Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 945x600Die Adventure im knalligen Straßen-Outfit.
vergrößern 945x600Und hier etwas dezenter.
vergrößern 945x600Die R-Version der neuen Adventure. R wie Offroad.
Jetzt geht es rund im Big-Enduro-Segment. Kurz nachdem BMW seine neue GS mit dem wassergekühlten Boxermotor angekündigt hat, zieht nun auch KTM nach und präsentiert die neue Adventure - wie BMW seine GS - auf der Intermot in Köln. KTM wird am 2.10. um 13:00 Uhr die Tücher von der neuen 1190er reißen und Weltpremiere feiern.
Die ersten Bilder hat KTM bereits veröffentlicht, und sie lassen sich auch schon ein wenig in die Karten blicken. Die herausragendste Neuerung wird unumwunden der Motor sein. Von 950 Kubikzentimetern wächst sein Volumen auf 1195 Kubikzentimeter. Damit steigt die Leistung von 115 auf 150 PS. Der neue LC8-Motor wird wieder ein V2-Aggregat sein, über eine Doppelzündung verfügen und die Gasbefehle elektronisch über Drive-by-wire empfangen. Auch das Drehmoment kann sich sehen lassen: 125 Newtonmeter.
Damit zeigt KTM auf dem Datenblatt auch Ducati die lange Nase. Zwar bringen auch die Italiener nächstes Jahr eine Überarbeitung der Multistrada, doch die wird leistungsmäßig ebenfalls bei 150 PS liegen und etwas weniger als 120 Newtonmeter aus dem 90-Grad-V2-Motor schöpfen. Ob die KTM ebenfalls so scharf zu fahren sein wird wie die Duc, bleibt abzuwarten. Vorstellbar ist das, auch wenn die KTM vollgetankt mit 230 Kilogramm gut und gerne 10 Kilogramm schwerer ist als die Multistrada.
Die Multistrada begann ja ohne Kompromisse die elektronischen Spielereien ins Big-Enduro-Segment einzuführen. Über einen Knopfdruck verstellte man die maximal anliegende Leistung und die Traktionskontrolle. Ähnliches dürfte nun auch die große Adventure haben. Fest steht jedenfalls, dass KTM eine mehrstufige Traktionskontrolle von Bosch verbaut, wie auch ein mehrstufiges Combined ABS-System, ebenfalls von Bosch. Dazu kredenzen die Mattighofener einen eigenen Offroad-Modus für das ABS und die Traktionskontrolle, der kurz MTC heißt. Und wenn KTM im Offroad-Modus nicht die Leistung auch zurücknimmt, sage ich öffentlich, dass mir der neue Auspuff gefällt.
KTM geht von der Underseat-Lösung weg und baut einen riesigen Kamin auf die neue Adventure - die Nachrüster reiben sich schon die Hände. Das bleibt den Werkstätten fürs Erste verwehrt, denn KTM hebt das Serviceintervall auf 15.000 Kilometer.
Der Gitterrohrrahmen besteht natürlich wieder aus Chrom-Molybdän-Stahl, und die Fahrwerkskomponenten stammen von WP Suspension. Nur sind die auf Wunsch nun elektronisch programmierbar. Bei der Offroad-Version, der KTM 1190 Adventure R, sind die USD-Gabel und das Federbein von Haus aus voll einstellbar - die elektronische Fahrwerkseinstellung, EDS, gibt es aber nicht.
Bei beiden Modellen sind die Fußrasten, die Sitzhöhe, die Lenkerposition und die Sitzhöhe einstellbar. Zudem haben beide Modelle schlauchlose Reifen, bei der R spricht KTM von einer Endurobereifung, die wir auf den ersten Bildern aber wohl hoffentlich noch nicht sehen. Unterschiedlich sind natürlich auch die Reifendimensionen. Während die Straßenversion auf 120/70-19ern vorne und 170/60-17ern hinten steht, hat die R vorne ein 21-Zoll- (90/90-21) und hinten ein 18-Zoll-Rad (150/60-18).
Und was darf sie kosten? Den genauen Preis, der ab Februar 2013 erhältlichen 1190 Adventure wird KTM wohl frühestens bei der Weltpremiere nennen, erklärt aber schon vorab, sich am Preis der aktuellen Adventure zu orientieren. Derzeit kosten die KTM 990 Adventure und die 990 Adventure R 15.998,- Euro. (Guido Gluschitsch, derStandard.at, 24.9.2012)
Link
Die einen hassen ihn – die anderen brauchen ihn wie einen Bissen Brot: einen Auspuff von Akrapovič
Kein Plan ob diese Entwicklung wirklich sinnvoll ist, und ob die zusätzliche Leistung wirklich immens mehr Sprittverbrauch bedeutet, aber anscheinend handelt es sich hier um eine eierlegende Wollmilchsau:
Weniger Durst und immens mehr Leistung im Vergleich zur älteren Schwester!
Sicherlich wesentlich sinnvoller als eine Harley, oder ein reinrassiger Yoghurtbecher :)
Und ganz sicher wesentlich weniger sinnvoll als eine Enfield-Diesel mit ca 1 Liter Verbrauch bei Stadtfahrten :)
Aber der Funfaktor ist ohne Zweifel auch nicht unwichtig, und den sollte man hier zur Genüge ausreizen können.
Das Gerät ist auf allen Wegen und Unwegen gut zu händeln und ich weiß jetzt, womit ich meine Dicke (DR 650) ablösen werde ohne auf Komfort zu verzichten
Diese Leistung hat die KTM, weil BMW und Ducati auch soviel bringen und man da nicht hintenan stehen kann. Warum haben vor einigen Jahren noch 950, dann 990 cm3 gereicht, und gute 100 PS? Verlangt der Verkehr heute mehr? Haben diese Bikes keinen Spaß gemacht? Imagesache und Geschäftemacherei, Konkurrenz, aber mit Sicherheit nicht Vernunft und Notwendigkeit. In vielen Bereichen wird downgesized, PS interessieren bei einer echten Enduro heuten keinen mehr. Aber scheinbar lassen sich die Mehrzahl der Leute lieber 150PS elektronisch unterm Hintern regeln als mit einem sinnvollen Bike richtig zu fahren. Mir wär eine 690 Adventure am liebsten, eine LC8 800 wär auch interessant. Als KTM Fahrer ist für mich die Adventure so keine Option mehr.
...dass so eine Reiseenduro bei 20 Prozent weniger Hubraum auch 20 Prozent wengier Gewicht hat, da man immernoch ein Fahrgestell braucht das gleichviel zuladung durchs Gelände bringen kann ohne zu brechen.
Drum hat die XT 660 Z auch über 200 kg trotz 660er Einzylinder, während die XT 1200 Z bei fast doppeltem Hubraum und 2,5 facher Leistung auch nur 40 kg mehr hat.
Das Ende der letzten großen Hardcore-Reiseenduro. Baba, 950/990er.
Und wieder ein Plastikhaufen mehr mit Riesenmotor und Elektronikglumpert.
Böse Zungen behaupten, das Surren des Startermotors wurde nach dem Geräusch modelliert, das Meoni macht, während er im Grab rotiert.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.