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Mit Raimund Korner geht eine Institution des Wiener Öffi-Verkehrs in Pension - siehe auch das Interview: "Die Mutter hat mir eine Schallende verpasst".
Vielen zauberte er in stressigen Rushhour-Momenten ein Schmunzeln ins Gesicht, andere fühlten sich von seinen launigen Kommentaren gar belästigt. Die Rede ist von Raimund Korner, der mit seinen Durchsagen den Wiener U-Bahnalltag um eine humorvolle Note bereicherte. Nach 39 Jahren als Fahrer bei den Wiener Linien versieht er am 26. September seinen letzten Dienst und geht dann in Pension.
Natürlich nicht, ohne sich von seinen Fahrgästen gebührend zu verabschieden. So verkündete er am Mittwoch kurz vor 8 Uhr während einer U4-Fahrt zwischen Hietzing und Schönbrunn: Er wolle nur kurz das "morgendliche Idyll stören" und den Fahrgästen mitteilen, dass heute sein letzter Diensttag sei. Nun könnten also alle aufatmen, die ihn nie gemocht hätten.
Kurz vor der Station Meidlinger Hauptstraße meldete er sich erneut zu Wort. Denn man solle ja nicht glauben, dass er schon alles gesagt habe. Korner bedankte sich bei allen Fahrgästen für ihre Geduld und sprach die Hoffnung aus, dass die U-Bahngäste mit seinen Kollegen auch in Zukunft freundlich umgehen werden. Er schloss mit einem Erich-Kästner-Zitat: "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."
Die Wiener Linien erklärten auf Anfrage von derStandard.at, dass es keine offizielle Verabschiedung für Korner geben werde. "Er wollte sich lediglich über sein Medium, den U-Bahnlautsprecher, verabschieden", sagte Pressesprecher Dominik Gries. Und dem leiste man Folge, auch wenn es sich um eine "Institution" im Wiener Öffi-Verkehr handle. (mob, derStandard.at, 26.9.2012)
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den anderen fahrgästen und mir hat er einmal am 24. dezember, auf seine unverkennbare Art, zu weihnachten gratuliert. das war ein einzigartiges erlebnis (warum eigentlich?) und ich habe es sehr nett gefunden.
sonst kenne ich seine durchsagen leider nur von mitschnitten.
wünsche herrn korner alles beste für seine wohlverdiente pension.
"zurücktreten bitte" bekommt da gleich eine ganz neue bedeutung ;-)
Fahre zu selten U Bahn, aber ein paar mal durfte ich ihn hören und es war immer belustigend. Vorallem muss man bedenken, dass er zumeist ja spontan auf Situationen reagierte und das hatte schon zeitweise eine gewisse herausragende Qualität. Und diesen Zynismus schätze ich sehr....
Der Typ war eine einzige Zumutung. War immer genervt, wenn er wieder einmal seine halblustigen, teilweise auch beleidigenden Sprüche losgelassen hat. ("Es ist eine Frage der Intelligenz ..." dies und jenes zu tun oder nicht zu tun.)
Den Call-Boy auf Ö3 kann ich abschalten, Durchsagen in der U-Bahn nicht. Und Dichtung auf dem Niveau von Wolf Martin ist auch nicht das meine.
in den Ruhestand gegangen, was haben wir alle gelacht über Ihre ideenreichen-launig-originellen Sprüche. Sehr, sehr schade! Ich wünsche Ihnen alles Gute und genießen Sie Ihre Pension, jung genug sind Sie ja noch, der Welt einen Haxen auszureißen. ;o)
Liebe(r) Hui Buh,
ich finde Ihre Postings wohltuend, Sie scheinen gut informiert zu sein, zumindest recherchieren Sie sehr gut. Das kontrastiert so angenehm zu den wütenden Neidern (nicht auszuschließen, daß er oder sie selbst einmal hilfreiche Tips für richtiges Verhalten von Herrn Korner erhalten haben), die mit Schaum vor dem Mund ihren Haßtiraden freien Lauf lassen.
das ist sehr liebenswürdig von Ihnen. Ich habe ihn eben sehr häufig gehört, mich köstlich über ihn amüsiert und auch an der Reaktion der Umstehenden erlebt, daß er SEHR WOHL gut ankam und die Menschen zum Lachen brachte. Oftmals gab es Applaus auf seine Sager. Außerdem hat er zwar witzig und blödelnd ermahnt, jedoch nie jemanden herabgewürdigt, oder gedemütigt. In dem Fall hätte er von den Wr. Linien mit Sicherheit eine am Deckel bekommen.
Sie Glückspilz, ich habe ihn leider nicht so oft gehört. Aber wenn ich das Glück hatte, habe auch ich nur schmunzelnde oder lachende Menschen erlebt.
Und Sie haben recht, er war nie beleidigend oder herabwürdigend. Auch ich finde es Schade, dass er in Pension ist, seine Durchsagen werden mir fehlen.
Die Leute lieben seine Binsenweisheiten, bei deren Formulierung er sich jedes mal aufs neue furchtbar abgemüht hat um damit (erfolglos) besonders intelligent zu wirken, halt kompromisslos.
Philosoph ist er keiner, obwohl er sich vielleicht dafür hält.
Er hat nie den Anspruch erhoben, ein Philosoph zu sein oder einer sein zu wollen, aber er hat sich immer bemüht, unbedarften Fahrgästen den Spiegel vorzuhalten und ihnen die Gefahren fahrlässigen Verhaltens auseinderzusetzen.
Das einzige was man ihm möglicherweise vorwerfen kann, ist sein naiver Glaube an die Lernfähigkeit hartnäckiger Realitätsverweigerer
Den Spiegel vorhalten kann man den entsprechenden Fahrgästen auch wenn man nicht 5 Minuten schwülstig daherfabuliert ohne gleichzeitig der deutschen Sprache so weit mächtig zu sein, dass die gewählten Formulierungen auch wirklich gut gehen.
Mir hat auch einmal ein U-Bahn-Fahrer seine Meinung gesagt, der ist seine Botschaft in 10 Sekunden losgeworden. Habe ich akzeptiert. Bei Korner und seinen endlosen selbstgefälligen Botschaften, die mir aus oben genannten Gründen körperliche Schmerzen bereitet haben, blieb nie was anderes als die Walkmanlautstärke hochzudrehen.
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