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Das Fachkräftemangel-Problem ist Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ein Dorn im Auge. Deswegen schlägt der WK-Chef im aktuellen "Trend" eine Art Express-Ausbildung für Maturanten vor. Diese sollen ein einjähriges, intensives Praxisjahr absolvieren können und so zu einem Lehrabschluss kommen. Wenn man praktisch veranlagten Maturanten einen alternativen Ausbildungsgang zum Studium anbiete, könnten dadurch auch die Universitäten entlastet werden, ist Leitl überzeugt.
Der Gewerkschaftsbund kann sich diese Art der Ausbildung indes weniger gut vorstellen. ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske äußert im Ö1-Morgenjournal Bedenken gegen eine einjährige Kurz-Lehre. Kaske bezweifelt, dass in einem Jahr zu lernen sei, wofür andere drei Jahre brauchten. Und er sieht die Gefahr, dass Maturanten mit Lehre wie Nicht-Maturanten bezahlt werden. Leitls Lösung ist für Kaske allenfalls eine "zweit- oder drittbeste Lösung", um dem Fachkräftemangel sinnvoll entgegen zu wirken.
"Die beste Chance ist, Jugendliche in einer dualen Lehrausbildung auszubilden", so der ÖGB-Mann im ORF-Radio. Noch viel vehementer spricht sich die Gewerkschaftsjugend gegen Leitls Vorschlag aus. "In einem einzigen Jahr eine Lehre nachzuholen, die sonst drei oder vier Jahre dauert - das werden nur die wenigsten Jugendlichen schaffen", bekundet ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Michlmayr in einer Aussendung seinen Zweifel.
Für Michlmayr ist es "verantwortungslos, den AHS-MaturantInnen einzureden, dass ein Lehrabschluss eine leicht zu holende Zusatzqualifikation ist, die man schnell an die Matura anhängt." Er sieht darüber hinaus die Gefahr, dass die AHS-Absolventen erst im Laufe des Express-Lehrjahres draufkommen, dass sie in dieser Zeit unmöglich eine ganze Lehre mitsamt allem nötigen theoretischen Wissen und den praktischen Erfahrungen nachholen können: "Dann haben sie selbst nichts davon, aber die Wirtschaft hat ein Jahr lang eine billige Hilfskraft gehabt".
Was dem ÖGB-Jung-Funktionär auch nicht gefällt: Die Lehrabschlussprüfung dürfe den Maturanten mit Express-Lehrjahr nicht leichter gemacht werden als jenen Jugendlichen, die eine reguläre Lehre absolviert haben. "Das wäre unfairer Wettbewerb", so Michlmayr. Wichtiger als Leitls Express-Experiment wäre es, wenn die Wirtschaft gut ausgebildete Maturanten mit Berufsabschluss, nämlich jene aus den Berufsbildenden Höheren Schulen, endlich auch ordentlich als Fachkräfte einstufen und bezahlen würde. "Die Praxis zeigt aber das Gegenteil: Sie werden nur als Lehrlinge eingestuft und mit der Lehrlingsentschädigung abgespeist." (red, derStandard.at, 25.9.2012)
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naja von einem freund höre ich was in der berufschule unterrichtet wird... das kann jeder maturant der ehrlich zu seinem zeugnis gekommen is mit links. denn 25% von 100 ausrechnen bedarf jetzt nicht einsteins IQ.
das erlernen der prakisbezogenen dinge ist individuell unterschiedlich. ich denke manche schaffen es in 1jahr andere benötigen vl 2 oder 3 jahre dafür.
die ultimative lösung wirds auch hier wohl nicht geben. sinnvoll wäre es aber die berufsschule für maturanten wegfallen zu lassen.
Beim allgemein bildenden Teil der Berufsschule haben sie recht, den könnte man weglassen. Was ist aber mit dem fachlich theoretischen Teil einer Ausbildung? Den sollte man nach wie vor in der Berufsschule absolvieren müssen. Mir ist aber nicht klar wie der in einem Jahr (bei manchen Berufen) zu schaffen wäre.
Wenn ihr euch für die vielen tausend unselbständig neuen Selbstständigen ebenso einsetzen würdet, wie für die armen Lehrlinge (unkündbare uninteressierte und unintelligente Jugendliche - zumindest viele!!) dann wäre die Welt sicher besser.
StudentInnen, die unbezahlte Praktika machen - und in Wirklichkeit nur bezahlte Fachkräfte ersetzen.
Zivildiener, die in Wirklichkeit Fachkräfte ersetzen.
StudentInnen, die Kellner ersetzen.
usw. usw. - "you name it!" ("du nennst sie")
Da wäre wirklich viel Ungerechtigkeit zu beseitigen.
Lehre in einem Jahr? Mit Leichtigkeit.
Denn: Was man in der Berufsschule lernt, hat man vorher schon gelernt. Oder man braucht es nicht. Lehre ist Lörning bei Duing (Lernen beim Tun). Das ist keine Kopfarbeit.
"Wenn ihr euch für die vielen tausend unselbständig neuen Selbstständigen ebenso einsetzen würdet"
" StudentInnen, die unbezahlte Praktika machen - und in Wirklichkeit nur bezahlte Fachkräfte ersetzen.
Zivildiener, die in Wirklichkeit Fachkräfte ersetzen.
StudentInnen, die Kellner ersetzen.
usw. usw. - "you name it!" ("du nennst sie") "
währe die berufsbildende weiterbildung (2. berufschultag) mit LEHRABSCHLUSS und MITTLERER REIFE also abschluss mit MATURA. somit hätten FACHARBEITER leichter den zugang zu einem studium!
die wirtschaft fordert bestens ausgebildete fachkräfte - die lösung die LEITEL wünscht wird KEINE gut ausgebildeten FACHKRÄFTE bringen - vielmehr unbefriedigte arbeitnehmer, weil man nie in einem jahr jene fertigkeiten lernen kann, selbst mit besten maturazeugnis!
der LANDSTREICHER
Werden Lehrlinge immernoch als Putz- und Laufkräfte verwendet?
Bei vielen Ideen habe ich das Gefühl, dass man nur versucht der Wirtschaft paar günstige Zwangsarbeiter (aus Mangel an Alternativen) zur Verfügung zu stellen.
Ich habe zwar auch Lust auf eine schnelle Lehre nebenbei, würde mich aber eher drüber freuen wenn man den Missbrauch als billige Arbeitskraft für Zeug das man nicht selber machen will abdreht und den Leuten in 3,5 Jahren richtig unterrichtet. Auch bei Praktikanten habe ich diesen Missbrauch bemerkt und frage mich ob es sinnvoll ist Leuten die sich eigentlich bilden wollen mit Putz- und Laufjobs für wenig Geld zu beschäftigen.
Sry, sind meine Erfahrungen von dem was momentan mit Lehrlingen und Praktikanten gemacht wird.
na einen teil der praxis kann er ja in seiner freizeit machen, das jausen holen z.b
putzen kann er auch daheim und fürs anschrein lassen haben wir ja (noch) die wehrpflicht wenn man da noch die 8- 9 monate berufsschule wegrechnet ist ein jahr realistisch.
ich empfehle ihnen an sich selbst auszuprobieren:
Alles von "Einjährigen":
*Brillen
*Zahnprothese
*Frisur (... die schaut aber eh schon so aus)
*Autoreparatur
*Restaurantbesuch, Essen, Service
*Ihre Sekretärin
*usw.
Ich wünschen Ihnen, dass sie dabei die Nerven NICHT wegschmeißen. Am Ende behandelt sie dann noch ein Crashkurs-Mediziner ...
Resi
wir sollten mal den begriff "fachkraft" in sinne der wk definieren, damit wir wissen, wovon wir reden.
hierbei geht um jene arbeitskraefte, die moeglicht passgenau und ohne schoerkel in ein affen- oder robotergleiches anforderungsprofil passen. sie koennen somit beliebig ausgetauscht werden. dies wiederum kommt den unternehmen zugute, weil der mensch noch mehr zur unpersoenlichen ressource verkommen kann und ausserdem jegliche ausbildungskosten auf die gesellschaft abgewaelzt werden koennen.
wieso sonst sollte man einen mangel an fchkraeften mit weniger ausbildung lindern koennen?!?
Zuerst mühsam maturieren und dann in Turboschnelligkeit die Kurz-Lehre für z. B. Bodenleger oder Maler- und Anstreicher, zum garantierten, sozialen Abstieg (bei dem was die bezahlt bekommen).
Als AHS-Maturant ist man genau gar nix! Mit einem Handwerk steht einem, wenn man klug, geschickt und fleißig ist, die Welt offen. Verglichen mit einer Maturantenexistenz (Beruf Kind) stellt das einen gewaltigen sozialen Aufstieg dar.
So können Sie sich einreden, was SIe wollen. Wer lässt sich da schon von trivialen Nebensächlichkeiten - wie beispielsweise der Einkommensstatistik - üerzeugen, wenn Sie sich doch viel schöner was einreden können, warum auch? Maturant ist übrigens kein Beruf.
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