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New York - Manchen innenpolitischen Themen entkommt Vizekanzler Michael Spindelegger auch im Ausland nicht. Vor seiner Ankunft in New York, wo er mit Präsident Heinz Fischer an der UN-Generaldebatte teilnimmt, machte Spindelegger am Montag einen Abstecher ins beschauliche Boston an die US-Spitzenuniversität Harvard. In den Räumen der berühmten J.F. Kennedy School of Government konfrontierte ihn ein Dutzend österreichischer Studenten vor allem mit einem Thema: mangelnder Studienförderung.
In Österreich gebe es zu wenige Stipendien für das Ausland, die wenigsten von ihnen seien mit Unterstützung aus Österreich in die Staaten gekommen, erzählten die Studenten. Das senke auch die Motivation, nach der Ausbildung zurück nach Hause zu kehren. Und: " Forschung wird in Österreich sehr viel geringer geschätzt als in den USA." Spindelegger verwies auf Initiativen wie die Exzellenzuniversität, räumte aber ein: "Wir müssen uns anschauen, was wir mehr tun können". Nachsatz: "Tun müssen." Seine Rede vor den Studenten legte Spindelegger betont zuversichtlich an. In der Eurokrise habe sich die Währung als belastbar erwiesen. Er sei überzeugt, dass die schwierige Lage die Zukunft der Union nicht gefährde.
Für Heiterkeit hat am Dienstag ein Fehler in einer UN-Presseinformation gesorgt: Spindelegger war darin nämlich als Premierminister von Australien angekündigt worden. (raa/DER STANDARD Printausgabe, 26.9.2012)
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Das ist ja auch absolut okay, dass der Staat keine Über-Drüber-Stipendien für Auslandsaufenthalte vergibt. Was sollen wir noch alles zahlen? Ich habe selbst hier in Ö studiert und durfte eine Topausbildung genießen. Die Frage ist doch immer, wie kompetent ist man selbst, sich das zu holen, was man später braucht! Hier wird immer gejammert, dass die Studienbedingungen schlecht sind - Blödsinn (klar gibt es auch Ausnahmen)! Es liegt an den Studenten sich zu organisieren. Heute gibt es viele Lectures von Topuniversitäten öffentlich im Netz - einfach anschauen! Dazu brauche ich nicht ins Ausland fahren. Und wenn jemand dorthin fährt, dann soll er sich den Aufenthalt doch bitte selbst finanzieren. Karriere macht er dann ja auch selbst!
In Österreich gebe es zu wenige Stipendien für das Ausland, die wenigsten von ihnen seien mit Unterstützung aus Österreich in die Staaten gekommen, erzählten die Studenten. Das senke auch die Motivation, nach der Ausbildung zurück nach Hause zu kehren.>>>
Bullshit. Die Leute kommen zurück, wenn die Gehalts/-Karriereaussichten passen. Und das tun sie für Harvard-Absolventen in Österreich eben nicht, ganz einfach. Ob man ein Stipendium erhalten hat oder nicht ist dabei egal. Abgesehen davon ist höchst fragtlivh, wieso der österreichische Staat ein übertrieben teures Harvard Studium zahlen soll???
Weshalb wird Forschung und Bildung in Ö. weniger gechätzt?
Da die Politik in der letzten Zeit dagegen gearbeitet hat (Meine damit nicht Zugangsbeschränkungen und SuGeb. -> Die wirklichen Probleme sind andere).
Des weiteren zahlt sich ein Studium aus finanzieller Sicht nicht gerade aus.
Österreich ist doch generell ein bisschen "Auslandsscheu". Wenn ich mir anschaue was Deutschland z.B. für Möglichkeiten für Workd & Travel hat dann kann Österreich neidisch werden. Sicher, wir sind nicht so groß, aber für die Jugend wäre es doch eine tolle Erfahrung die man machen könnte. Aber einige Firmen sind ja auch bei Bewerbungen sofort abgeneigt wenn man im Ausland war. Lieber Kleinkariert denken als neue Ideen (und damit Aufmüpfig sein) einbringen.
Alle meiner Kollegen an der Uni waren grün vor Neid, denn sie mussten hart darum kämpfen, ein oder zwei hundert Euro vom Staate Österreich pro Monat bekommen zu dürfen. Ich und die anderen Amerikaner an der Uni, waren die reichsten Studenten Österreichs.
Nur vor einigen Monaten habe ich eine österreichische Studenten geholfen, eine Stelle mit Stipendium an einer kalifornischen Uni zu ergattern. Sie wird pro Monat ein sehr gutes Stipendium erhalten, muss aber dafür nur einen Kurs unterrichten. Der Rest ihrer Zeit wird der Forschung gewidmet. Sie bekommt ein nette Wohnung, ein kleines Büro mit Assistentin, und ihr Freund darf auch dabei sein (er will dort auch studieren). Nach einigen Jahren, sagt sie, will sie in den USA permanent bleiben.
das Stipendium zu bekommen?
Die klassische österreichische Studienbeihilfe - allerdings ein Pappenstiel - zielt vor allem auf die soziale Lage ab, bezüglich der Studienleistung werden normale Werte verlangt. Vor allem an der Leistung orientierte Stipendien sind in Österreich rar gesät und werden übrigens auch von der ÖH abgelehnt (die sagen: Arme Studenten müssen nebenbei arbeiten, also haben sie keine Zeit, hervorragende Leistungen zu erbringen).
Übrigens ist deine Äußerung insofern interessant, als in Österreich oft beklagt wird, wie verschuldet US-Studenten nach ihrem Studium meistens sind. Gilt das dann bloß für den Bachelor?
1. Die Voraussetzungen für ein Stipendium sind von dessen Quelle abhängig. Wird das vom Federal Government, also der Bundesregierung oder vom Einzelstaat gewährt, dann gibt’s meistens nur Mindestkriterien (Durchschnittsnote von 3 oder weniger). Wird das von der Uni gewährt, dann muss man mit viel strengeren Kriterien rechnen. Wird das von einem privaten Verein gewährt, dann herrscht nur die Willkürlichkeit. Zum Beispiel war ich zu meiner Studentenzeit Mitglied eines Chors. Nach dem Tod eines unserer Mitglieder, haben wir ein Stipendium in seinem Namen gegründet. Was muss man dafür tun? Nichts. Nur sich bewerben und einen guten Eindruck machen. Der Gewinner bekommt satte $5.000.
2. In den USA ist es ganz normal dass Studenten arbeiten. Ich war die einzige Person meines Freundeskreises ohne Arbeit und wurde dafür gerne verspottet. Die meisten Studenten arbeiten bei Restaurants, Supermärkten oder Einzelhändlern. Sogar müssen reiche Studenten arbeiten. Deren Eltern sagen gerne „Schatz, das ist unser Geld, nicht deins!“
3. Die meisten Studenten bei uns sind nach dem Studium verschuldet. Das ist ganz normal. ABER, mit einem Uni-Diplom kommt man leichter zu einer gut bezahlten Arbeit. Anfangsgehalt für Bachelorabsolventen beginnt mit $60.000/Jahr, für Masterabsolventen $90.000/Jahr:
http://www.cbsnews.com/8301-5051... e-holders/
Schulden zu haben aber wird nicht so verpönt wie in Ö. Für die Mittelschicht ist das oft die einzige Möglichkeit, denn man verdient zu viel für ein Stipendium. Bei den Elitenunis sieht die Situation besser aus, denn mit einem Einkommen von weniger als $60.000/Jahr wird kein Studiengebühr erhoben. Die extrem strengen akademischen Kriterien müssen aber trotzdem erfüllt werden. Bei staatlichen Unis wird das Studiengebühr für die eigenen Bürger des Einzelstaats stark subventioniert. Z.B. bei meiner Uni in NY (öffentlich) zahlt man als New Yorker um die $12.000 pro Jahr (dazu kommen Stipendiumsmöglichkeiten). Bürger aus anderen Staaten müssen aber den Listenpreis zahlen, $27.000. So meiden wir das deutsche-Studenten-Problem was hierzulande gibt.
danke!
Von all dem ist leider in Österreich nie die Rede - wie soll es also irgendwelche Veränderungen oder Verbesserungen geben, wenn niemand weiß, wie es in anderen Ländern zugeht? In Österreich heißt es nur immer: US-Unis sind sauteuer, nur etwas für die Reichen, und die Studierenden sind hoch verschuldet. Die US-Verhältnisse werden von nicht wenigen ÖH-Funktionären auch oft als warnendes Beispiel angeführt. Alle anderen Aspekte werden ausgeblendet.
Nicht zu vergessen sind andere Angebote wie Theater, Sportsanlagen, Symphonieorchester, Musicals, Oper, Museum, Fernseherstation, Radiostation, Bussystem, Postdienst, Rockkonzerte, Vorträge renommierter Gäste, und und und...
Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass der Listpreis bei den Unis werden NUR von reichen Studenten bezahlt. Wieviel wird bezahlt ist IMMER vom Einkommen abhängig. D.h. die reichen Studenten subventionieren die Studiengebühren der armeren Studenten.
Sagen wir z.B. das eine Uni $40.000 Studiengebühr verlangt. Ein reicher Student wird $40.000 zahlen müssen. Eine arme Studentin aber zahlt, je nach Einkommen, vielleicht $10.000, oder vielleicht gar nichts.
Das wird in den Euro-Medien leider niemals erwähnt.
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