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Wien/Ankara - Der börsenotierte Energiekonzern OMV will sich an dem türkisch-aserbaidschanischen Pipeline-Projekt Tanap (Transanatolische Pipeline) mit einem Investitionsvolumen von 7 Mrd. Dollar (5,41 Mrd. Euro) beteiligen, erklärte der türkische Wirtschaftsminister Zafer Caglayan laut türkischen Medien. Caglayan war vergangene Woche auf Wien-Besuch und hatte unter anderem Gespräche mit den Chefs von OMV, voestalpine und Magna geführt. "Kein Kommentar", hieß es dazu am Dienstag bei der OMV.
Die OMV habe nach einer Beteiligung am Tanap-Projekt angefragt, so Caglayan weiter. "Ich werde diese Anfrage an Energieminister Taner Yildiz weiterleiten", sagte Caglayan in Ankara.
Die OMV hatte jahrelang den Bau einer direkten Pipeline (Nabucco) zu den Gasquellen in der Kaspischen Region geplant, die großteils durch die Türkei hätte führen sollen. Im Vorjahr haben aber Aserbaidschan und die Türkei das Pipeline-Projekt Tanap geboren und heuer Ende Juni mittels Staatsvertrag besiegelt. Die Tanap soll den Großteil der ursprünglich geplanten Nabucco-Pipeline abdecken und von der türkisch-georgischen Grenze quer durch die Türkei führen.
Die OMV ist aber nach wie vor im Rennen um den Zugang zu den Gasquellen der kaspischen Region mit dem verkleinerten Projekt "Nabucco West", das ab der bulgarisch-türkischen Grenzen an die Tanap andocken und zum Gas Hub Baumgarten an der österreichischen Grenze führen soll. An der "Nabucco West" sind wie auch am ursprünglichen Projekt neben der OMV, der deutsche Konzern RWE, die ungarische MOL-Tochter FGSZ, die türkische Botas, die Bulgarian Energy Holding und die rumänische Transgaz zu gleichen Teilen beteiligt.
Konkurrent der "Nabucco West" beim Zugang zu den kaspischen Gasquellen ist das TAP-Projekt. Diese Gasleitung, an der unter anderem der deutsche Konzern E.ON beteiligt ist, führt über Griechenland, Mazedonien und Albanien durch die Adria nach Italien. Die endgültige Entscheidung wird bis zur Jahresmitte 2013 erwartet. (APA, 26.9.2012)
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