Feuerwehr Klagenfurt: "Tschuschen haben in freien gekocht"

  • Neben der Wortwahl lässt auch die Rechtschreibung des jungen Feuerwehrmannes zu wünschen übrig.
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    Neben der Wortwahl lässt auch die Rechtschreibung des jungen Feuerwehrmannes zu wünschen übrig.

Ein junger Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr Klagenfurt stellte am Montag einen fragwürdigen Einsatzbericht online. Die Berufsfeuerwehr bedauert den Vorfall

In einem Einsatzbericht auf der Website der Feuerwehr Klagenfurt von Montagabend wurde im Kurzbericht festgestellt: "Tschuschen haben in freien gekocht." Die Bezeichnung "Tschuschen" wurde mittlerweile in "Besucher" umgeändert.

Vorfall hat Konsequenzen

Gottfried Strieder, Branddirektor der Feuerwehr Klagenfurt, erklärt auf Anfrage von derStandard.at, dass der Vorfall in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Berufsfeuerwehr Klagenfurt stehe. Weil die Berufsfeuerwehr durch eine Übung und einen Einsatz verhindert war, wurde der Brandeinsatz von einem jungen Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr online gestellt, der erst seit kurzer Zeit bei der Feuerwehr tätig ist. "Wie er zu dieser Formulierung gekommen ist, weiß ich nicht", sagt Strieder. "Es tut mir furchtbar leid. Der Vorfall ist mir persönlich sehr unangenehm, die Wortwahl entspricht auf keinen Fall dem Denken der Freiwilligen Feuerwehr."

Auch auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Klagenfurt distanziert man sich von der getroffenen Aussage.

Der junge Feuerwehrmann, der auch ein Mitarbeiter des Magistrats ist, müsse auf jeden Fall mit Konsequenzen sowohl von Seiten der Feuerwehr als auch seines Arbeitgebers rechnen. (elm, derStandard.at, 25.9.2012)

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Noch was zu diesem elenden Herumgehacke auf patscherten Formulierungen von patscherten Leuten:

Genau dieses Theater um die verbale "political correctness" führt dazu, dass dann letztlich die Leute mit dem glattesten Mundwerk den größten Erfolg haben. Wenn in der Öffentlichkeit andauernd jede kleinste patscherte Formulierung gleich mit Etiketten wie "rassistisch" und "Nazi" abgewatscht wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich im Sinne einer Auslese von Sprachformen ein absolut keimfreies Teflon-Politgesülze (Grasser, Ostermayer vor dem U-Ausschuss) durchsetzt. Dieses Orwell'sche Neusprech ist zwar inhaltlich eine Verhöhnung der Zuhörenden, aber dafür 100% politically correct. Also da sind mir Typen, die geradeheraus das reden oder schreiben, was sie sich denken - so wie eben der arme Feiawehrmon aus Klognfuat - schon lieber!

Die Schlussfolgerungen, die aus verbalen Äußerungen oder aus einem äußeren Anschein gezogen werden, sind bisweilen schon abenteuerlich

Wer "Tschusch" oder "Neger" sagt - wird damit automatisch zum Rassisten; wer mit Lederjacke und kahlgeschoren daherkommt, muss zwingend ein Neonazi sein usw.

Dahinter steckt eine bösartige Vertauschung von Ursache und Wirkung: weil Rassisten "Tschusch" und "Neger" als Schimpfwörter verwenden und Neonazis mit Lederjacken und kurzen Haaren daherkommen, wird nun automatisch umgekehrt gefolgert dass alle Tschusch-Sager Rassisten und kurzhaarige Lederjackenträger Neonnazis wären. Ist genauso überzeugend wie die Behauptung, alle Mercedes-Fahrer wären Obernazis, weil wenn Hitler mit einem Mercedes daherkommt, dann muss ja jeder, der mit einem Mercedes fährt, ein Obernazi sein...

Hab ich was nicht verstanden?

Wegen eines Einzeiler's eines Florianijünger's wurden bis dato 936 (ok jetzt 937..) Kommentare losgetreten..?

Wäre schon wenn im Alltag das Miteinander mehr gelebt würde, anstatt diese Lapalie unsäglich zu eskalieren.

das hier ist eine linkslinke zeitung. was erwartest denn?
ich will mir die kommentare nicht durchlesen, aber vermutlich wird der junge mann schon als ärgster nazi betitelt.

Die Konsequenzen?

A klane Tätschn vom Uwe.

Die Hintergründe dieses Feuerwehreinsatzes

bleiben in dem Bericht im Dunkeln:

Fäkalien und Unrat hinter einer Halle in der Leutschacher Straße in Klagenfurt stinken, immer wieder steigt Rauch auf, weil dort Bettler Feuer machen, um sich zu wärmen oder zu grillen. Trotz Protesten habe sich nichts am Problem geändert, so die Anrainer. Noch am Wochenende soll die Halle geräumt werden. "Es hat sich herausgestellt, dass die Situation für die Anrainer unerträglich geworden ist"...

über den jungen Mitarbeiter der

Freiwilligen Feuerwehr Klagenfurt wird nun hergezogen - für den ua Kulturbereicherer wird wohl Verständnis gezeigt werden da dies in seinem Kulturkreis eben so üblich ist ...

http://derstandard.at/134828410... -verhaftet

zu tief

ins tschechische schnapsglasl gschaut??

Cujes ? (Tschujesch?) entspricht "Hearst"!

..und das haben sich die südslawischen Bauarbeiter zugerufen und daraus soll angeblich das Wort "Tschusch" entstanden sein. Dieses Wort verwendet auch Helmut Qualtinger alias Travnicek: Und die Leit? Tschuschen! Wan mi des Reisebüro net vermittelt hätt!

Übrigens habe ich diese Wort seit mindestens 20 Jahren nicht gehört, ich wußte gar nicht, daß es der heutigen Jugend bekannt ist. So alte Ausdrücke sind ja doch irgendwie ganz nett.

Seit der Tschuschenkapelle ist es als Schimpfwort tot. Für mich klingt es wie Piefke, eher freundschaftlich neckend.

das wort wird nach wie vor als schimpfwort verwendet.

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht!

Lasset uns hören den Singkreis Gurk mit
"I bin lei a Kantna" und im Geiste der ersten Strophe Nachsicht walten gegeniba dem armen Feiawea-Tollpatsch!

http://www.youtube.com/watch?v=chfDIIFtEIQ

kann schon sein,

aber nicht in einem offiziellen bericht, und auch nicht aus dem mund eines (kärntner) vollideppen..

der volldepp ist wenigstens freiwillig bei der feuerwehr.

und was war ihre leistung, bin ich versucht sie zu fragen.

und natürlich, weils kärnten ist, ist auch eine pauschalverurteilung angebracht.

Freiwillige oder Berufsfeuerwehr

Wenn euch die Arbeit der FF nicht gefällt, dann leistet euch halt eine Berufsfeuerwehr - des kost oba a Wengerl mehr. Also lasst die freiwillig dilletierenden in Ruhe, wegen so einer Lappalie.

uiii, fühlt sich da wer angegriffen?
:-D

Nicht angegriffen

Würde nie irgendetwas freiwillig unentgeltlich machen.

also DAS finde ich einfach erbärmlich.
und zum eigentlichen thema: wer sagt, dass man die arbeit der ff nicht mag? nur hat rassismus bei einsatzorganisationen nichts verloren. erst recht nicht bei ehrenamtlichen. sonst könnte es ja passieren, dass die feuerwehr gar nicht mehr ausfährt, weil ja eh nur ein asylantenheim brennt...

Freiwillige sind eben oft keine Profis

Da passieren Fehler. Worüber reden wir hier eigentlich? Ein, wie im Artikel beschrieben, junger Mensch muss ein Protokoll ausfüllen. Kann er halt nicht, nie gemacht, schreibt halt so wie er redet und sozialisiert ist - wie so viele Österreicher. So sind wir eben, uns stört das nicht.
Und warum ist das überhaupt bekannt geworden? Eine dezente, aber nachhaltige Belehrung wäre sinnvoller gewesen.

Viel mehr verstören mich mangelnde Orthographie- und Grammatik-Kenntnisse des jungen Mannes.

Wir zu Hause kochen auch IN großen(!) Pfannen und nicht "in freien". Oder wurde wer verhaftet, im Freien?

Tja, der Junge gibt halt das wieder, was er denkt. Da sollte man ansetzen.

Um die Apostel der political Correctness nicht zu beleidigen,

könnte man die Protokolle der Feuerwehr und auch der Polizei so gestalten:

Es ist etwas passiert.
Zeit und Ort und beteiligte Personen dürfen aus Datenschutzgründen nicht protokolliert werden.

ja, richtig, es geht um political correctness...

ich nehme an wenn es österreicher gewesen wären und er die formulierung "nazi-sympathisanten, die mit ihren eigenen kindern kinder im keller züchten, nur schwechater bier trinken, kinder zum missbrauchtwerden in katholische schulen schicken, trachten tragen und ständig raunzen" benutzt hätte wäre das auch in ordnung gewesen...?

witzig finde ich immer dass genau die sich über political correctness aufregen die, wäre sie nicht vorhanden, als lächerliches braunes gesindel bezeichnet werden würden.

@loundy Wenn Sie keine Argumente mehr haben,

bezeichnen Sie andere als Gesindel. Ihr Beitrag richtet sich selbst...

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