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Auf den ersten Blick klingt die Forderung, die am Dienstag aus dem griechischen Finanzministerium kam, absurd. Um die griechische Schuldenlast zu drücken, soll die Europäische Zentralbank (EZB) dem Land entgegenkommen und seine Kredite an Athen strecken. Griechenland hat von den Partnern in der Eurozone bereits zwei Hilfspakete erhalten, aber die Vereinbarungen mit seinen Geldgebern wieder und wieder gebrochen, und da sollen die europäischen Steuerzahler - sie haften für die EZB - Athen Geld nachschmeißen?
So schwer das politisch zu vermitteln sein wird: ja. Griechenland wird einen weiteren Schuldenschnitt benötigen, für den die öffentlichen Geldgeber aufkommen sollten.
Die Ausgangslage ist eindeutig. Griechenland durchlebt das fünfte Jahr in Folge eine Rezession. Die Schuldenlast steuert im kommenden Jahr auf 160 Prozent der Wirtschaftsleistung zu. Selbst diese Marke wird Athen nur halten können, wenn sich die Wachstumsprognosen nicht so wie bisher als zu optimistisch erweisen. Für die meisten Industrieländer wäre ein Schuldenberg in dieser Dimension untragbar, für das krisengeschüttelte Griechenland ist er es auf jeden Fall.
Soll das Land einer chaotischen Staatspleite entgehen, muss die Schuldenlast gesenkt werden. Die privaten Gläubiger haben ihren Anteil dafür bereits mit einem 100-Milliarden-Euro schweren Forderungsverzicht im Frühjahr geleistet. Von ihrer Seite ist nicht mehr viel zu holen, und es wäre nicht besonders vertragstreu, die Vereinbarung mit den Banken wieder aufzuschnüren - bleiben die öffentlichen Gläubiger, also die Euroländer, die EZB und der Rettungsschirm. Griechenland schuldet ihnen 180 Milliarden Euro. Bereits ein Verzicht auf ein Drittel dieser Forderungen, würde die griechische Schuldenlast um 30 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken.
Wer die Steuerzahler nicht zur Kasse bitten will, muss die Alternative durchdenken. Wegen der verschleppten Einsparungen, vor allem aber wegen der Rezession, tun sich im griechischen Haushalt ständig neue Lücken auf. Allein im aktuellen Finanzplan fehlen 30 Milliarden Euro. Die Eurozone könnte diese Lücke mit neuen Krediten stopfen. Aber damit wäre nur etwas Zeit gewonnen, der Schuldenberg würde weiter wachsen. Die zweite Option wäre, Athen die Hilfen abzudrehen und damit den Austritt des Landes aus der Eurozone in Kauf zu nehmen. Dann aber müssten die öffentlichen Kredite voll abgeschrieben werden, denn es ist ausgeschlossen, dass Griechenland seine Euroschulden in Drachmen begleichen kann.
Ein Forderungsverzicht wäre demgegenüber das kleinere Übel. Dadurch dass die bisherigen Kosten für die Rettungspakete gemeinsam getragen wurden, sind die Risiken gestreut. Österreich etwa hat Griechenland bisher 1,5 Milliarden Euro an bilateralen Krediten ausbezahlt und haftet für drei Prozent der Verluste beim Euroschirm.
Die größte Herausforderung trifft die Politik. Die Regierungen in Wien, Berlin und Paris haben bisher versichert, das an Athen geborgte Geld mit Zinsen zurückzubekommen. Stellt sich das als falsch heraus, wäre das für Populisten (FPÖ) und frühere Autozulieferer (Stronach) ein gefundenes Fressen. Allerdings ließe sich argumentieren, dass es für Staatenrettungen nun mal keine Blaupausen gibt und viele der heutigen Probleme 2010 unvorhersehbar waren. Krisenbewältigung ist eben auch für die Politik ein großes Experiment. (András Szigetvari, DER STANDARD, 26.9.2012)
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http://principiis-obsta.blogspot.se/2011/11/g... ommen.html
Am 25.11., zwei Tage nach einer misslungenen Auktion von deutschen Staatsanleihen, in der Deutschland nicht imstande war, 35% seines Angebots von Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit zu verkaufen, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass Deutschland von seiner Forderung abgehen MUSS, dass die privaten Banken, welche die problembeladenen Staatsschulden von Griechenland, Italien und Spanien halten, einen Teil der Kosten ihres Freikaufs übernehmen sollen, indem sie einen Teil der Schulden abschreiben.
Die Politiker sagen sich nur noch "hinter mir die Sintflut".
Damit wuerde nicht alles zusammenbrechen und die Leistunstraeger sind ohnehin in der Lage, neues Vermoegen zu erarbeiten.
Sollte Geld nicht im Umlauf sein um den Erwerb von Guetern des tgl. Lebens zu ermoeglichen und so kann jemand Arbeit und Lohn bekommen.
Arbeit iohne Lohn bringt Griechenland nicht auf die Beine.
und wenn GR nicht rettbar ist, wird der schuldenschnitt kommen.
GR kann und wird seine Schulden nicht begleichen. Es mag fuer jeden haeuslbauer der ein kredit von der bank seines vertrauens genommen hat bitter klingen, aber es wird keine konsequenzen geben.
Der begriff "schuldenschnitt" wird eingesetzt um den glaeubigern zu erlauben das gesicht zu bewahren und so zu tun als ob man auf die Realitaet reagiert.
Geber und Nehmer ist selbst bei wohlwollendster Betrachtung und mehreren "Haircuts" nicht nur für Griechenland von einem Zeitraum jenseits der zwei Jahrzehnte zu Rechnen einen dem status quo vergleichbaren Stand vor der "Krise" zu Erreichen.
Gesetzt den Fall die Fabelei von kontriollierter Inflation führe nicht wie in der Vergangenheit zu Beobachten zu Wertvernichtung und Hyperinflation, so sind also weitere Zahlungen in steigender Höhe bereits Vorprogramiert. Das ruiniert die Geberländer.
Selbst wenn aber das Wunder geschehe und die Construction hält steht die Union vor dem selben Szenario wie vor dem Anstoss der Handlungkette.
Der Versuch aus den maroden Volkswirtschaften lauter kleine Deutschlands zu creieren wird Scheitern. ^^
Schuldenschnitt bedeutet dass man die Leute belohnt dafür dass sie gezielt mehr ausgegeben als erwirtschaftet haben. Jeder Schuldenschnitt sorgt also dafür dass diese Leute auch in Zukunft genauso rücksichtslos und gierig handeln werden. Lasst dieses Land verrotten, ich sehe nicht ein warum man diese Egoisten belohnen soll für ihre Dummheit.
diese schulden wurden aber nicht von der bevölkerung aufgenommen. die statistiken wurden auch nicht von der bevölkerung gefälscht. von überteuerten und unnötigen infrastrukturbauten hat auch nicht die breite bevölkerung, sondern haben v. a. die beteiligten politiker und bauunternehmer profitiert.
für den einfachen griechen stellt sich die lage etwa so dar: er verrichtet die gleiche arbeit (sofern er nicht arbeitslos wurde), genauso gut wie bisher, nur dass ihm der reallohn deutlich gekürzt wurde und er außerdem höhere steuern und abgaben zahlen muss.
die großen profiteure vom system der misswirtschaft haben ihr geld längst im ausland geparkt - der einfache grieche soll die rechnung bezahlen...
und das würde sie nicht wütend machen?
Mit den dank EURO günstigen Krediten der letzten Jahre haben die Griechen ihre aufgeblähte Riesenverwaltung, ihr Heer, ihre Pensionisten usw. finanziert. Natürlich sind diese Kredite bei der Bevölkerung, wahrscheinlich aber auch bei korrupten Politikern und ähnlichem Gesindel gelandet.
...auf all die Staaten die dafür zahlen, jeder kriegt eine Insel.
Das gibt's doch nicht das hier niemand die Verantwortung tragen soll/wird. Sowohl die Spekulanten die Geld versenkt haben um Zinsen zu erhalten, als auch die Griechen selbst die jahrelang gut gelebt haben.
Nur die welche nix davon gehabt haben - der durchschnittliche europäische Steuerzahler - soll jetzt pecken?
Sie könnten ja auch die Zypernhälfte an die Türkei verkaufen.
der durchschnittsgrieche hat von diesem korrupten system aber nicht profitiert. profitiert hat vor allem die kaste der politiker, mit der politik verbandelten wirtschaftstreibenden, die beteiligten des klientelsystems.
diejenigen die sich außerhalb dieses systems befunden haben, hatten nie - auch nicht vor der krise - einen vorteil. und natürlich sind es genau diese, die am stärksten betroffen sind.
und diese leute wollen sie noch enteignen? was kommt als nächstes, ein vorschlag die griechen zu versklaven, bzw. die schuldknechtschaft wieder einzuführen? dann bekommen die deutschen die griechischen inseln und die griechen werden an deutsche fabriken verkauft um dort ihre schulden abzuarbeiten???
...Beamtenpensionen für Angehörige, Zuschläge für dieses und jenes das eigentlich selbstverständlich sein soll...
Der erste Link der mir grad unterkam:
http://www.fr-online.de/panorama/... 48788.html
Der zweite:
http://derstandard.at/130867976... ktentragen
Klingt für mich nicht so als ob der "Durchschnittsgrieche" zumindest in staatsnahmen Betrieben nicht fest von dieser unglaublichen Schuldenpolitik profitiert hätte.
Das Land hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt. Das kam auch den Leuten zuguten.
Es kann nicht sein das jetzt die Rest-EU für das jahrelange schöne Leben zahlt das dort gehabt wurde.
um ein mögliches ausfallsrisiko zu berücksichtigen.
jahrelang hat man zinsen eingesackt, dann muss man aber eben auch damit rechnen, das alles ausfällt.
unsere NIETEN von politikern haben den spekulanten nicht nur die zinsen bezahlt, NEIN auch noch das risiko eines ausfalls wurde negiert.
aber WOFÜR bekam man dann jahre zinsen?
achja, mehr privat weniger staat.
das "kleinere übel" wird leider das große übel einer staatspleite auch nicht verhindern, sondern bloß verzögern. solange das bip in so rasendem tempo schrumpft und die zinsen auf einem hohen niveau verharren, besteht keine chance auf erholung.
beim ersten schuldenschnitt war bereits klar, dass er nicht ausreichen kann. beim zweiten wird man ähnlich vorgehen - nur ein schnitt von etwa 80% könnte den schuldendienst für griechenland deutlich reduzieren.
das werden die gläubiger aber nicht zulassen, kein politiker wird zugeben, dass das geld weg ist. deshalb wieder ein kleiner schnitt, bißchen zeit gewonnen, die legislaturperiode endet ja irgendwann, dann dürfen sich die nächsten um das problem kümmern.
ist hier aber gar keine so dumme Idee.
Schließlich ist nach den Erfahrungen der letzten 200 Jahre damit zu rechnen, dass die Konjunktur auch wieder einmal anspringt.
Dann aber ist auch das Griechenland-Problem wieder leichter zu lösen.
Frage:
Was ist mit den Ansteckungsgefahren fuer Italien/Spanien?
Was soll ein weiterer Schuldenschnitt bringen, wenn schon der erste nichts gebracht hat?
Ohne Wirtschaftswachstum oder Primaerueberschuss steigen die Schulden selbst bei einem Totalbankrott.
Warum ist in dem Artikel von dem ueberhaupt nichts zu lesen? Ist sich der Author dessen ueberhaupt bewusst, oder haben wir es hier nur mit einem besseren Schulaufsatz ohne Substanz und mangelnder Aussagekraft eines fachfremden Journalisten zu tun.
Bei jenen Anleihen nach britischem Recht wurden die CACs nicht aktiviert, obwohl in den Anleihebedingungen vorhanden und ursprünglich auch geplant. Außerdem blieben 20 Mrd. € an privaten Schulden vom Schuldenschnitt verschont. Es ist offensichtlich, dass so einige privaten Investoren privilegiert wurden, obwohl diese aufgrund der CACs schlechter gestellt waren als jene mit Anleihen nach gr. Recht.
Jetzt sollen die staatlichen Gläubiger verzichten, damit jene privilegierten privaten Gläubiger sicher zu ihrem Geld kommen. Dabei bringt ein Schuldenschnitt wenig, da der Großteil der staatlichen Schulden erst 2017 fällig wird und die Zinsen niedrig sind.
Man zieht den kleinen Leuten in Griechenland fast ihr ganzes Geld aus der Tasche. Somit können sie kaum etwas kaufen um damit die Wirtschaft zu beleben. Das Geld, daß unsere Politiker bisher verliehen haben müssen diese auch zurückzahlen wenn es die Griechen nicht können. Faymann und Konsorten haben sicher einiges zum Verpfänden.
Aha. Wieviel europäisches Steuergeld steckt denn schon in den Banken? Die Griechenland-"Rettung" ist ja zum Großteil eine Investoren-, also Bankenrettung. Und diese Bankenrettungen sind mit Sicherheit auch nicht "vertragstreu", oder war das in irgendeinem EU-Vertrag so ausgemacht (im Gegenteil: "No Bailout-Klausel"!).
Die spanischen Banken mit einer realen BILLIONEN Verschuldung werden den Karren endgültig in den Abgrund stürzen!
(Die absoluten Horrorzahlen wird man uns erst nach den US Wahlen mitteilen)
und Österreich wird dank unserer schwarzroten Hallalis live dabei sein!
Es wäre daher besser für Österreich die Eurozone zu verlassen!
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