Steiermark: 14 Schulen machen Schluss mit Fastfood

24. September 2012, 18:36

Pilotprojekt mit Buffetbetreibern, Schülern, Lehrern und Eltern an 14 steirischen Schulen

Graz - Österreichweit ist das Jausenangebot an den höheren Schulen zu fett und zu süß. In der Steiermark wird nun mit einem neuen Projekt Leberkäsesemmeln, Chips und süßen Limonaden der Kampf angesagt. Landesweit machen vorerst 14 Schulen und neun Buffetbetreiber mit und versuchen das Angebot in Richtung gesunde Lebensmittel zu verbessern. "Die gesunde Wahl muss für Kinder eine leichtere Wahl werden", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Montag.

"Viele Schüler kommen ohne Jause in die Schule. Dort nehmen sie an den Buffets das, was sie vorfinden. Und deshalb muss dieses Angebot von gewisser Qualität sein. Studien zeigen aber, dass viel zu viel Süßes und Fettes und kaum Gemüse angeboten werden", begründete der Gesundheitsminister die Unterstützung seines Ressorts für das steirische Projekt. In "Schulbuffet ok" werden nun auf Initiative von Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) Buffetbetreiber, Schüler, Eltern und Pädagogen an einen Tisch gebracht, damit gemeinsam Lösungen für die Versorgung der Schüler mit einer gesunden Jause an den Schulen erarbeitet und realisiert werden.

AHS und BHS im Fokus

Im Fokus stehen die Buffets der steirischen AHS und BHS. "Es geht mir vor allem darum, Jugendliche über 14 zur gesünderen Jause zu bewegen: In diesem Alter konsumieren die Schüler nämlich eher nicht mehr das Mitgebrachte, sondern das im Schulbuffet Angebotene", so die Gesundheitslandesrätin. Sie wünscht sich, dass das gesamte Angebot an den Buffets, aber auch das Umfeld bis hin zur Logistik neu überdacht wird und ungesunde Angebote keinen Platz mehr finden. "Wenn wir Wasser predigen, können wir den Wein nicht über die Hintertür hereinlassen", so Edlinger-Ploder.

Die Richtlinie, was unter "gesunder Jause" überhaupt zu verstehen ist, werde durch die vom Gesundheitsministerium im Vorjahr präsentierte "Leitlinie Schulbuffet" vorgegeben. Im Rahmen des Pilotprojektes will man die teilnehmenden Buffetbetreiber beraten, Analysen an Ort und Stelle durchführen und Best-Practice-Beispiele vorstellen. Zur Bewusstseinsbildung für Schüler und Lehrer werden unter Gesamtkoordination des Vereines "Styria Vitalis" Workshops angeboten und mit allen gemeinsam Maßnahmen geplant, koordiniert und umgesetzt.

Evaluierung erfolgt 2013

Die Evaluierung erfolgt im Frühjahr 2013. Es brauche Zeit und Begleitung, um einen nachhaltig erfolgreichen Weg zu finden, so Edlinger-Ploder, "am Ende des Tages soll es jedoch eine verbindliche flächendeckende Regelung für alle Schulbuffets in den steirischen AHS und BHS geben". Von den insgesamt 50 steirischen AHS und 65 BHS haben sich 14 Schulen zum Pilotprojekt angemeldet, obwohl Fördermittel für 20 vorhanden wären, schilderte Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ). Sie wies auf ein wichtiges Lenkungsinstrument hin: "Die Vergabe der Buffets kann durch die Schulgemeinschaftsausschüsse mitbestimmt werden. Ich würde mir wünschen, dass diese Möglichkeit mehr mit Leben erfüllt wird."(APA, 24.9.2012)

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Das beste an userem Schulbuffett waren die Leberkässemmeln und die Schnitzelsemmeln. Die waren so richtig geil fettig, da hat man nachher a verschleimte Stimme gehabt. Leider geil!

Dann gehen die Schüler halt zur Dönerbude nebenan.

Außerdem, was geht das die Schule an was die Kinder essen?

sehr gut

der jeweilige wuerschtl-/kebab-/nudelstand ums eck der schulen kann schon mal ausbauen.

Da wär ich mir nicht so sicher. In meiner Schulzeit waren es eigentlich nur die Prolos die immer woanders hin gelaufen sind, erstens weil sie unbedingt junk food brauchten, zweitens weil sie ständig ihrer Nikotinsucht nachgehen mussten, drittens weil sie immer nach einer Gelegenheit gesucht haben zu schwänzen. Aber die überwiegende Mehrheit war faul und träge und hat ganz einfach das gegessen was in der Schule angeboten wurde - man hätte also denke ich sehr wohl einen großen Lenkungseffekt.

also ich hatte nie ein problem mit schnellem essen

sinnvoller wäre es wohl, junkfood abzuschaffen

Das Pausenbrot...

Wer kennt das noch ... in der Früh rief Mami oder Papi: Hast Dein Jausenbrot ned vergessen? und später selbst ein leckeres Marmebrot geschmiert oder etwas Käse und Wurst aus dem Kühlschrank... ein Apfel oder Bnane dazu, ein Getränk - rei in den Ranzen und ab in die Schule. Und das alles viel billiger als die Kantine.
Heute:Oder gib ma an Fufzger, i muss die Hanni zum Maci einlodn..

Wann sind sie in die Schule gegangen? 1960 ? Ich bin vor 20 Jahren zur Schule gegangen, war damals schon der einzige der noch was selbstgemachtes hatte. Die anderne haben sich halt beim MPreis ums Eck was gekauft.

So 70-80er Jahre. Fertige Wurst und Leberkässemmeln konnten sihc wenige Leisten, obwohl die damals noch günstiger waren als heute. Und abgesehen von Leberkäs gabs mehr oder weniger kein Fastfood.

in welchem slum

bist du bitte aufgewachsen.
sogar im favoriten der 70er/80er konnten wir uns leberkaessemmeln, hot dogs (oh doch, die gab es schon) und diese auf der zunge zerspringenden sauren zuckerbroeseln als mittagessen leisten.

Normale städtische Arbeiterfamilie.

ich erinnere mich eher an einen elendig dicken vollkorndoppeldecker mit verschwindend wenig inhalt (meist im 1-scheibenbereich) der selbst die sahara wi ein feuchtgebiet wirken lässt.

Áber zugegeben, ich habe immer "machen lassen"

bitte welcher

15jaehrige hat jemals ein von mama geschmiertes pausenbrot gegessen?!

Na ab 14 (oberstufe) hab ich mir die selbst gemacht, Zutaten waren im Kühlschrank.

Ich! Mein Papa hat mir bis ich die Matura hatte meine Jause gemacht ^^

Im gleichen Atemzug koennts gleich den Turnunterricht maximieren.

Wenn man es auf das wesentliche, also Energiezufuhr, reduziert, ist es doch völlig egal was man isst.

Nahrung ist mehr als "Energie". Vitamine und Mineralstoffe sind im Lesekässemmerl halt nicht anzutreffen....

Aber in den Pommes schon!

naja ein leberkässemmerl mag vielleicht die gleichen kalorien haben wie ein vollkornbrot mit käse und schinken plus apfel aber länger satt ist man von 2. variante und gesünder ist es auch. ein freund von mir hat im gymi jeden tag 2 leberkässemmerln gegessen (nicht jeden tag aber kommt schon hin) nach 4 monaten hat er 10 kilo mehr gehabt...

toll

dann wird das zeug halt heimlich verkauft, machens bei uns auch

Die Wurstsemmel- und die Cola-Dealer. *lol

freu mich

wenn ich das leberkassemmerl und die großpackung cola nicht mehr beim grantelnden schulwart besorgen muss, der solls ein müsli selber runterwürgen, - blödes puritanisches getue, was geht die schule an, was ich esse???

wenn sich die kinder in der pause praktisch nur von zucker ernaehren,

und sich dadurch ihre konzentrationsfaehigkeit etc. aendert, dann geht das die schule was an!

sicher nicht

das ist nicht einmal nachgewiesen! im übrigen ist es sache der schülerinnen, was sie essen und trinken. es genügt wenn die lehrerInnen endlich einmal so unterrichten, dass man nicht vielfach sich wegdröhnen muss so schlecht ist er....

Hättest Du im Biologieunterricht aufgepasst, dann wüsstest Du, wie der Körper auf zuviel Zucker reagiert.

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