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Will in nächsten vier Jahren eine Milliarde Euro einsparen: Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner.
Die Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) sprach mit Bettina Fernsebner-Kokert und Andrea Heigl über allzu optimistische Regierungskollegen, den kollektiven Sparzwang und immer wiederkehrende Gerüchte um ihre Ablöse.
STANDARD: Sie sind mitten in den Budgetverhandlungen. Sind die anderen Stadträte derzeit besonders freundlich zu Ihnen?
Brauner: (lacht) Die anderen Stadträte sind immer freundlich zur Finanzstadträtin! Bei der Regierungsklausur vor zwei Wochen ging es darum, dass wir die nächsten schwierigen Jahre gut bewältigen werden, wenn wir uns gemeinsam darauf einigen, dass wir sowohl reformieren als auch investieren müssen. Sparen, Liberalisieren, Deregulieren aus der neoliberalen Ecke hat uns erst in die Krise geführt. Damit das gelingt, müssen wir Schwerpunkte setzen, und entsprechende Mittel freisetzen. Es wird ganz stark an der Gesundheitsreform liegen (Anm.: nur noch sieben Spitalsstandorte).
STANDARD: Welche Stadträte müssen sich auf Kürzungen einstellen?
Brauner: Es geht eben nicht um schlichte Kürzungen, ich will nicht sagen: Es ist eng, zehn Prozent weniger für alle. Wir bauen nicht Straßen, die wir nicht brauchen, damit die Bauarbeiter beschäftigt sind, sondern wir investieren in Projekte, die nachhaltig sinnvoll sind. Ich will den Stadträten nicht vorgreifen, aber es hat von allen Seiten Vorschläge gegeben. Im Kulturbereich überlegt man etwa, die Theaterreform weiterzuführen, um Strukturen möglichst effizient zu gestalten. Das ist aber nur ein erster Schritt.
STANDARD: Wird es sich ausgehen, dass bis 2016 eine Milliarde Euro eingespart wird, so wie es im Stabilitätspakt vorgesehen ist?
Brauner: Ja. Wir haben schließlich schon in der Vergangenheit Schulden zurückbezahlt. Bis 2008 waren wir im Plus, erst dann sind wir durch die Krise ins Minus geraten, weil wir bewusste antizyklische Politik gemacht haben.
STANDARD: Den Wiener Beamten steht eine Nulllohnrunde ins Haus. Dagegen gibt es auch Proteste der Personalvertretung. Befürchten Sie, dass Sie die Solidarität der Mitarbeiter verlieren könnten?
Brauner: Nein. Das ist keine Frage von Solidarität, sondern wir haben uns in Wien immer an Sozialpartnervereinbarungen gehalten. Wir respektieren die Verhandlungsergebnisse. Die Gewerkschaft sagt zu Recht, wir wollen den öffentlichen Dienst gemeinsam verhandeln, und das Ergebnis ist zu akzeptieren. Das haben wir getan, als es uns sehr schwer gefallen ist, weil gute Erhöhungen verhandelt wurden, und jetzt hilft es zugegebenermaßen bei der Budgeterstellung.
STANDARD: Was halten Sie von dem Vorschlag, dass die Höhe der Pension künftig nach den geleisteten Einzahlungen und der Lebenserwartung bei Pensionsantritt errechnet werden soll?
Brauner: Wenig. Unser bestehendes Pensionssystem funktioniert seit Jahrzehnten nach dem Prinzip eines solidarischen Generationenvertrags, und das ist gut so. Wohin uns eine Privatisierung der Pensionen führen kann, hat man bei den Reformen - Stichwort dritte Säule - unter Schwarz-Blau gesehen. Ich warne daher vor Panikmache bei den Pensionen, die uns nicht weiterbringt. Der beste Weg, unsere Pensionen zu sichern, wäre, die Erwerbsquote zu erhöhen. Das gilt für ältere Arbeitnehmer genauso wie für Frauen, die oft nur teilzeitbeschäftigt sind.
STANDARD: Sparzwang hin oder her - welche Leistungen der Stadt sind für Sie unantastbar?
Brauner: Allen voran der Gratiskindergarten. Das ist unser entscheidendes Zukunftsprojekt, weil wir glauben, die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Wien steht und fällt mit der Qualifikation. Das beginnt im Kindergarten, weil wir wissen, dass alles, was da investiert wird, später zehnfach zurückkommt. Da gibt es eindeutige Untersuchungen.
STANDARD: Die Steiermark etwa hat den Gratiskindergarten wieder abgeschafft. Gab es die Versuchung in Wien nie?
Brauner: Nein, zu keinem Zeitpunkt. Das meine ich mit Schwerpunktsetzungen. Da spare ich lieber etwa bei der Miete von Institutionen, indem wir die Standorte zusammenziehen. Da schaue ich, dass die Leute von der kostenintensiven überbetrieblichen Lehrausbildung rasch in die Betriebe vermittelt werden. Dann wird Geld frei.
STANDARD: Es gibt ja auch gute Neuigkeiten für das Wiener Budget. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sagt, dass sich die Preisreduktion bei der Jahreskarte in absehbarer Zeit rechnet, weil sie sich so gut verkauft. Ist das so?
Brauner: Da ist die Finanzstadträtin logischerweise vorsichtiger. Ich als Eigentümervertreterin freue mich sehr über diesen Erfolg, er ist verkehrs- und unternehmenspolitisch ganz wichtig, und auch für die Kundenbindung. Wie sich das finanziell auswirkt, hängt stark davon ab, wer sich die Jahreskarte gekauft hat. Sind es Neukunden, dann sind es wirkliche Mehreinnahmen. Wenn sie bisher Einzel- und Monatskarten gekauft haben, kommt es lediglich zu einer Umschichtung zwischen den Tarifen. Ganz ehrlich, die finanzielle Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Wo genau, wissen wir aber erst mittelfristig.
STANDARD: Heißt das, Maria Vassilakou ist da voreilig optimistisch?
Brauner: Verkehrspolitisch ist das ein sensationeller Erfolg, ich freue mich auch darüber, nur bei der finanziellen Bewertung bin ich vorsichtiger.
STANDARD: Mit wie viel Geld rechnen Sie aus der Parkraumbewirtschaftung?
Brauner: Auch hier bin ich bei Schätzungen vorsichtig. Natürlich freue ich mich als Finanzstadträtin, wenn die Einnahmen steigen, aber dies steht ja gerade bei der Parkraumbewirtschaftung nicht im Vordergrund. Das Geld ist ja auch zweckgewidmet.
STANDARD: Es geht das Gerücht, Sie könnten die Stadtregierung verlassen und kommendes Jahr Peter Kostelka in der Volksanwaltschaft nachfolgen. Ist da etwas dran?
Brauner: Es ist wirklich erheiternd, welche Kreativität es bei Gerüchten gibt. Als Finanzerin macht man sich in Zeiten einer Wirtschaftskrise eben nicht nur Freunde. Ich betrachte das mit heiterer Gelassenheit. (Bettina Fernsebner-Kokert/Andrea Heigl, DER STANDARD, 26.9.2012)
Renate Brauner (55) ist seit 1996 für die SPÖ in der Wiener Landesregierung, seit 2007 als Finanzstadträtin und Vizebürgermeisterin.
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wie sie seit Jahren von welchen Politikern "desinfomiert"
werden, sind die nächsten Wahlen haushoch verloren.
Wie verheimliche am publikumsverdräglichsten, dass die besonders niedrige Einheitspension unausweichlich vor der Tür steht? ....und wie erhalte ich die Sonderstellungen von meinen Freunderln und Unterstützern?
js
Das wissen wir, denn Ihre, durch unser Steuergeld "wertgesicherte" und durch staatliche Rechtsvorschriften, garantierte Pension, jenseits der 3000 € netto, werden wir finanzieren.
Alle jene, die allerdings heute irgendwo zwischen 25 und 45 Jahren alt sind (und nicht Politiker oder Beamter), werden nicht mehr als ein Taschengeld erhalten. (Wie auch bei dem Staatsschuldenberg und der Steuer- und Abgabenlast in Verbindung mit weiter sinkenden Reallöhnen?)
Die Zukunft der Altersarmut kann man am hoch verschuldeten Beispiel: Deutschland, heute bereits beobachten.
und weiter: Der beste Weg wäre, die Erwerbsquote und die Niedriglöhne zu erhöhen.
Sie hat recht, und sie sollten das ebenso laut und Gebetsmühlenartig sagen wie damals die Dollschüsselschen Reformen inklusive der Korruptionen (von denen lange nicht alle aufgeklärt werden)
War es doch die Wiener SPÖ, die lange vor Schüssel
die Wr. Stadtwerke ausgegliedert und privatisiert
hatten. Im Vorstand dieser Ges. sitzen ausschließlich
rote Günstlinge. Ihre Posting mit dümmlichen Verball-
hornungen von Namen haben Volksschulniveau!
Jetzt muß ich mich doch für eines entschuldigen: ich hab mich im Artikel geirrt - wähnte mich irrtümlich im Artikel "Vassilaku will Mietpreis begrenzen", wo der Link passerte ... vielleicht können Sie trotzdem schmunzeln oder einen Funken Wahrheit mitnehmen ...
Guter Mann: Das Thema ist Wohnen, und da hat Dollschüssel und Grasser sich einiges geleistet, siehe BUWOG!
und speziell für Sie der Link zu Chistoph und Lollo - sehr gut dargebracht - hoffentlich erreicht es Ihr "Niveau": http://www.youtube.com/watch?v=95Y-ezDYs7A
Der finanzielle Erfolg der Frequenzsteigerungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln liegt bei der Einbremsung der erforderlichen Aufwendungen für den Individualverkehr. Infolge der Tarifsenkung stehen dem Betrieb trotz Frequenzsteigerungen genausoviel Mittel wie vorher zur Verfügung, die Einnahmenlücke wird von Mehreinnahmen infolge Steigerung der Fahrgastzahlen gerade aufgefüllt. Notwendige Intervallverkürzungen und die Verdichtung des Netzangebotes finden nicht im notwendigen Ausmaß statt.
Es gibt KEINEN Beschluss irgendeines Gewerkschaftsgremiums, in dem der Null-Lohnrunde zugestimmt worden wäre.
Falls das der Gewerkschaftsvorsitzende eigenmächtig ohne irgendeinen Beschluss mit der Stadtregierung ausgepackelt haben sollte und sich seine Zusage nicht mehr revidieren ließe, sollten wir alle
miteinander überlegen, ob er weiter tragbar ist und allenfalls die Fetzen nass machen - dann hat er an der Gewerkschaftsspitze nichts mehr zu suchen. SO kann man eine Gewerkschaft nicht führen.
Immerhin sind WIR die Mitglieder und er ist nur der Vorsitzende.
Mit gewerkschaftlichen Grüßen
Gerhard Schwarz
Gewerkschaftsmitglied seit 1.5. 1966
70% der Wiener Gemeindebediensteten SIND ASVGler, weil sie KEINE Beamten sind, NICHT pragmatisiert sind, als vertragsbedienstete an die PA Pensionsbeiträge zahlen und keinen Tag früher in Pension gehen können als alle anderen Arbeiter und Angestellten. Das "Privilegienmärchen" ist ein Propagandaschmäh.
Bis heute gibt es KEINEN Beschluss eines Gewerkschaftsgremiums, eine "Null-Lohnrunde" zu akzeptieren, die defacto auf eine Lohnsenkung hinausläuft . Ganz im Gegenteil in den Personalvertretungen der Magistrats-Dienststellen werden mit den Stimmen ALLER Fraktionen laufend gegenteilige Beschlüsse gefasst:
Fonds Soziales Wien: KIV/UG 7 Mandate, FSG 3 Mandate
Geriatriezentrum Am Wienerwald: FSG 11, KIV/UG 4
Gesundheitsdienst: FSG 6, KIV/UG 4
Gesundheitsförderung KIV/UG 6
Kindergärten, Horte: FSG 13, KIV/UG 8, ARGE 5
Pflege- und Betreuungsdienste: KIV/UG 4, FSG 2
Schulen: FSG 13, KIV/UG 1
SMZ Süd:FSG 11, KIV/UG 5, FCG 1
Schuldnerberatung: Bunte Liste 3
Wieder Wohnen: KIV/UG 3, FSG 2
Quelle: http://www.kiv.at/servlet/C... name=Y01/P
Ihre Quellenangabe ist falsch.
Hier ist die richtige:
www.kiv.at/zone
Was soviel heißt wie: auch wir waren so doof und haben einen Frankenkredit genommen und so mit dem uns anvertrauten Steuergeld spekuliert.
Diese Hexe gehört in den Ofen.
also das goldene kalb geschlachtet, dann wird wien wirklich sparen müssen. wie auch nö, wenn die wohnbaudarlehenguthaben "verspart und veranlagt/verlegt " sind.
wien wird so richtig sparen müssen und nicht nur als floskel.
sparen heisst ...
weniger ausgeben als einnehmen (laufende einnahmen und ausgaben!)
nicht von der substanz zu leben sondern diese vergrössern, genau, wegen der kinder
die schulden verringern, um mit den freien zinszahlungen investitionen ermöglichen
sparen heisst nicht
weniger ausgeben als früher, aber immer noch mehr als man sich leisten kann (sprich einnimmt)
steuern erhöhen um die einnahmen zu erhöhen, um die ausgaben weniger kürzen zu müssen
alles sehr entlarvend, wie wer was sagt und meint.
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