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vergrößern 600x1455Kaiserin Elisabeth auf Korfu, Gemälde von Friedrich August Kaulbach, 1899
Wien/Athen - In einer Zeit, in welcher Griechenland noch nicht ausschließlich mit Wirtschafts- und Währungskalamitäten verbunden wurde, errichtete sich die österreichische Kaiserin Elisabeth auf der Insel Korfu mit dem neoantiken Traumpalast Achilleion ein privates Refugium. Unter dem Titel "Sisi auf Korfu. Die Kaiserin und das Achilleion" widmet das Wiener Hofmobiliendepot der griechischen Episode im Leben der Reisemonarchin nun im Jubiläumsjahr (am 24. Dezember jährt sich Elisabeths Geburtstag zum 175. Mal) eine eigene Ausstellung.
1861 hatte die Kaiserin im Zuge einer einjährigen Kur abseits des Wiener Hofes erstmals Korfu besucht, wobei sie sich bereits damals von einer verfallenden Villa angetan zeigte. Dennoch kehrte die rastlose Monarchin erst viele Jahre später auf die Insel zurück - mit Bauplänen im Gepäck. Sie ließ die alte Villa abreißen und zwischen 1888 und 1891 das Schloss Achilleion an dessen Stelle errichten. Sie benannte den Bau nach ihrem griechischen Lieblingsheroen Achill, ebenso verwundbar wie heldenhaft.
Als Kuratorin wurde für die Schau eine Fachfrau gewonnen, ist Olivia Lichtscheidl sonst doch im Sisi-Museum in der Hofburg tätig. Sie legt das Ausstellungskonzept breit an und vereint zahlreiche originale Möbel- und Kleidungsstücke wie ein Sommerkleid oder Strümpfe und Schuhe der Aristokratin mit Reiseutensilien wie einem Manikürset oder einem Modell der Sisi-Jacht Miramar.
Dabei geht die Schau ausführlich auf die Griechenlandleidenschaft Sisis sein, die vier Lehrer beschäftigte, um Alt- sowie Neugriechisch zu erlernen und antike Kunst sammelte. Dies symbolisiert in der Schau unter anderem die umfangreiche Gemmensammlung der Kaiserin. Gemälde des illyrischen Achilleions auf Korfu bilden den Rahmen für die Exponate.
Die unstete Elisabeth selbst verlor bald das Interesse an ihrem Prachtprojekt, in dem sie bis 1896 zwar jährlich mehrere Monate verbrachte, das sie aber noch vor ihrem gewaltsamen Tod 1898 zum Verkauf stellte. Dann erbte es allerdings Tochter Gisela, die es an Kaiser Wilhelm II. verkaufte. Zuletzt diente der Bau bis Mitte der 1990er Jahre als Casino, bis er vom griechischen Staat in ein Museum umgewandelt wurde.
Flankiert wird die Schau im Hofmobiliendepot von einem umfangreichen Kinderprogramm. So können junge Sisi-Fans lernen, wie man Veilchenseife herstellt, Fächer bastelt oder Sirtaki tanzt. (APA, 25.9.2012)
"Sisi auf Korfu. Die Kaiserin und das Achilleion" im Hofmobiliendepot, Andreasgasse 7, 1070 Wien von 26. September bis 27. Jänner 2013 täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
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Ich freue mich schon sehr auf die Sonderausstellung im Hofmobiliendepot, weil ich das Museum sehr für seine einzigartigen Ausstellungsstücke und die gute Aufbereitung von Themen schätze. Die Leidenschaft der Kaiserin Sisi fürs Reisen und speziell für Griechenland war ja bereits in den verklärt romantischen Sissi-Filmen Thema, ich bin mir aber sicher, dass in dieser Ausstellung ein ganz neuer Blick auf dieses Detail ihrer Persönlichkeit geworfen wird.
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