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vergrößern 645x494Neben der Wortwahl lässt auch die Rechtschreibung des jungen Feuerwehrmannes zu wünschen übrig.
In einem Einsatzbericht auf der Website der Feuerwehr Klagenfurt von Montagabend wurde im Kurzbericht festgestellt: "Tschuschen haben in freien gekocht." Die Bezeichnung "Tschuschen" wurde mittlerweile in "Besucher" umgeändert.
Gottfried Strieder, Branddirektor der Feuerwehr Klagenfurt, erklärt auf Anfrage von derStandard.at, dass der Vorfall in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Berufsfeuerwehr Klagenfurt stehe. Weil die Berufsfeuerwehr durch eine Übung und einen Einsatz verhindert war, wurde der Brandeinsatz von einem jungen Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr online gestellt, der erst seit kurzer Zeit bei der Feuerwehr tätig ist. "Wie er zu dieser Formulierung gekommen ist, weiß ich nicht", sagt Strieder. "Es tut mir furchtbar leid. Der Vorfall ist mir persönlich sehr unangenehm, die Wortwahl entspricht auf keinen Fall dem Denken der Freiwilligen Feuerwehr."
Auch auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Klagenfurt distanziert man sich von der getroffenen Aussage.
Der junge Feuerwehrmann, der auch ein Mitarbeiter des Magistrats ist, müsse auf jeden Fall mit Konsequenzen sowohl von Seiten der Feuerwehr als auch seines Arbeitgebers rechnen. (elm, derStandard.at, 25.9.2012)
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Genau dieses Theater um die verbale "political correctness" führt dazu, dass dann letztlich die Leute mit dem glattesten Mundwerk den größten Erfolg haben. Wenn in der Öffentlichkeit andauernd jede kleinste patscherte Formulierung gleich mit Etiketten wie "rassistisch" und "Nazi" abgewatscht wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich im Sinne einer Auslese von Sprachformen ein absolut keimfreies Teflon-Politgesülze (Grasser, Ostermayer vor dem U-Ausschuss) durchsetzt. Dieses Orwell'sche Neusprech ist zwar inhaltlich eine Verhöhnung der Zuhörenden, aber dafür 100% politically correct. Also da sind mir Typen, die geradeheraus das reden oder schreiben, was sie sich denken - so wie eben der arme Feiawehrmon aus Klognfuat - schon lieber!
Wer "Tschusch" oder "Neger" sagt - wird damit automatisch zum Rassisten; wer mit Lederjacke und kahlgeschoren daherkommt, muss zwingend ein Neonazi sein usw.
Dahinter steckt eine bösartige Vertauschung von Ursache und Wirkung: weil Rassisten "Tschusch" und "Neger" als Schimpfwörter verwenden und Neonazis mit Lederjacken und kurzen Haaren daherkommen, wird nun automatisch umgekehrt gefolgert dass alle Tschusch-Sager Rassisten und kurzhaarige Lederjackenträger Neonnazis wären. Ist genauso überzeugend wie die Behauptung, alle Mercedes-Fahrer wären Obernazis, weil wenn Hitler mit einem Mercedes daherkommt, dann muss ja jeder, der mit einem Mercedes fährt, ein Obernazi sein...
bleiben in dem Bericht im Dunkeln:
Fäkalien und Unrat hinter einer Halle in der Leutschacher Straße in Klagenfurt stinken, immer wieder steigt Rauch auf, weil dort Bettler Feuer machen, um sich zu wärmen oder zu grillen. Trotz Protesten habe sich nichts am Problem geändert, so die Anrainer. Noch am Wochenende soll die Halle geräumt werden. "Es hat sich herausgestellt, dass die Situation für die Anrainer unerträglich geworden ist"...
..und das haben sich die südslawischen Bauarbeiter zugerufen und daraus soll angeblich das Wort "Tschusch" entstanden sein. Dieses Wort verwendet auch Helmut Qualtinger alias Travnicek: Und die Leit? Tschuschen! Wan mi des Reisebüro net vermittelt hätt!
Übrigens habe ich diese Wort seit mindestens 20 Jahren nicht gehört, ich wußte gar nicht, daß es der heutigen Jugend bekannt ist. So alte Ausdrücke sind ja doch irgendwie ganz nett.
also DAS finde ich einfach erbärmlich.
und zum eigentlichen thema: wer sagt, dass man die arbeit der ff nicht mag? nur hat rassismus bei einsatzorganisationen nichts verloren. erst recht nicht bei ehrenamtlichen. sonst könnte es ja passieren, dass die feuerwehr gar nicht mehr ausfährt, weil ja eh nur ein asylantenheim brennt...
Da passieren Fehler. Worüber reden wir hier eigentlich? Ein, wie im Artikel beschrieben, junger Mensch muss ein Protokoll ausfüllen. Kann er halt nicht, nie gemacht, schreibt halt so wie er redet und sozialisiert ist - wie so viele Österreicher. So sind wir eben, uns stört das nicht.
Und warum ist das überhaupt bekannt geworden? Eine dezente, aber nachhaltige Belehrung wäre sinnvoller gewesen.
könnte man die Protokolle der Feuerwehr und auch der Polizei so gestalten:
Es ist etwas passiert.
Zeit und Ort und beteiligte Personen dürfen aus Datenschutzgründen nicht protokolliert werden.
ich nehme an wenn es österreicher gewesen wären und er die formulierung "nazi-sympathisanten, die mit ihren eigenen kindern kinder im keller züchten, nur schwechater bier trinken, kinder zum missbrauchtwerden in katholische schulen schicken, trachten tragen und ständig raunzen" benutzt hätte wäre das auch in ordnung gewesen...?
witzig finde ich immer dass genau die sich über political correctness aufregen die, wäre sie nicht vorhanden, als lächerliches braunes gesindel bezeichnet werden würden.
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