Jolla. Hoffe nur dass sie eine N9 ähnliche Hardware hinbekommen, denn die Verarbeitung vom N9 ist wirklich top (mehrmals runtergefallen, ein Bekannter hats mit seiner Zig fast mal zerschmolzen, etc - und läuft noch immer so gut wie am ersten tag).
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