Kunsthistoriker entdecken Klee als 3D-Künstler

25. September 2012, 13:16

Künstler montierte Materialien wie Pappe und Tüll in seine Bilder

Düsseldorf - Der Maler Paul Klee war auch ein 3D-Objektkünstler. Das fanden Kunsthistoriker heraus, die derzeit eine Ausstellung der 100 Klee-Gemälde aus dem Bestand der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vorbereiten. In vielen Fällen habe der Künstler (1879-1940) seine Werke dreidimensional gestaltet, sagte Sammlungsleiterin Anette Kruszynski am Dienstag in Düsseldorf.

So habe Klee nicht nur Vorder- und Rückseite einzelner Bilder gleichwertig gestaltet, sondern auch verschiedenste Materialien von Pappe bis Tüll hineinmontiert. Klee habe auch bei manchen Aquarellen die starken wellenartigen Verwerfungen des getrockneten Papiers "ganz klar" als bildnerische Mittel genutzt. "War der Aspekt der Dreidimensionalität im Werk Klees bisher unter Experten eher eine These, eine bloße Vermutung, so hat die Vorbereitung unserer Ausstellung hier weiter Klarheit geschaffen", sagte die Expertin.

Die Kunstsammlung zeigt in ihrer Dependance K21 im Ständehaus von diesem Samstag bis zum 10. Februar ihren Klee-Bestand in der Schau "100 x Paul Klee - Geschichte der Bilder". (APA, 25.9.2012)

Share if you care
1 Posting
typisch kunsthistoriker!

80 jahre zu spät! naja, wenn man keine augen im kopf hat...........

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.