Das Abenteuer wächst: Die neue KTM Adventure

Guido Gluschitsch
24. September 2012, 18:51

KTM stellt die neue Big Enduro vor: Sie hat mehr Leistung - und das ist noch lange nicht alles

Jetzt geht es rund im Big-Enduro-Segment. Kurz nachdem BMW seine neue GS mit dem wassergekühlten Boxermotor angekündigt hat, zieht nun auch KTM nach und präsentiert die neue Adventure - wie BMW seine GS - auf der Intermot in Köln. KTM wird am 2.10. um 13:00 Uhr die Tücher von der neuen 1190er reißen und Weltpremiere feiern.

Die ersten Bilder hat KTM bereits veröffentlicht, und sie lassen sich auch schon ein wenig in die Karten blicken. Die herausragendste Neuerung wird unumwunden der Motor sein. Von 950 Kubikzentimetern wächst sein Volumen auf 1195 Kubikzentimeter. Damit steigt die Leistung von 115 auf 150 PS. Der neue LC8-Motor wird wieder ein V2-Aggregat sein, über eine Doppelzündung verfügen und die Gasbefehle elektronisch über Drive-by-wire empfangen. Auch das Drehmoment kann sich sehen lassen: 125 Newtonmeter.

Auf den Spuren der Multistrada

Damit zeigt KTM auf dem Datenblatt auch Ducati die lange Nase. Zwar bringen auch die Italiener nächstes Jahr eine Überarbeitung der Multistrada, doch die wird leistungsmäßig ebenfalls bei 150 PS liegen und etwas weniger als 120 Newtonmeter aus dem 90-Grad-V2-Motor schöpfen. Ob die KTM ebenfalls so scharf zu fahren sein wird wie die Duc, bleibt abzuwarten. Vorstellbar ist das, auch wenn die KTM vollgetankt mit 230 Kilogramm gut und gerne 10 Kilogramm schwerer ist als die Multistrada.

Die Multistrada begann ja ohne Kompromisse die elektronischen Spielereien ins Big-Enduro-Segment einzuführen. Über einen Knopfdruck verstellte man die maximal anliegende Leistung und die Traktionskontrolle. Ähnliches dürfte nun auch die große Adventure haben. Fest steht jedenfalls, dass KTM eine mehrstufige Traktionskontrolle von Bosch verbaut, wie auch ein mehrstufiges Combined ABS-System, ebenfalls von Bosch. Dazu kredenzen die Mattighofener einen eigenen Offroad-Modus für das ABS und die Traktionskontrolle, der kurz MTC heißt. Und wenn KTM im Offroad-Modus nicht die Leistung auch zurücknimmt, sage ich öffentlich, dass mir der neue Auspuff gefällt.

Neues Endrohr

KTM geht von der Underseat-Lösung weg und baut einen riesigen Kamin auf die neue Adventure - die Nachrüster reiben sich schon die Hände. Das bleibt den Werkstätten fürs Erste verwehrt, denn KTM hebt das Serviceintervall auf 15.000 Kilometer.

Der Gitterrohrrahmen besteht natürlich wieder aus Chrom-Molybdän-Stahl, und die Fahrwerkskomponenten stammen von WP Suspension. Nur sind die auf Wunsch nun elektronisch programmierbar. Bei der Offroad-Version, der KTM 1190 Adventure R, sind die USD-Gabel und das Federbein von Haus aus voll einstellbar - die elektronische Fahrwerkseinstellung, EDS, gibt es aber nicht.

Bei beiden Modellen sind die Fußrasten, die Sitzhöhe, die Lenkerposition und die Sitzhöhe einstellbar. Zudem haben beide Modelle schlauchlose Reifen, bei der R spricht KTM von einer Endurobereifung, die wir auf den ersten Bildern aber wohl hoffentlich noch nicht sehen. Unterschiedlich sind natürlich auch die Reifendimensionen. Während die Straßenversion auf 120/70-19ern vorne und 170/60-17ern hinten steht, hat die R vorne ein 21-Zoll- (90/90-21) und hinten ein 18-Zoll-Rad (150/60-18).

Die Preisfrage

Und was darf sie kosten? Den genauen Preis, der ab Februar 2013 erhältlichen 1190 Adventure wird KTM wohl frühestens bei der Weltpremiere nennen, erklärt aber schon vorab, sich am Preis der aktuellen Adventure zu orientieren. Derzeit kosten die KTM 990 Adventure und die 990 Adventure R 15.998,- Euro. (Guido Gluschitsch, derStandard.at, 24.9.2012)

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KTM

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sinnvoll?

Kein Plan ob diese Entwicklung wirklich sinnvoll ist, und ob die zusätzliche Leistung wirklich immens mehr Sprittverbrauch bedeutet, aber anscheinend handelt es sich hier um eine eierlegende Wollmilchsau:
Weniger Durst und immens mehr Leistung im Vergleich zur älteren Schwester!
Sicherlich wesentlich sinnvoller als eine Harley, oder ein reinrassiger Yoghurtbecher :)
Und ganz sicher wesentlich weniger sinnvoll als eine Enfield-Diesel mit ca 1 Liter Verbrauch bei Stadtfahrten :)
Aber der Funfaktor ist ohne Zweifel auch nicht unwichtig, und den sollte man hier zur Genüge ausreizen können.
Das Gerät ist auf allen Wegen und Unwegen gut zu händeln und ich weiß jetzt, womit ich meine Dicke (DR 650) ablösen werde ohne auf Komfort zu verzichten

150 PS

Diese Leistung hat die KTM, weil BMW und Ducati auch soviel bringen und man da nicht hintenan stehen kann. Warum haben vor einigen Jahren noch 950, dann 990 cm3 gereicht, und gute 100 PS? Verlangt der Verkehr heute mehr? Haben diese Bikes keinen Spaß gemacht? Imagesache und Geschäftemacherei, Konkurrenz, aber mit Sicherheit nicht Vernunft und Notwendigkeit. In vielen Bereichen wird downgesized, PS interessieren bei einer echten Enduro heuten keinen mehr. Aber scheinbar lassen sich die Mehrzahl der Leute lieber 150PS elektronisch unterm Hintern regeln als mit einem sinnvollen Bike richtig zu fahren. Mir wär eine 690 Adventure am liebsten, eine LC8 800 wär auch interessant. Als KTM Fahrer ist für mich die Adventure so keine Option mehr.

da

jetzt zwischen 690 und 1200 ein Loch klafft, wäre so eine 900er mit ganz wenig Gewicht und mehr Enduro und weniger Reise gefragt....!

mimimi

Oiso mir waren die 94PS der Varadero, die ich für zwei Ausfahrten mein Eigen nennen musste, deutlich zu wenig.

Dass muss anreissen, dass man Angst bekommt beim Gasgriff zurück drehen.

das Problem

sind nicht die 94 PS sondern die 270 kg;-)!

Ist auch wahr.

Haha,

das sind dann die, welche glauben, Sie müssen damit in dei Wüste fahren, und die dann von den Beduinen aus der Düne gezogen werden müssen gegen freundliche Überlassung der gesamten Reisekasse.

ich kann

euch schon die details der neuen GS verraten, aber ich möchte dem GLU nicht das gschäft wegnehmen :-)

vorweg: es ist wieder eine 1200er geworden und nicht wie kolportiert eine 1250er oder 1300er.

und...

extrem schiach!

????
schaut viel schnittiger aus als die aktuelle.

ehrlich?

http://www.motorrad-testbericht.at/magazin/b... 013_01.jpg

also, pfff, alles vom lenker vorwärts ist ja echt wahnsinn..

technisch ist die GS ja sicher superduper und erstrebenswert, aber schön is anders... :-)

LOL Die aktuelle ist aber auch schirch!

deshalb ist sie ja auch das meistverkaufte motorrad (roller ausgenommen...), weil sie so schirch ist, gell :-)

LC8

am wochenende gefahren auf der 990er & 1090er
fazit : direkt und brutal, verzeiht keine fehler
je mehr ps desto arg

KTM hat keine 1090er. Nur die 1190er RC8.

na wenigstens einer *ggg+

Mir wär eine 790er V2 mit 170kg trocken lieber...
Die Entwicklung geht irgendwie in die falsche Richtung.
Konkurrenz für die F800R oder die Shiver750 eben.

es ist aber nicht so...

...dass so eine Reiseenduro bei 20 Prozent weniger Hubraum auch 20 Prozent wengier Gewicht hat, da man immernoch ein Fahrgestell braucht das gleichviel zuladung durchs Gelände bringen kann ohne zu brechen.
Drum hat die XT 660 Z auch über 200 kg trotz 660er Einzylinder, während die XT 1200 Z bei fast doppeltem Hubraum und 2,5 facher Leistung auch nur 40 kg mehr hat.

Die smc r 690 hat 142kg
Wenn man in diesen rahmen eine 2 zylinder einbaut sollte man mit 160kg auskommen, und das wäre genial für Touren bis 300km. Bei dem Gewicht sind dann 80-90PS mehr als ausreichend!
Aprilia baut V2 enduros mit 125kg.

im prinzip ist es wurscht, ob das ding 170 oder 220 kilo hat. ins gelände kannst auch mit einer 170 kilo gurke nicht (bestensfalls ein bisserl "herumfahren").

fürs gelände nehm ich lieber meine exc.
Aber auf der straße fähr ich lieber mit 170kg anstatt 220kg, weil wendiger. ich denk da an eine leichte superduke oder ein schwächer (und leichtere) smr.

Mit der Superduke fährst aber nicht soviel am Stück wie mit der Adventure. Die ist halt eher ein Kurz- bis Mittelstreckenfahrzeug während die ADV halt ein Langstreckenmotorrad ist. Ein ziemlich geiels noch dazu.

mal schauen...

was mit den Supermotos passiert, ein leichte 800er wäre bestens. Eine Enduro macht für mich nur als eine Art "Paris-Dakar-Replica" Sinn, nicht als letscherte Pseudo-Enduro mit 220 kg aufwärts wie bei der Konkurrenz....

Das Ende der letzten großen Hardcore-Reiseenduro. Baba, 950/990er.

Und wieder ein Plastikhaufen mehr mit Riesenmotor und Elektronikglumpert.

Böse Zungen behaupten, das Surren des Startermotors wurde nach dem Geräusch modelliert, das Meoni macht, während er im Grab rotiert.

jau leiwand - r wie offroad - urgeile optik

wo kann ich die türkisenen bremspackln zum orangenen sturzbügel ordern ?

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