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vergrößern 600x568Wien/Wiener Neudorf - Die Beschäftigtenzahl in Österreich steigt derzeit um durchschnittlich 0,9 Prozent pro Jahr und wird 2016 rund 3,431 Millionen erreichen, es werden also fast 173.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Knapp zwei Drittel des erwarteten Beschäftigungszuwachses im Zeitraum 2010 bis 2016 werden auf Frauen entfallen, hat das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seiner mittelfristigen Beschäftigungsprognose errechnet.
Viele der neuen Stellen für Frauen werden Teilzeitjobs sein und vor allem in jenen Bereichen entstehen, die schon bisher besonders viele Frauen beschäftigen, erwarten die Wifo-Ökonomen.
Der Strukturwandel in der Wirtschaft setzt sich fort, im Jahr 2016 werden voraussichtlich drei Viertel (75,2 Prozent) aller Beschäftigten im Dienstleistungssektor arbeiten. Gleichzeitig sinkt die Beschäftigung in der Sachgütererzeugung - allerdings wird dieser Rückgang teilweise durch eine starke Expansion der Leiharbeitsbranche kompensiert, denn die Leiharbeiter werden vor allem in der Produktion und in der Baubranche eingesetzt.
Überdurchschnittlich stark steigen wird die Beschäftigung laut Wifo-Prognose bei den Berufen mit Hochschul- und Maturaniveau. Den in absoluten Zahlen größten Stellenzuwachs wird es aber bei Berufen geben, die den Abschluss einer Lehre oder einer berufsbildenden mittleren Schule (z.B. Handelsschule) erfordern. Hilfskräfte werden im Dienstleistungsbereich vermehrt nachgefragt werden, in der Produktion werden sie hingegen weniger gebraucht, so die Beobachtung der Wifo-Arbeitsmarktexperten.
Konkret gab es im Jahr 2010 rund 328.600 Beschäftigte mit Hochschulabschluss - diese Zahl soll sich bis 2016 um 52.000 erhöhen, das ist eine jährliche Zunahme um 2,5 Prozent. Bei den Maturanten soll die Beschäftigtenzahl von 681.500 um 48.900 zulegen (+1,2 Prozent pro Jahr). Die Lehr- oder Fachschulabsolventen können mit einem jährlichen Beschäftigungsplus von 0,5 Prozent rechnen (derzeit 1,691 Millionen). Die Nachfrage nach Arbeitskräften, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben, wird praktisch stagnieren, ihre Zahl wird minimal von 369.600 auf 371.400 zulegen.
Nach Berufsgruppen betrachtet wird die Nachfrage nach wissenschaftlichen Berufen (+2,5 Prozent) am stärksten zunehmen. Auch technische berufe auf Maturaniveau (z.B. HTL-Absolventen) werden stärker gefragt sein (+1,6 Prozent), ebenso Dienstleistungs- und Verkaufsberufe (+1,7 Prozent). Weniger Bedarf besteht für die bloße Bedienung von Maschinen und Anlagen sowie Montagetätigkeit, hier werden 27.000 Jobs verlorengehen (-2,3 Prozent), erwartet das Wifo. (APA, 25.9.2012)
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