Google Nexus 5: Neues Android-"Lead Device" von HTC?

Angeblich mit 1080p 5-Zoll-Display ausgestattet - 12 Megapixel-Kamera und Quadcore-Snapdragon CPU

Traditionell stellt Google gegen Ende des Jahres ein neues Smartphone der eigenen Android-"Lead Device"-Serie Nexus vor. Höchste Zeit also, dass die ersten Gerüchte für den (oder die) Nachfolger des Galaxy Nexus auftauchen. Und genau mit solchen kann nun GSMArena aufwarten: Wie es in Berufung auf eine interne Quelle bei HTC heißt, soll der taiwanesische Hardwarehersteller unter dem Namen Nexus 5 nämlich an einem neuen High-End-Smartphone arbeiten.

1080p-Bildschirm

Glaubt man den Informationen könnte es sich dabei um jenes Gerät handeln, das in den vergangenen Wochen schon als HTC One X 5 (oder: HTC Incredible X) die Runden in der Gerüchteküche gemacht hat - und mit recht beeindruckenden Spezifikationen aufwarten kann. So soll es einen 5-Zoll 1080p-Bildschirm aufweisen, also mit 1.920 x 1080 Pixel eine noch höhere Auflösung und Pixeldichte (441 PPI) als aktuelle Smartphones bieten. Ein entsprechendes Display wurde bereits vor einigen Monaten von LG erstmals vorgezeigt. Ob solche Pixeldichten überhaupt noch Sinn machen (300 PPI wird üblicherweise als die Grenze für die Wahrnehmbarkeit einzelner Pixel angenommen), muss sich dann aber wohl erst in einem Test zeigen.

Zwischenwelt

Mit den genannten Abmessungen würde das Nexus 5 bereits in die Mischkategorie zwischen Smartphone und Tablet - in der englischsprachigen Presse gerne "Phablet" genannt - fallen. Der Name "Nexus 5" ist wohl als Anspielung auf das erfolgreiche Nexus-7-Tablet zu verstehen. Zu den weiteren Spezifikation gehören ein Quad-Core Snapdragon S4 Pro Prozessor, eine 12 Megapixel-Kamera (plus eine mit 2 Megapixel an der Vorderseite), bis zu 64 GByte internem Speicherplatz, LTE-Support sowie ein 2.500 mAh starker Akku.

Software

Als Software soll hier Android 4.1.2 zum Einsatz kommen, also eine Weiterentwicklung von "Jelly Bean" mit zusätzlichen Optimierungen für Performance ("Project Butter") und kleineren Verbesserungen. Eine gänzlich neue Android-Version, wie sie Google bisher immer parallel zu einem neuen Nexus-Smartphone veröffentlicht hat, würde es demnach diesen Herbst nicht mehr geben. Dies wäre durchaus konsistent mit den immer wieder mal von Google kolportierten Plänen, die Android-Major-Release-Frequenz auf einmal jährlich zu reduzieren.

Vorteile

Darüber würden sich wohl nicht zuletzt die diversen Hardwarepartner freuen, die bisher durchaus Probleme haben, mit den raschen Updates von Google mitzukommen. Und wenn große neue Versionen künftig nur mehr einmal jährlich folgen, dann bietet sich hierfür natürlich Googles eigene, traditionell zwischen Mai und Juni abgehaltene I/O-Konferenz als optimale Plattform zur Veröffentlichung an. Ganz aus dem Rennen ist eine neue Android-Version mit dem aktuellen "Leak" allerdings nicht, schließlich könnten auch einfach derzeitige Testgeräte mit einer nicht ganz aktuellen Softwareversion laufen.

Auswahl

Die etwaige Existenz eines Nexus 5 von HTC muss übrigens nicht heißen, dass dieses Jahr nur HTC zum Zug in Sachen Lead Device kommt. Hatte doch schon vor einigen Monaten das Wall Street Journal berichtet, das Google heuer erstmals mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten will, also gleich mehrere neue Nexus-Geräte parallel veröffentlicht werden sollen.

Samsung

Dazu passt dann auch, dass in den letzten Wochen immer wieder mal Spuren eines GT-i9260 von Samsung im Web auftauchen (aktuell etwa in den EXIF-Daten eines auf Picasa geposteten Fotos). Legt diese Modellnummer doch nahe, dass es sich hierbei um ein Update des Galaxy Nexus (GT-i9250) handelt. Mit leicht aktualisierter Hardwareausstattung könnten Google und Samsung so eventuell versuchen, vor allem über einen günstigen Verkaufspreis zu reüssieren - eine Strategie die schlussendlich schon beim Nexus 7 aufgegangen ist.

LG

Und wem das noch nicht reicht: Auch LG soll gerüchteweise an einem eigenen Nexus arbeiten, ein Schritt der für das derzeit im Android-Umfeld nur begrenzt erfolgreiche Unternehmen durchaus Sinn ergeben könnte, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Die reale Informationsbasis ist in diesem Fall allerdings besonders dünn, insofern heißt die Parole für die nächsten Wochen wohl weiter: Abwarten. (apo, derStandard.at, 25.09.12)

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