Ahmadinejad: Atomstreit ist Angelegenheit des Irans und der USA

Teheran zu verbesserten Kontakten bereit - Ahmadinejad vor amerikanischen Schülern: "Bereit negative Haltung gegenüber den USA zu überdenken"

Teheran - Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat im Atomstreit einen neuen Rahmen für die Verhandlungen vorgeschlagen. Der Disput solle in bilateralen Gesprächen mit den USA beigelegt werden, sagte er laut seiner Internetseite bei einem Treffen mit amerikanischen Schülern in New York. "Der Atomstreit ist in erster Linie eine politische Angelegenheit zwischen dem Iran und den USA. Wenn sich die USA zurückzögen, hätte niemand sonst Einwände gegen das iranische Atomprogramm", zitierte die Seite Ahmadinejad am Dienstag. Daher solle der Streit in einem anderen Rahmen gelöst werden.

"Der Iran ist bereit, seine negative Haltung gegenüber den USA zu überdenken und die Kontakte zu verbessern", sagte Ahmadinejad . Voraussetzung sei aber, dass die US-Regierung mehr Verständnis für die iranische Haltung zeige. Der iranische Präsident befindet sich anlässlich der UN-Vollversammlung in New York.

Die - bisher ergebnislosen - Gespräche über das iranische Atomprogramm finden seit zehn Jahren zwischen Teheran und der sogenannten 5+1-Gruppe statt. Diese besteht aus den fünf ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) und Deutschland. Der Westen verdächtigt den Iran, am Bau von Atomwaffen zu arbeiten, Teheran bestreitet das. (APA, 25.9.2012)

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