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Wien - Eigentlich wollte sich der Korruptions-Untersuchungsausschuss ausführlich dem Kapitel Asfinag in der Inseratenaffäre um Kanzler Werner Faymann (SPÖ) widmen. Der frühere Infrastrukturminister und Asfinag-Vorstand Mathias Reichhold (FPÖ) hat allerdings abgesagt. Begründung: Der nunmehrige Biobauer sei derzeit im "Ernteeinsatz". Alle drei in den Ausschuss geladenen ehemaligen Asfinag-Mitarbeiter haben ihr Kommen abgesagt. Damit kommt von ursprünglich vier geladenen Auskunftspersonen nur eine einzige, und zwar der frühere Faymann-Sprecher Thomas Landgraf.
Der grüne Fraktionsführer Peter Pilz hat erneut schwere Vorwürfe in der Inseratenaffäre erhoben. Es stehe die Frage im Raum, ob auch der Flughafen Wien Inserate für den damaligen Verkehrsminister Faymann finanziert habe. Die Auskunftspersonen würden ausreichen, "um ein Schmiersystem zwischen dem Kanzler, seinem Kabinettschef und einigen Boulevardmedien darzustellen", sagte er in einer Ausschusspause im Parlament. Im Interview mit derStandard.at erklärt Pilz, warum der Bundeskanzler seiner Meinung nach schwer belastet ist.
Jetzt am Wort: Thomas Landgraf - derStandard.at berichtet live.
Landgraf will sich an das Zustandekommen der damaligen Medienkooperationen kaum noch erinnern können. Er selbst habe kein Pouvoir zum Abschluss von Medienkooperationen gehabt. Mit dem Abschluss der "Unsere Bahn"-Kampagne in der "Kronen Zeitung" habe er "nichts zu tun gehabt". Und an eine Medienkooperation mit der Zeitschrift "News", die angeblich vom Ministerbüro beauftragt wurde, wollte oder konnte er sich nicht mehr erinnern.

Zum Vorwurf Jarolims, ein hochrangiger ÖVP-Vertreter habe ihm damit gedroht die SPÖ beim Thema Inserate "ordentlich herrichten" zu wollen, sagt Amon: Er soll sagen, wen er meint, dann können wir uns darüber unterhalten. Ob Jarolims Vorwurf die Zusammenarbeit zwischen Rot und Schwarz trüben wird? "Nein, weil der Herr Jarolim für mich nicht relevant ist".
26.9., 17:32Maria Sterkl derStandard.at
Ende der Befragung. Wir beenden damit den Livebericht,