Olmert zu einem Jahr Haft auf Bewährung und Geldstrafe verurteilt

24. September 2012, 14:24

Strafe von rund 15.000 Euro - Rückkehr in Politik theoretisch möglich

Jerusalem - Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert ist wegen Untreue zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Jerusalem verkündete die Strafe am Montag.

Der 66-Jährige Ex-Premier Ehud Olmert muss eine Strafe von 75.300 Schekel (gut 15.000 Euro) zahlen. Damit wäre eine Rückkehr Olmerts in die Politik theoretisch möglich.

Wegen Untreue schuldig gesprochen

Olmert war im Juli in einem Anklagepunkt wegen Untreue schuldig gesprochen, jedoch von weiteren schweren Korruptionsvorwürfen freigesprochen worden. Olmerts Anwalt Eli Sohar hatte Straffreiheit für seinen Mandanten beantragt. Er sei durch den Verlust seines politischen Amtes 2008 schon genug bestraft worden. Das Ausscheiden Olmerts versetzte dem Friedensprozess mit den Palästinensern einen schweren Rückschlag.

Die Vorsitzende Richterin Mussia Arad sagte zur Urteilsbegründung, Olmert habe sich in einem schwerwiegenden Interessenkonflikt befunden, als er Mandanten seines Freundes, des Rechtsanwalts Uri Messer, Vergünstigungen erteilte. Sie bezog sich damit auf Olmerts Amtszeit als Industrie- und Handelsminister vor gut einem Jahrzehnt. (APA, 24.9.2012)

Share if you care

Manuell moderiertes Forum In diesem Forum werden sämtliche Postings manuell geprüft. Wir ersuchen daher um Geduld bei der Freischaltung.

6 Postings

Der 66-Jährige Ex-Premier Ehud Olmert muss eine Strafe von 75.300 Schekel (gut 15.000 Euro) zahlen. Damit wäre eine Rückkehr Olmerts in die Politik theoretisch möglich.

na ja mal wird ein vergewaltiger Minister, mal ein betrüger nichts neues in Israel, mal Schauen ob der Netanyahu als Massenmörder in die geschichte eingeht.

Ich mag auch einen Generalstaatsanwalt haben

wenn möglich ohne Auswanderung nach Israel.

"Das Ausscheiden Olmerts versetzte dem Friedensprozess mit den Palästinensern einen schweren Rückschlag."

Olmert hatte die Regierung davon begeistert, den Gaza-Streifen für Frieden herzugeben - 12.000 Raketen und Mörsergranaten sieht das die jetzige Regierung und ganz Israel anders. Olmerts völlig Politik hat nichts im Friedensprozess weitergebracht, die Situation hat bei ihm nicht anders als heute unter Netanjahu keinen Fortschritt gemacht.

Grund dafür ist Abbas' Verhandlungsverweigerung, der sich trotz der Erfüllung aller gestellten Vorbedingungen (Netanjahus Baumoratorium!) nie etwas änderte. Es wird Zeit, dass die Palästinenser diesen antidemokratischen Friedensfeind endlich aus seinem längst abgelaufenen Mandat verjagen!

Sie schreiben Blödsinn, Scharon hat den Rückzug aus Ghaza durchgezogen und nicht Olmert

Er war der Mastermind des Rückzugs aus Ghaza

worin soll der interessenkonflikt bestanden haben?

bar kassieren gegen überweisen lassen?

ansonsten haben Sie nichts dazu zu sagen?

Wie typisch!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.