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Mossul - Die irakischen Sicherheitskräfte haben in der Stadt Mossul (Mosul) rund 260 Männer festgenommen, weil diese auf Facebook angeblich Sympathien für Terroristen erkennen ließen. Allerdings kritisierten lokale Politiker am Dienstag die Kampagne der von Bagdad gesteuerten Sicherheitskräfte. Sie sprachen von Willkür sowie Folter der Verdächtigen in Untersuchungsgefängnissen.
"Binnen einer Woche hat es Hunderte von willkürlichen Festnahmen durch die Armee und die Polizei gegeben", sagte der Vorsitzende des Sicherheitskomitees des Provinzrates von Ninive, Abdelrahim al-Shammari, der Nachrichtenagentur dpa in Mossul.
Den Festgenommenen werde vorgeworfen, sie hätten sich in dem Online-Netzwerk Gruppen angeschlossen, die den Al-Kaida-Ableger Islamischer Staat im Irak unterstützten, sagte Al-Shammari. In vielen Fällen seien die Betroffenen aber nur unter Verdacht geraten, weil sich jemand anders bei Facebook unter ihrem Namen angemeldet habe.
Der Provinzgouverneur Athiel al-Nujaifi ordnete eine Untersuchung des Todes des Arbeiters Yassin al-Khafaji an. Der Vater von drei Kindern soll im Zuge der Kampagne ebenfalls festgenommen worden sein. Nach Angaben aus Mossul wurde er bei Verhören mit Schlägen und Elektroschocks gefoltert. Außerdem trennte man ihm mehrere Finger ab. Die Polizei habe seine Leiche anschließend der Gerichtsmedizin übergeben und behauptet, Al-Khafaji sei von Extremisten verschleppt und getötet worden. (APA, 25.9.2012)
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