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Wien - Robert Menasse wird mit dem diesjährigen Donauland-Sachbuchpreis ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 12. Dezember im Rahmen eines Festakts in Wien überreicht. Die Laudatio halte Frank Walter Steinmeier, ehemaliger deutscher Außenminister und Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hieß es heute, Dienstag, in einer Aussendung.
In der Begründung der Jury heißt es: "Mit Robert Menasse ehrt das Kuratorium des Stiftungsfonds das Werk eines überzeugten Demokraten und eines europäischen Autors, der mit seinen Beiträgen kontinuierlich den kulturellen und politischen Diskurs bereichert." In seinem Werk setze er sich "mit unserer Geschichte, insbesondere mit ihren menschengemachten Tragödien und Krisen auseinander. Er fordert, unerschrocken und ehrlich über die Ursachen vergangener Katastrophen zu diskutieren und zu fragen, was wir heute verändern müssen, um Wiederholungen historischer Fehler und Irrtümer zu vermeiden. Sein Werk beschreibt und reflektiert die menschliche Handlungsfähigkeit, stiftet zum Nachdenken an und befördert notwendige Debatten unserer Zeit. Dabei erschafft Menasse das Bild einer menschlichen Zukunft, auf die wir Europäer uns beziehen können."
Das neue Buch von Robert Menasse, "Der Europäische Landbote. Die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss" (Zsolnay Verlag), wird morgen, Mittwoch, um 19 Uhr im Novomatic Forum in Wien präsentiert. Mit dem Donauland-Sachbuchpreis waren zuletzt Ruth Klüger, Konrad Paul Liessmann, Karl-Markus Gauß und Rudolf Taschner ausgezeichnet worden. Erster Preisträger war 1975 Konrad Lorenz. (APA, 25.9.2012)
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Ich finde dass es bei weitem übertrieben ist, von Amts wegen erfolgreiche Unternehmen zu sponsern.(Auch wenn es aus Symmetrieüberlegungen im Sinne des privaten oder öffentlichen Säckels heraus passiert)
Siehe http://www.freizeitbetriebe-wien.at/Infoblatt... ufmann.htm
Maximal wären 3 Automaten pro Betrieb erlaubt. Die 3-Fach Standorte mit drei kleinen Gassenlokalen stellen eindeutig eine Umgehung der Gesetzeslage dar. Hat natürlich jetzt nichts mit Literatur und Kultur zu tun. Oder doch? - Eben durch die dankenswerten Anstrengungen der Novomatic Werbeabteilung finde ich dass daher auch auf den Kulturseiten gegen Novomatic angekämpft werden sollte. Menasse hat Recht: die neue Demokratie wird erkämpft werden müssen....
Im übrigen fände ich es auch schön wenn Ö1 keine Geldsorgen hätte und auf ein Ansinnen der Novomatic-Werbeabteilung ("Wir sind die guten") einfach antworten könnte: "Wir können es uns zum Glück leisten, Geld nicht von jedem nehmen zu müssen"....
jedenfalls könnte man ja auf das wie Europa funktioniert
(meiner Meinung nach nicht funktioniert ) kaum besser hinweisen als mit der Referenz auf Novomatic. Ein Europa der Investoren und Lobbyisten. Selbst wenn der Großteil davon legal ist, muss es doch Möglichkeiten geben, das Ganze zu bekämpfen. Zwischen legal und wünschenswert liegen noch immer Welten. Die einen Lobbyisten vergiften mit dem Quecksilber der Energiesparlampen die Umwelt, die anderen fressen sich wie Krebsgeschwüre mit Wettlokalen in die Stadt....
Hier ist wirklich ein Kampf gefragt, eine Art Occupy Wien, Occupy Brüssel. Es müssen Wege gefunden werde, dass der Paneuropäsche Gedanke wirklich den Bürgern zugute kommt und nicht nur den Konzernen!
Dreht euch um und erschreckt dass zuviele Glatzköpfe in Springerstiefeln rumstehen(auch wenn sie sich heute verkleidet haben). Und ich halte Herrn Menasse für zu intellektuell, als das ihm nicht bewusst gewesen wäre,
was der Novomatic-Kontakt an Shitstorm auslösen könnte. Ich bin froh, dass es in Österreich noch Verlage und Intellektuelle gibt. Schade dass sich keine andere Finanzierung fand(Wo ist die Lobby der Intellektuellen?). Aber vielleicht ist das auch als ein kleines trojanischen Pferdchen zu sehen? Hat David sich diesmal von Goliath umarmen und hochheben lassen um ihm besser eine mit seiner intellektuell polemischen Steinschleuder draufbrennen zu können?
(Ich hoffe es, aber erst die Lektüre wird es zeigen)
<wird fortgesetzt>
(...), das sich als symbolischer Effekt des symbolischen Kapitals beschreiben ließe: Akkumuliertes symbolisches Kapital hätte demnach die Tendenz, sich zu potenzieren, sozusagen Zinsen abzuwerfen, indem eine Preisverleihung die nächste nach sich zieht. Ausgezeichnet würden dann nicht Autoren und ihre Werke, sondern ihr bereits akkumuliertes symbolisches Kapital."
(zit. n. Beilein, Matthias: '86 und die Folgen. Robert Schindel, Robert Menasse und Doron Rabinovici im literarischen Feld Österreichs. Berlin, 2008, S. 122.)
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