Weißrusslands Diktatur: Die Musik spielt in Moskau

Kommentar | Josef Kirchengast, 24. September 2012, 18:58

Solange in Russland der Putinismus herrscht, wird sich in Weißrussland kaum etwas zum Besseren wenden

Offizielle Beteiligung an der Parlamentswahl in Weißrussland am Sonntag: 74,2 Prozent. "Mehr, als wir gehofft hatten", sagt dazu die Leiterin der amtlichen Wahlkommission. Das ist dreist und zynisch.

Dreist, weil Schätzungen der Opposition von 38 Prozent, also ungefähr der Hälfte, ausgehen und die Berichte unabhängiger Beobachter zugleich von massiven Fälschungen sprechen. Zynisch, weil das diktatorische Regime von Staatschef Alexander Lukaschenko die Kandidatur ernsthafter Oppositionskandidaten verhindert und ein Großteil der Opposition aus gutem Grund zum Boykott aufgerufen hatte. Aber selbst offizielle 74,2 sind in einem Überwachungsstaat dieses Zuschnitts das Eingeständnis, dass es beträchtlichen Widerstand gibt. Zu Sowjetzeiten, die sich Lukaschenko ja zum Vorbild nimmt, waren mindestens 99 Prozent Wahlbeteiligung üblich.

Das bedeutet freilich nicht, dass der Herrscher in Minsk gefährdet ist. Zum einen ist die Opposition weiter fragmentiert und kann sich nicht auf eine schlüssige, der Bevölkerung vermittelbare Strategie einigen. Vor allem aber hat Lukaschenko Rückhalt in Moskau. Mit seinen Krediten und dem niedrigen Gaspreis hält Russland die weißrussische Wirtschaft am Leben, deren Filetstücke es sich bereits einverleibt hat. Dem neuen alten Kreml-Herrn Wladimir Putin ist ein von ihm abhängiger Diktator in Minsk, so unsympathisch er ihn auch finden mag, immer noch bei weitem lieber als ein Nachbarland, das sich Europa annähert.

Solange also in Russland der Putinismus herrscht, wird sich in Weißrussland kaum etwas zum Besseren wenden. Das gilt, mit Einschränkungen, auch für die Ukraine, die seit dem Amtsantritt von Präsident Wiktor Janukowitsch vor zweieinhalb Jahren eine tendenziell totalitäre Entwicklung nimmt. Die Parlamentswahlen am 28. Oktober werden zeigen, ob dies unumkehrbar ist.

Allerdings ist Putin bei der Mehrheit der Russen längst nicht mehr so unumstritten, wie er es noch in seiner zweiten Amtszeit als Präsident war. In der Mittelschicht und bei der Jugend regt sich immer mehr Widerstand. Noch schlägt sich dieser nicht in einer politisch einigermaßen schlagkräftigen Opposition nieder. Aber für die meisten unabhängigen Beobachter ist das System Putin bereits angezählt. Umgelegt auf Weißrussland bedeutet das für den Westen: so viel und kreativ wie möglich in die Zivilgesellschaft investieren. Alles andere ist zwecklos. (Josef Kirchengast/DER STANDARD Printausgabe, 25.9.2012)

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Gibts für solche Artikel Prämien ?

Putin wurde mit großere Mehrheit gewählt, daher der Putinismus.

Barroso nicht, und Rompuy wurde von Kissinger eingesetzt.

In der EU erübrigen sich Wahlfälschungen, obwohl sie ja auch stattgefunden haben, da es keine Wahl gibt, somit man auch nicht zu wählen braucht.

Das größte Problem hinsichtlich Information betreffend Belarus liegt darin, dass Artikel über dieses Land in der Regel von einer belarussischen Diaspora verfasst werden, die in anderen Ländern leben und die aus welchem Grund auch immer ein Interesse

haben, ihre frühere Heimat in der internationalen Presse möglichst schlecht darzustellen.

Ich habe das Land einige Male besucht, und habe viele Leute befragt, wen sie wählen und warum: Ich bekam fast immer die Antwort: Wir wählen Lukaschenko, weil wir mit dem Kapitalismus nichts zu tun haben wollen, in dem nur die Reichen noch reicher werden, und die Armen zu denen wir gehören noch ärmer. Lukaschenko verhindert, dass es in Weißrussland Oligarchen gibt so wie in Russland, und er sorgt dafür dass auch das einfache Volk schöne Gehaltserhöhungen geht anstatt dass jeder Gewinn von den Banken abgeschöpft wird.

Danach dachte ich mir, hmm, unter den Umständen würde ich eigentlich auch Lukaschenko wählen. Warum mag der Westen diesen Mann nicht?

was verzapfen Sie denn für einen Blödsinn hier?

das durchschnittliche Einkommen in Weißrussland beträgt (umgerechnet) 471 US-Dollar (Stand: Aug. 2012) - die jährliche Inflation von August 2011 bis August 2012 beträgt 55% - und die Währung wurde im Vorjahr um mehr als die Hälfte abgewertet.
aktuell ist Lukaschenko nicht imstande, einen Kredit an die Sberbank zurück zu zahlen, mit der im Herbst des Vorjahres die Gold- und Forex-Reserven der Nationalbank um eine Milliarde USD aufgestockt wurde. Internat. Wähungsfond und der Krisenfond der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft haben seit 2008 Notkredite gegeben, die demnächst fällig sind, detto Schulden, die durch Eurobonds angefallen sind, bis 2015 bzw. 2018 .

PS. ich bin Österreicher - und im Unterschied zu Ihnen rede ich über Fakten

die Inflation Aug'11 - Aug#12 hat dennoch 55% betragen

und falls Sie von Wirtshaft eine Ahnung haben: das Lukashenko Regime hat die Geldmenge M3 in den ersten 9 Monaten des Jahres 2012 um 30% ausgeweitet. Das Resultat wird entweder eine weitere massive Abwertung sein - oder erneut Hyperinflation, wie 2011.

Tatsache ist, dass die Menschen in Weißrussland bitter arm sind im Vergleich zu demokratischen Nachbarstaaten. Das Regime von Lukaschenko manipuliert die wirtschaftlich völlig ahnungslose Bevölkerung mit einem Medienmonopol - genau so, wie es die Kommunisten in den 80er-Jahren getan haben. Mein lieber Freund, es gibt nichts gutes über das Lukaschenko-Regime zu sagen, es sei denn, man will Blödsinn verzapfen - oder man weiss es nicht besser als Sie.

Ihrer Argumentation mangelt es an Logik. Ich habe geschrieben, ich kann bestens nachvollziehen, warum die weißrussische Bevölkerung Lukaschenko wählt, und Sie antworten mit einer persönlichen Beleidigung (Zitat "was verzapfen Sie denn für einen...

... verzapfen Sie denn für einen Blödsinn hier?") aber bringen kein einziges Argument gegen meine Aussagen, sondern schreiben nur über anderes. Eine Vorgangsweise die jener von "Standard Leser4" auffallend ähnelt. Darf ich fragen, ob Sie vielleicht unter multiplen nicks hier einloggen, in der Hoffnung so ihre Meinung zu unterstreichen?

Ich gehe in einem Gespräch gerne auf Gesprächspartner ein: Also, grundsätzlich haben Sie recht. Die Inflation von 2011 war durch Abwertungs-bedingt zugegegeben extrem. Dies ist mittlerweile im Griff hhttp://in.reuters.com/article/2... ER20120809 Sollte man fairerweise dazusagen, und nicht nur einzelne negative Punkte herauspicken - auch darin ähneln Sie "Standard Leser4"...

Warum mag der Westen diesen Mann nicht? Vielleicht deswegen, weil Lukaschenko sich als einer der wenigen dem internationalen Kapitalismus NICHT beugt? Was mir die einfachen Leute gesagt haben, nämlich dass in Belarus das einfache Volk satte Gehalts-

erhöhungen bekommt, das bestätigt ungewollt sogar das pro-amerikanische Si Ei ÄH World Factbook http://tinyurl.com/2ens5y siehe "Economy" Zitat "In 2011, a financial crisis began, triggered by government directed salary hikes unsupported by commensurate productivity increases.The crisis was compounded by..."

Mit anderen Worten: Die (mittlerweile überwundene) Krise aus dem Jahr 2011 hatte damit zu tun, dass die (vornehmlich staatlichen) Unternehmen auf Druck des Präsidenten dazu gezwungen wurden, dem Volk allzu hohe Gehaltserhöhungen zu gewähren!

Das liest sich hoch interessant für Österreicher, wo wir von 2000 bis 2010 einen Produktivitätszuwachs von 30 Prozent hatten aber die Nettogehälter um 10 Prozent sanken!

Wenn es um Belarus geht, wird nahezu immer verzerrend berichtet. Alleine die Überschrift des Artikels birgt schon eine negative Konnotation. Und wie sieht es in der Realtität aus? Liegt Belarus tatsächlich wirtschaftlich am Boden? Mitnichten!

Lest bitte selbst nach! Sogar auf der oben zitierten Si Ei Äh Seite, der man sicherlich keine pro-Belarussische Neigung unterstellen kann, ist dokumentiert dass das Wirtschaftswachstum in den Jahren 2010 und 2011 bei 7.7 und 5.3 Prozent lag, mit Ausnahme 2009 war das die letzten 10 Jahre stets so! Also um Welten besser als die "neuen" östlichen Länder der EU!

Warum das so ist?

Ganz einfach: Die östlichen EU-Länder haben FREIHANDEL zugelassen. Das half westlichen Konzernen, dort ihre Waren zu verkaufen, doch die eigene Wirtschaft ging KAPUTT. Lukaschenko ist klüger: Zölle schützen die belarussische Industrie und werden nur langsam abgebaut, dort wo die weißrussische Wirtschaft am Weltmarkt mithalten kann. Genau das tat Ö in den 70ern...

Irgend einen schwarzen Peter gibt es in jedem Spiel!

Belarus ist dazu ideal, ein Land ohne Erdoel oder Erdgas, klein am Rande der EU ohne Atomwaffen, Hui da kann ja sogar der Westerwelle eine Lippe riskieren.

Warum mag der Westen diesen Mann nicht? Vielleicht deswegen, weil Lukaschenko sich als einer der wenigen dem internationalen Kapitalismus NICHT beugt? Was mir die einfachen Leute gesagt haben, nämlich dass in Belarus das einfache Volk satte Gehalts-

erhöhungen bekommt, das bestätigt ungewollt sogar das pro-amerikanische Si Ei ÄH World Factbook https://www.cia.gov/library/p... os/bo.html Zitat "In 2011, a financial crisis began, triggered by government directed salary hikes unsupported by commensurate productivity increases.The crisis was compounded by..."

Mit anderen Worten: Die (mittlerweile überwundene) Krise aus dem Jahr 2011 hatte damit zu tun, dass die (vornehmlich staatlichen) Unternehmen auf Druck des Präsidenten dazu gezwungen wurden, dem Volk allzu hohe Gehaltserhöhungen zu gewähren!

Das liest sich interessant für Österreicher, wo wir von 2000 bis 2010 einen Produktivitätszuwachs von 30 Prozent hatten aber die Nettogehälter um 10 Prozent sanken!

Bedaure, aber Ihre Kriseneinschaetzung ist falsch!

Belarus hatte Jahrelang grosse Handelsdefizite u hielt den BYR zum USD u RUR stabil was ein grosser Fehler war. Es haette monatliche schleichende Abwertungen von mindestens 2 % benoetigt. Die Gehaltsaufbesserungen sind gezwungener massen durch hohe importierte Inflation herbeigefuehrt worden. Z.B im Erdoel u Erdgasbereich.
Der Ausloeser war ein Run auf die Banken, um Valuten zu kaufen, als Russland vorzeitig bekanntgab die Importabgaben fuer Altautos um 100% zu erhoehen. Das musste in d Zollunion auch Belarus mitmachen. Dadurch wurden 250000 Autos bestellt, u 2.5 Mrd USD bezahlt. Dieser Run hat die Abwertungen ausgeloest, als die Nationalbank sich weigerte die Devisenreserven unter 3 Mrd USD zu senken u den Devisenverkauf einstellte!

Können Sie erklären, wie Sie schreiben dass einerseits der Belarussische Rubel "zu stark" gewesen sein soll - was Importe billig macht -,

aber dass andererseits Ihrer Ansicht nach eine hohe Inflation durch Importe bestanden hätte? Wäre dankbar für eine Erläuterung dieses Zusammenhangs. Vielleicht können Sie dann auch gleich erklären, wie die importierte Inflation zu Gehaltsaufbesserungen geführt haben soll...

In den letzten Jahren vor der Praesidentenwahl musste Weissrussland immer mehr fuer Energieimporte bezahlen

... da der Rubel gegen den USD u Rubel gebunden war u daher nicht staendig abwertete, war die Inflation in Weissrussland durch Importe bei 8% bis 13.7 % jaehrlich.
Um der Bevoelkerung auch eine Abgeltung der Produktivitatet u der BIP Steigerung zu bieten, waren Gehaltserhoehungen von jaehrlich 15 bis 25 % notwendig.
Anderfalls waeren alle Pensionisten in Weissrussland mit 40 Euro bis 70 Euro monatlich verhungert!
So wie in Oesterreich vor der EUR Einfuehrung d Schlagwort gepraegt wurde: 10 000 OES Mindestlohn, gibt es in Belarus die Losung 500 USD Durchschnittslohn, wobei klar ist, da werden sehr viele Menschen sein die nur 200 USD verdienen!

Da müssen Sie aber einem Irrtum aufliegen, denn eine starke Währung VERBILLIGT Importe! Die Inflation in Belarus hat meiner Ansicht nach zwei Ursachen: Erstens das starke Wirtschaftswachstum, denn jede stark wachsende Wirtschaft hat bis zu gewissem

Grad mit Inflation zu kämpfen. Für die Werktätigen steigen die Löhne mit, aber Pensionisten leiden darunter. Wie schön dass Lukaschenko den Pensionisten dies durch entsprechende Erhöhungen abgeglichen hat! Zweitens verkauft Russland dem Nachbarn Weißrussland (wie auch der Ukraine) Energie nicht mehr deutlich unter dem Marktpreis so wie früher. DAS hat die Inflation weiter erhöht! Wiederum gilt, wie schön dass Lukaschenko dies den Armen abgegolten hat. Wo im Westen würde das passieren?

Ihre Forderung, Belarus müsse ABWERTEN, hätte die Energie-Importe TEURER gemacht, nicht billiger. Soweit zur Klarstellung.

Eigentlich clever von den Weißrussen, dass sie nicht auf Neoliberale hineinfallen, die nur Unsinn behaupten...

Nein so ist es nicht, Wenn Sie die Waehrung gegen die importwaehrung gebunden haben = USD und RUR dann verteuert eine 25 % Gasimportpreiserhoehung in USD sich sofort auf verschiedene

Dienstleistungen, wie Heizung, Warmwasser etc nieder. Genauso ist es beim Erdoel, dort kommt auch noch die verringerte Marge bei den Raffinerien dazu. Eine monatliche Abwertung haette d vertrauen in die Waehrung nicht untergraben, der Kurs waere nun bei etwa 7000 BYR zum EUR. Es war ein grosser Fehler, der nun eingesehen wird. Sobald der Aussenhandel wieder ins Minus dreht, muss daher sofort mit der monatlichen Abwertung begonnen werden.
Sie irren wenn Sie meinen der Erdoelpreis war vorher von Russland subventioniert, Erdoel war damals fuer alle billiger. 2000 = 18 USD 2005 = 35 USD
2008 = 100 USD. Innerhalb 3 Jahre von 35 auf 100 USD konnte die Belarus Wirtschaft ohne Preiserhoehung nicht schaffen. Die Energie waere daher so u so teurer.

Sie widersprechen mir, aber Sie haben offenbar die Grundlagen nicht verstanden.

Wenn sich der Ölpreis in der Importwährung USD um plus 25 Prozent ändert, und die Importwährung USD an den Belarussischen Rubel GEBUNDEN ist, dann steigt auch für Weißrussen der Preis um 25 Prozent.

Wenn ZUSÄTZLICH auch noch den Belarussischen Rubel ABGEWERTET würde - so wie Sie das vorschlagen, dann wäre die Preissteigerung NOCH HÖHER! Ist das so schwierig zu verstehen?

Eine Wärhungs-Abwertung würde Importe auch dann teurer machen, wenn der Preis in der Importwährung gleich bleiben würde!

Dass der Ölpreis in letzter Zeit gestiegen ist, weiß jeder. Schön dass dies den Weißrussen insbesondere den Pensionisten und Ärmeren etc abgegolten wurde. Bei uns im Westen geschah das nämlich nicht...

Ich widerspreche mich nicht, nur Sie denken nicht mit....

Wenn der Rubel monatlich etwas abgewertet wird dann ist der Preisschock Innerhalb von einem Jahr bei 25 plus 20 = 45 % aber nicht 110% innerhalb 3 Monaten!
Ausserdem vergleichen Sie bitte nicht die Oesterr Renten mit jenen von Weissrussland. Wenn Sie bei 70 USD Monatlich u 110 % Inflation keine Erhoehung erhalten, verhungern Sie. Wenn Sie bei 1.000 USD im Monat/x 14!/ u einer Inflation von 3% keine Erhoehung erhalten, muessen Sie halt einmal aufs Schnitzel oder dem taeglichen Kaffehausbesuch verzichten. Sonst passiert nicht viel!
Schon ein kleiner Unterschied, u so gesehen gar keine aussergewoehnliche Leistung diese Rentenerhoehung in Belarus!
Die Armen verlieren immer und ueberall!

Ok, offenbar haben Sie's jetzt verstanden. Oben hatten Sie empfohlen, dass Belarus den belarussischen Rubel abwerten solle, und Sie hatten die fehlende Abwertung in Zusammenhang gebracht mit "importierter Inflation". In Wahrheit hat die Bindung des

belarussischen Rubels an den USD genau den gegenteiligen Effekt, indem dies mitgeholfen hat den Anstieg der Öl- und Gaspreise zumindest nicht noch schlimmer zu machen. Öl- und Gaspreise sind schon das ganze letzte Jahrzehnt gestiegen, eine zusätzliche Abwertung hätte das noch verschlimmert. Also sind wir uns einig: Abwertung der Währung führt zur VERTEIERUNG von Importen. In einem Punkt stimme ich Ihnen zu: Die plötzliche Abwertung führte dazu, dass die Preis-Steigerung in diesem Jahr erheblich war. Genau deswegen war es fair von Lukaschenko, dies Pensionisten abzugleichen. Ein Ö Mindestpensionist mit 730 Euro der 350 Euro Miete zahlt, würde sich übrigens auch über eine kleine Erhöhung freuen welche die Teuerung abgleicht!

Was Sie da schreiben hat weder Hand noch Fuss, ich habe ihnen doch erklaert, bei einer monatlichen Abwertung waeren die Folgen fuer die Bevoelkerung weniger hart ausgefallen.

Wir koennen ja mal die Pensionen vergleichen
A) Belarus Mindestpension mit Ausgleich 500 000 Rubel. davon 40 m2 Wohnung mit Heizung etc 300000 Rubel, keine 13/14 Bezahlung, sondern nur eine Praemie fuer alle von 500 000 Rubel wenn Geld vorhanden ist. Rest im Monat fuer Essen etc. 18 Euro oder 60 cents am Tag!
B) Oesterreich Mindespension mit Ausgleich 750 Euro. Miete 300 Euro in Wien laut Durchschnitt Austrostat, 100 Euro fuer diverse Heizung, Warmwasser etc ist Rest 350 Euro oder ca 10 Euro am Tag, plus 13 u 14 Zahlung ist ca 12 Euro.
Ich bin sicher der Pensionist in Wien muss keinen Kredit aufnehmen mit 40% Zinsen, um sich Winterschuhe kaufen zu koennen !
Daher sind Ihre Jubelmeldungen entbehrlich, Sie kraenken die Menschen in Belarus.

Oben hatten Sie geschrieben, dass Abwertung BESSER wäre. Damit sind Sie derjenige, der etwas geschrieben hat was der Logik entbehrt.

Aber es ist erfreulich, dass Sie im Rahmen dieser Diskussion Ihre Meinung geändert haben, und erkannt haben dass Abwertung Importe verteuert. Ihrer Aussage, eine plötzliche Abwertung sei besonders hart, stimme ich voll und ganz zu, das habe ich ja bereits getan. Und ich füge nochmals hinzu, deswegen ist es besonders erfreulich dass Lukaschenko den Armen in dieser Situation eine Erhöhung zukommen hat lassen. Wenn wir schon von weder Hand noch Fuß sprechen: Vergleiche zwischen Ländern sind problematisch, schon was von purchasing power parity gehört? Klar dass Weißrussland wesentlich ärmer ist, aber auch einem Mindestpensionisten mit 10 bis 12 Euro pro Tag lebt nicht gerade üppig...

Ich vertrete schon seit mehr wie 3 Jahren die Meinung eine Monatliche Abwertung des BYR waere besser gewesen.

Zeigen Sie mir wo ich d Gegenteil geschrieben habe.?
Da haben Sie was falsch verstanden. Denn Inflation war immer hoch in Belarus, im Vergleich zu Oesterr.
Lukaschenka hat nur jene Erhoehungen gewaehrt die Ihnen auch zustehen, damit sie nicht verhungern. Mehr ist nicht!
Es war auf alle Faelle zu wenig! Sonst waere die Pension u die Loehne /in EUR gerechnet/ nicht um ein drittel weniger!
Kennen Sie die Preise d Lebensmittel in Belarus?
Was bekommen Sie fuer die uebergebliebenen 60 cents am Tag ? Kaffee koennen Sie damit nicht kaufen! Bleibt nur im Winter u Sommer am Markt stehen u Petersilie vom Garten verkaufen. 10 cent 1 Stk
Sorry, da sind die 12 Euro in Oesterr am Tag, auch bei Beruecksichtigung der PPP noch ein Weissrussischer Traum !

Schlecht informiert und alles zusammengerührt: Fertig!

Der Autor ist mutig.

Geflissentlich lässt er die auch schon vom ORF erwähnten österreichischen Investitionen in Belarus aus, die Prior-Bank (zu 88 % Raiffeisen) und die Telecom. Diese Unternehmen stellen damit die zweithöchste ausländische finanzielle Unterstützung des jetzigen weißrussischen Staates.

Gerne übersieht er auch die stete und wachsende westliche Unterstützung der weißrussischen Zivilgesellschaft durch mächtige amerikanische Polit-Stiftungen.

Außerdem lässt er das vom führenden Oppositionsführer kürzlich hier im Standard geäußerte Misstrauen vieler Weißrussen außer Acht: "Werden wir es unter Euch Demokraten besser haben?"

Diese Frage schmerzt jeden Demokraten, gerade als Demokrat muss man sie aber durchdenken.

Geehrte Carla, ich muss Sie leider enttaeuschen.....

Ihre Information ueber Oesterr Investitionen in Belarus sind falsch. Die zwei genannten Firmen haben nur sehr wenig in Weissrussland direkt investiert. Die Telekom hat die Velcom Belarus von einer Firma in Zypern gekauft. Da sah Belarus keinen Rubel.
Hier die Auslaendischen totalen Investitionen in Belarus, nach Laendern Stand 2011: 1 Russland: 5.4 Mrd USD 2. UK: 3 Mrd USD 3. Ukraine: 420 Mio USD 4. Zypern!!!: 250 Mio USD u Rest 300 bis 400 Mio USD!
Die Unterstuetzung der Zivilbevoelkerung durch Auslaendische Goenner fliesst auch nicht nach Belarus sondern auf Schwarzgeldkonton in Polen. Soviel ist d dann doch nicht mehr, gerade mal 83 Mio USD u davon muss auch noch ein TVSender in Polen bezahlt werden.
Das Misstrauen ist also berechtigt!

Ach Herr Kirchengast, Ihr Artikel ist leider ein "Allgemeinplatz" von tautologischer Form.

Vorurteile, u alte Luegen: Die Opposition schaetzte in Minsk/nicht Belarus/ 38 % /mit Fruehwaehler waeren es 62%/ laut Wahlkommision sind es 59%. Von Faelschungen sprechen keine Wahlbeobachter, sondern von undurchsichtigen Auszaehlungen, die Opposition spricht v "Wahlkarussell"! Russland hat Belarus keinen Kredit gewaehrt, sondern die Gemeinschaftliche Bank/ dazu wurde Sie vor Jahren gegruendet/ Russland gibt Belarus keinen Gasrabatt, im Gegenteil der Preis ist hoeher wie auf dem freien Markt, nur halt ohne Ausfuhrzoll, Sie wissen schon wegen der Zollunion/waere ja in der EU auch nicht anders/ Flietstuecke wurden nicht verkauft /z.B Kaliwerk/ sondern wegen der North Sea Pipeline, unwichtig gewordene Transitleitungen. Bei den Fakten bleiben!

soviel wie möglich in die zivilgesellschaft anderswo "investieren" und bei uns so wenig wie möglich. dissidenten im osten preise überreichen, dissidenten im westen in u-haft nehmen. woanders für "demokratie" eintreten und sie bei uns karikieren.
im osten protestieren, wenn demos aufgelöst werden, bei uns dürfen demos problemlos weiterhin niedergeprügelt werden. dem osten die freiheit wünschen und dem westen die überwachung. im osten auf taten setzen und im westen auf geschwafel. im osten sollen die bürger entscheiden, im westen sind sie nicht klug genug dafür (direkte demokratie).

neoliberale logik. aber deren zeit läuft ab, weil immer weniger menschen dem glauben.

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