Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Sissi Noé (li.) "Wiesn TV"-Moderatorin.
Wien grüßt München: Parallel zur jährlichen Supergaudi auf der Theresienwiese schlagen die Theatermacher der OIFT (Organisation für innovative Film- und Theaterprojekte) ihr Bierzelt in der Wiener Filmstadt der Rosenhügel-Studios auf. Gespielt wird Ödön von Horváths "Kasimir und Karoline", ein Stück, das wegen seines Bezugs zur Finanzkrise dieser Tage häufig den Weg auf die Spielpläne findet.
Horváths Erzählung über ein Paar in der privaten Krise - Kasimir wurde " abgebaut" und fürchtet, seine Braut werde ihn deswegen verlassen - wird hier zum Großereignis aufgebauscht, die Zuschauer mit Massbier und Spinatstrudel bei bester Laune gehalten.
Anton Noori (zupackend) und Susanna Bihari (meist mit überkreuzten Beinen) in den Titelrollen wurschteln sich halbwegs überzeugend durch das kollektive Raumchaos aus Festzeltgarnituren, Videoleinwand und Ausschank (Bühne: Wolfgang Schuster). Die Unternehmer Rauch (Jens Classen) und Speer (Günter Giselher Krenner) loben auf ihrer VIP-Tribühne die gelebte Demokratie. Sissi Noé schwirrt als Boulevardbienchen und "Wiesn TV"-Moderatorin zwischen den Bierbänken herum und prüft die Zuschauer auf ihr Gaudi-Potenzial.
Die Idee, den ursprünglichen Prater-Schauplatz auf die Münchner Wiesn zu verlegen, ist nicht ganz neu (etwa in Ben von Grafensteins Verfilmung aus 2011). Regisseur Ulf Dückelmann lässt seine Darsteller konsequent Tracht tragen und Mundart sprechen und stellt ihnen den patenten Laienchor Hard-Chor zur Seite, dessen Liedgut zwar nicht ganz traditionskonform ist, aber stimmige Akzente setzt. Unstimmig wirken hingegen Bezüge zu anarchistischen Flugschriften von heute - traut man der zeitgenössischen Relevanz der Vorlage nicht? -, ebenso die peinlichen Liveübertragungen aus der Koks-Kabine.
In Dückelmanns k. u. k. Adaption ist Horváth nicht in Topform; eher ein harmloser Theaterspaß, ein bisschen Wiesn-Ringelpietz mit Gefilmtwerden für alle Daheimgebliebenen. (ebi, DER STANDARD, 25.9.2012)
Bis 29. 9.
Mit der Festwochen-Vorstellung der Trilogie "In Agonie" von Miroslav Krleza gelingen Martin Kusej und dem Residenztheater im Volkstheater eine Meisterreise durch das 20. Jahrhundert
"Wagners Ring an einem Abend" mit Texten von Loriot an der Wiener Volksoper
"Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" von Kurt Weill und Bertolt Brecht, eine Koproduktion mit der Vlaamse Opera
Kritik wegen Debatte über Staatsangehörigkeit von Lissners Nachfolger
Mit Samuel Becketts Einsiedler-Introspektion "Das letzte Band" verabschidet sich Dieter Haspel als Regisseur vom Petersplatz
Wagner wurde endlich 200 - und der Staatsopern-"Ring" mit der "Götterdämmerung" vollendet
Peter Turrini gibt den Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, eine Plattform. In "Aus Liebe" dürfen sie ihre Wut und ihre Ängste artikulieren.
Die Intendanten-Frage bleibt bis Juli ungeklärt
Pfiffig: "Der Revisor" von Nikolai Gogol ist in einer Neuübersetzung an den Kammerspielen in Linz zu sehen
Kooperation von fünf freien Bühnen mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums
Wojtek Klemms Interpretation von Sartres "Die schmutzigen Hände" enttäuscht in Graz als unentschlossener Abend mit Längen
Das Kuratorium verlangt von Pereira Budgetdisziplin: Ausgaben mit 61 Millionen Euro gedeckelt
Der Gewinner des Retzhofer Dramapreises Ferdinand Schmalz im Gespräch mit seinem Vorgänger, Ewald Palmetshofer
Kaufmännischer Geschäftsführer des Linzer Landestheaters wechselt im September nach Wien - Holding-Chef Springer: "Wir haben niemanden abgeworben"
Das Stück von Autorin und Regisseurin Isabella Feimer bleibt unausgegoren
Bizets "Carmen" an der Wiener Staatsoper mit Mezzostar Elina Garanca
TBA21 im Wiener Augarten: An Kaler zeigt Teil zwei von "On Orientations"
Hüller für Leistung in Jelinek-Stück mit 10.000 Euro geehrt - Häusermann als beste Nachwuchsdarstellerin
Vitalspritze für Kleists "Michael Kohlhaas" im Rahmen der Jungen Burg im Vestibül
Nicht nur von Pappe: Der Burgtheater-Spielplan 2013/14
Als Plädoyer für die Kraft der Umwälzung hat Dimiter Gotscheff Heiner Müllers Stück inszeniert
Johan Simons verzichtet auf Vertragsverlängerung
Diktatur des Fitnesswahns: Juli Zehs "Corpus Delicti" im Theater Drachengasse
Performancefestival zeigt überwiegend Österreich-Premieren
Der schottische Choreograf Michael Clark gastiert mit seinem glamourösen Ballett in St. Pölten: Einmalig im Festspielhaus!
Immer wieder erschütternd zu beobachten, wie völlig inkompetente KritikerInnen aus den Untiefen der standardisierten Theaterkritik kriechen. Das ist peinlich! Sie müssen wirklich erst ihre Hausaufgaben machen, bevor sie in die freie Wildbahn losgelassen werden. Vor allem, wenn es um so durchaus zwiespältige Produktionen wie diese handelt. Natürlich will hier einer (Dückelmann) zuviel, will alles an sich reissen, aus allem etwas machen. Aber solch Handeln ist Zeichen eine Riesentalents. Wer das nicht erkennt, ist blind und taub, und das nicht von all dem Ringelspielbsützn. Da tut sich einer soviel an und diese Mischpochenmitzi von ebi will nur zeigen, wie spitz sie sein kann. Peinlich ebi, ts ts ts.
Wenn einem die Metaphorik von Bühne, Kostüm und überzeichneter Spielweise nicht gleich ins Auge springt um sich daran abarbeiten zu können, wenn eine geschmacklose Bühnenkulisse eine solche ist inkl. berufsmotivierter Moderation, Entscheidungsträger erschütternd unelegant und gelangweilig daher kommen und Hauptprotagonisten untergeordneten Beziehungsschauplätzen Platz machen, komm ich persönlich mit dem Üblichen „Was steht für was?“ und „Was wollte Horváth?“ nicht weiter. Im Grunde war’s ein vielschichtiges, bewusst unsensibles und überladenes Schauspiel täglicher Penetrationen der Gegenwart. Coach und Handtuchspender bis zum K.O.: der kontrastierend sehr sensible Hard-Chor. Wer spielt mit, wer steht Außer Verdacht, wer hat's nicht nötig?
sehr interessante Meinung von einer Person, die anscheinend keine Ahnung über Theatergeschichte hat. warum das dann in einer Zeitung gedruckt wird, die den Ruf haben möchte, besonders intellektuell und anspruchsvoll zu sein, ist eine andere Frage...Schade auch, dass sich Theater nicht weiterentwickeln darf, als eine Form, die ständig lebendig bleiben MUSS und sich ändern MUSS, wenn sie weiterhin Spiegel der Gesellschaft sein soll. ich denke nicht, dass Horvath (wenn er denn noch leben würde und theateraktiv wäre) so stur auf die Originalfassung seines Textes bestanden hätte, wie es manche pseudo-konservativen KritikerInnen gerne tun. die Beschimpfungen und Schweinereien spar ich mir jetzt. Prost!
Sind Sie die Susanna Bihari, die oben in der Kritik behandelt wird? Und haben Sie sich jetzt tatsächlich heute aus lauter Ärger über diese Rezension einen Useraccount für dieses Forum angelegt? Nur damit Sie über die Zeitung schimpfen können, die diesen Rezensierenden abdruckt?
Komisch, die überkreuzten Beine der Frau Bihari sind mir gar nicht in Erinnerung geblieben - vermutlich nicht einmal aufgefallen...! Aber Gottlob gibt es ja Kritiker, denen so gar nix entgeht und da ich des Lesens mächtig bin, kenn ich mich jetzt vollends aus. Schön ist das! ;)
sehr interessante Meinung von einer Person, die anscheinend keine Ahnung über Theatergeschichte hat. warum das dann in einer Zeitung gedruckt wird, die den Ruf haben möchte, besonders intellektuell und anspruchsvoll zu sein, ist eine andere Frage...Schade auch, dass sich Theater nicht weiterentwickeln darf, als eine Form, die ständig lebendig bleiben MUSS und sich ändern MUSS, wenn sie weiterhin Spiegel der Gesellschaft sein soll. ich denke nicht, dass Horvath (wenn er denn noch leben würde und theateraktiv wäre) so stur auf die Originalfassung seines Textes bestanden hätte, wie es manche pseudo-konservativen KritikerInnen gerne tun. die Beschimpfungen und Schweinereien spar ich mir jetzt. Prost!
ist ja unpackbar, aber zico hat eh schon darauf hingewiesen.
sogar bei wiki kann man lesen:
"Ort und Zeit der Handlung: auf dem Münchner Oktoberfest, in der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 "
minimalstrechercheaufwand 2 sekunden, für "ebi" anscheinend zuviel ...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.