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Innsbruck/Wien - Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter legte sich wieder einmal für den den marktbeherrschenden Tiroler Medienkonzern ins Zeug. Eine Tochter der Moser Holding bewarb sich bei der Internet-Domainverwalterin Icann um die Top Level Domain .tirol (wie .at oder .net). Und Platter schickte der globalen Herrin der Webnamen nach Marina del Rey in Kalifornien ein Empfehlungsschreiben, die Domain doch bitte an die Punkt Tirol GmbH zu vergeben.
Tirols Aufdeck-Blogger Markus Wilhelm veröffentlicht das etwas holprig formulierte Empfehlungsschreiben auf seiner Seite dietiwag.org; er kritisiert, warum sich nicht das Land die Domain sichere und der Moser Holding zuschanze - und das ohne Regierungsbeschluss.
In Platters Büro bestätigt man das Empfehlungsschreiben auf Anfrage des Standard. Und begründet es mit einer Option des Landes über 50 Prozent an der Punkt Tirol GmbH, wenn diese den Zuschlag erhält. Damit würde dann die Landesregierung befasst.
Unter den Bundesländern wurde laut Icann-Liste nur noch .wien beantragt, von der Punkt Wien GmbH der Datenmanagementgruppe Compass, die laut Firmenbuch Heide-Lene Futter gehört.
Die Länder Salzburg, Burgenland und Steiermark verneinen Ambitionen, sich die .Land-Domains zu sichern und dafür 150.000 bis 200.000 Euro zu zahlen. (fid, ver, mue, wei, ruep, DER STANDARD, 25.9.2012)
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"Die jedem Tiroler Dorf und jeder öffentlichen Einrichtung in diesem Lande rechtmäßig zustehende Internetadresse hat Platter also mit einer nicht autorisierten Unterschrift für alle Zeiten dahingegeben, verschachert für ein bisschen mediale Unterstützung seiner Person. Das bedeutet: Die Tiroler Gemeinden und Tourismusregionen dürfen sich demnächst bei der TT anstellen und sich ihre ureigenste Domain (innsbruck.tirol, stubai.tirol usw.) von dort teuer (zurück)kaufen!"
quelle:dietiwag.org
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