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Wie können die individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen so erfüllt werden, dass die natürlichen Ressourcen geschont werden und der Verkehr trotzdem flüssig vonstattengeht? Wie wäre es mit einer Art Social Network für den Stadtverkehr? Autobesitzer bieten ihre Transportdienste an und erhalten dafür Incentives wie Gutscheine für Autowäsche oder Ähnliches. Eine Smartphone-App sowie Meetingpoints übernehmen dabei die Vermittlungsleistung.
Stadtverkehrsapp
Ausgeheckt wurde diese Idee von einer Gruppe internationaler Studenten auf der Sommeruni in Wien, zu der der Wiener Telekomlösungsanbieter Kapsch und die WU Wien eingeladen hatten.
Die auf den Namen CarMe getaufte Stadtverkehrsapp soll ihren Schöpfern zufolge aber nicht als Plattform für private Taxiunternehmen verstanden werden, sondern als Social Game, bei dem die Fahrer Reputation gewinnen. Für Wien gingen die Studierenden von einem Potenzial von etwa 9000 Fahrern und 135.000 Passagieren aus.
Eine andere Anwendung mit dem Arbeitstitel i-Change setzt auf automatisierte Elektroautos, die im Stadtverkehr unterwegs sind und als Zubringer zu den öffentlichen Verkehrsmitteln fungieren und auch selbst auf Gleisen fahren können. Über eine Smartphone-App geben die Anwender ihr Fahrziel in der Stadt bekannt und erhalten dann ein Auto zugeteilt. Nach Möglichkeiten werden auch (Mit-)Fahrgemeinschaften gebildet.
Verkehrsmittel
Damit sollen die Menschen in einer Stadt ein Verkehrsmittel erhalten, mit dem Wartezeiten deutlich reduziert werden, das sie von Tür zu Tür bringt und in dem sie deutlich mehr Privatsphäre als in Öffis haben. Die Studenten sind überzeugt, dass die Automatisierung im Straßenverkehr kommen wird. Für diesen Hybrid aus Straße und Schienen sind allerdings große Umbauarbeiten an den Schnittstellen zwischen beiden Infrastrukturen nötig, geben sie zu bedenken.
Das wohl gewagteste Konzept dieser Sommeruni führt mit Smart Ride das Modell von Taxis weiter. Fahrerlose Autos werden zentral verwaltet und können via App gebucht und bezahlt werden. Für das Pilotprojekt schlagen die Studenten die Stadt Hongkong vor, da diese einerseits eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur bei öffentlichen Verkehrsmitteln hat und der individuelle Verkehr zu einem sehr großen Teil mit Taxis abgewickelt wird. (red)
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