NFC-Hack: Gratis mit den Öffis fahren

Kalifornischer Verkehrsbetrieb ignoriert Lücke seit neun Monaten

Die US-Forscher Corey Benninger und Max Sobell haben ein Sicherheitsproblem bei einem NFC-basierten Fahrkartensystem entdeckt und konnten es per App erfolgreich ausnutzen. Ihr Tool "Ultra-Reset" ermöglichte ihnen, kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

SMFTA stopft Lücke nicht

Der Hack funktioniert auf bestimmten NFC-Karten und betrifft die Systeme, die unter anderem von der San Francisco Municipal Transportation Agency (SFMTA) und New Jersey Path verwendet werden. Die Lücke wurde von den beiden schon vor einem Jahr entdeckt. Der kalifornische Verkehrsbetrieb wurde bereits im Dezember 2011 informiert, hat das Problem aber nach wie vor nicht beseitigt, so ComputerWorld.

DIY-Hack per App

Die Zehnertickets sind auf NFC-Karten mit dem Mifare Ultralight-Chip gesichert. Per selbst erstellter App konnten die Forscher auslesen, wie die Abbuchung einer Fahrt funktioniert. Dabei entdeckten sie die Schwachstelle und entwickelten ihr Tool weiter, um auf die Karte schreiben zu können. Laut Benninger reichte für die Entwicklung von "UltraCard Reset" eine Nacht.

Das NFC-System der beiden Verkehrsbetriebe ändert lediglich den Fahrtbestand auf der Karte, schreibt aber nicht jene Bits um, die für die irreversible technische Verankerung des Verbrauchs notwendig wären. Mit ihrem Tool können Benninger und Sobell den Zähler zurücksetzen und beliebig oft gratis fahren.

Schwachstellensuche mit "UltraCard Tester"

Auch in zahlreichen anderen Städten gibt es mittlerweile Transit-Systeme, die NFC-basierte Fahrkarten anbieten - darunter Boston, Seattle oder Chicago. Laut den Wissenschaftlern könnten auch diese Systeme anfällig sein.

Sie haben eine App namens "UltraCard Tester" veröffentlicht, mit der User selbst auf die Suche nach Schwachstellen gehen können. Das Programm verfügt allerdings nicht über Schreibzugriff. (red, derStandard.at, 24.09.2012)

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Wo sind die Zeiten,...

...als man in öffentlichen Telefonzellen noch mit dem elektrischen Gasanzünder telefonieren konnte...

Herzelichst
Ihr Lappe

Das ging noch bei denen mit digitalem zählwerk oder? Davon müsstn eh noch ein paar rumstehn am Land oder?

Das geht schon lange nicht mehr...

Die Post hat schon Ende 1980 die Elektronik der Geräte getauscht, seit damals funktioniert der piezolelekrtrische Trick nicht mehr. Ausserdem waren das Schilling-Geräte.

Herzelichst
Ihr Lappe

erklärung bitte?

Kennen Sie die piezo-elektrischen Gasanzünder?

Schutzkappe abnehmen, durch Druck aufladen, Telefonhörer abheben und Ladung der Spitze an den Münzeinwurfsschlitz übertragen. Und schon hatten Sie ein Guthaben von öS 99,- zum Vertelefonieren. Das war bei meinen Gesprächen Wien-Rovaniemi auch schnell verbraucht.

Wenn Sie's nicht glauben: gehen Sie in die NB und schauen Sie sich die alten FALTER-Ausgaben durch - 1979 oder 1980 war das eine Titelgeschichte.

Herzelichst
Ihr Lappe

Hier geht es nicht darum, dass NFC gehackt oder unsicher ist. NFC ist eine Schnittstellentechnologie zur Übertragung von Daten über max. 10cm. Der Hack bezieht sich auf die mit MIFARE ULtralight-Chips ausgestatteten Tickets. Dazu ist aber zu sagen, dass der sehr preisgünstige MIFARE Ultralight-Chip keinerlei Verschlüsselung hat, daher sollte dieser Hack nicht besonders schwer sein. Es gibt andere MIFARE-Produkte mit Verschlüsselung, die schwerer zu knacken sind. http://en.wikipedia.org/wiki/MIFA... Ultralight

und die Wiener Linien? die hinken wie immer hinterher, wann wird es dieses NFC System hier geben, frühestens in 20 Jahren oder so (ein Schelm wer was schlechtes dabei denkt ;) )

aber fetter Bim auf dem Foto, schaut ziemlich böse drein, und fährt zum Judah Beach : ))))))))))))) (wieder ein Schelm wer .... )

Übelaschung, Sie Heini!!! Gibt auch Handyticket bei uns... Kannst schon auf dem Weg zur Bim lösen. Oder erst während der Fahrt.

Gibts schon...auch den Hack.
Ich verwende aber immer noch meinen Transferapplikator.

wie wär's mit informieren vor dem posten? auf jedem automaten ist ein nfc-dings drauf!

Warum wollen sie sowas haben?
Der NFC Chip öffnet eine Schleuse. In ganz Wien gibts keine Schleusen. Ich find das auch gut so. Was die Dinger in der Anschaffung und Wartung kosten, bekommens über die Mehreinnahmen nie herein.

So ein Blödsinn. Die Einführung von NFC für Tickets bedeutet nicht automatisch die Installation von Schleusen. Das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Auch im Artikel ist nirgendwo von Schleusen die Rede.

schleusen und betriebswirtschaft

Also bis es zum Kommentar mit den Mehreinnahmen gekommen ist, musste ich zustimmen. Find die auch nicht schön in anderen Städten, aber...!!!
was Sie hier geschrieben haben ist einfach nicht richtig.
Sollten Sie sich entsprechend informieren, würden sie herausfinden, dass betriebswirtschaftlich gesehen Schleusen sehr sehr sehr viel günstiger sind als Humanressourcen.
Simpel gesagt: Anstatt eine Horde Schwarzkappler anzustellen die Stichprobenartig kontrollieren und denen entsprechend Gehalt mit allem pipapo zu zahlen, kann man die Wartung sowie die einmalige Anschaffung von solchen Schleusen sich sehr einfach leisten.

einziger nachteil: der optische!

p.s.: schonmal drüber nachgedacht wer den polizeieinsatz bei den razzien zahlt? ;) ;)

Schleusen sind Lötzinn und im Notfall ein NOGO

Überall wo es Schleusen gibt, braucht es dauerhaft persönlich anwesende Stationswarte, die im Notfall das System außer Kraft setzen können, z.B. bei Brand, für Rettungsträger, auch Zwillingskinderwagen und große Trollies. Macht im Schnitt 3 Leute (8Stunden-Schicht, einige Stunden Nachtsperre, aber Urlaub, Krankenstände etc.) für JEDE STATION mit Sperren.

Schleusen haben noch mehr Nachteile. Über einfache Drehkreuze kann man leicht springen, größere Schleusen sind teurer. Schließen sie langsam, können mehrere durchgehen. Schließen sie schnell, gibt es Probleme mit Koffer, Rollstuhl, etc.

Man braucht also erst wieder Personal. Abgesehen davon verdienen die Wiener Linien nach meinen Informationen nicht schlecht an den Schwarzfahrern...

Wenn es sich nicht auszahlen würde, dann würde auch niemand schwarz fahren. Mann muss kein Statistiker sein um sich relativ einfach auszurechnen, dass die Wiener Linien durch Schwarzfahrer Geld verlieren.

Wenn man davon ausgeht das die Wr.Linien sowieso bei jeder Station 1-2 Stationsaufseher anwesen sein müssen erübrigen sich alle aufgeführten Problemchen wenn man sich ein Beispiel an anderen Großstädten oder sogar noch größeren nimmt wie zb Tokyo. (insbesondere die schnell/langsam-Problematik ;) ist nicht ganz so schwer technisch zu lösen!)
Bezüglich "teuer". Bitte entsprechende Nachforschungen anstellen wieso nahezu JEDE technische Einrichtung günstiger ist als ein paar Angestellte zuviel.

Meiner Meinung nach haben die Wr.Linien nur deswegen noch ein solches System da sie sehr stark vom politischen Einfluss sowie deren Geldern profitiert. Eigentlich komisch da sie ja "privatisiert" sind.

Dass überall 1-2 Stationsaufseher vorhanden sind, stimmt einfach nicht. Und deine allgemeinen Behauptungen ("jegliche technische Einrichtung ist günstiger als Personal"), ist irrelevant solange du nicht eine Studie liefern kannst, die genau das für Wien und die Wiener Linien zeigt.

Meine Behauptung ist korrekt so man sich in Betriebswirtschaft annähernd auskennt, da Personalkosten immer der größte Kostenfaktor an laufenden Kosten sind. Da hilft leider auch kein duzen weiter, noch das verlangen von Studien die genau auf die Wr.Linien ausgelegt sind. Dafür gibts den Jahresbericht der Wiener Linien. Findest sicher!

Bezüglich der Stationsaufsehern (also den Personen).. es gibt 37 Stationen in denen ein extra Büro dafür eingerichtet ist. Zusätzlich zu diesen gibt es eine mehr als 70 Leute starke Ordnungstruppe. Wenn man jetz durchzählt wieviel Stationen es gibt (je nach Planungsstadium) kommt man auf die 1-2 für jede.

Personalkosten oder "ausgelagertes Personal"

Letzteres kostet eher mehr, da nicht nur das Personal sondern auch der Overhead der Personalverleiher bezahlt werden muß - dafür gibt man die Sorgen um Urlaub, Krankenstandsvertretung, Personalverrechnung und vieles mehr ab - das sollte eigentlich zu beträchtlichen Verwaltungseinsparungen führen, die aber wie gesagt als Overheadkosten anderswohin gehen.
Zudem kann mal auch die Qualität der Leiharbeiter nicht ganz so doll sein, sie sind meist mangelhaft eingeschult und es ist ihnen auch ziemlich wurscht für den Hungerlohn den die Personalvermittler tatsächlich zahlen.
Wenn ein Betrieb nicht grad Aktienkurse pushen muß und deshalb pro forma ein paar Prozent der Stammbelegschaft "auslagern" will, ist es ein Verlustgeschäft.

*lol* Personalkosten sind also immer(!!) die größten Kosten, auch wenn alles maschinell von Robotern erledigt wird, oder wie?

Umgekehrt gibt's natürlich Tätigkeiten für die es zwar Maschinen gibt, die aber nach wie vor von Hand erledigt werden (in der Skiherstellung z.B.), weil die Maschinen zu teuer sind.

Was sollen diese schwachsinnigen verallgemeinernden Aussagen? Damit kommst du nicht weiter. Startet im Oktober das 1. BWL Semester? Hast schon ein wenig vorgelesen?

BTW: Es gibt 90 Stationen wovon nach deiner Aussage 37 besetzt sind. Das wiederspricht bereits deiner Aussage von 11:57 ("... bei jeder Station 1-2 Stationsaufseher anwesend sein müssen(!!!)").

wennst ned richtig zitieren kannst und zb ein 'nahezu' weglässt und damit ein "immer(!!!)" reininterpretieren kannst, dann ja!
und dann kömma auch ned richtig lesen und verwechseln eine stationsaufsichtsperson mit einem raum für ebenjene?
kein problem, daraus schließen wir mit einem weiteren aus dem zusammenhang gerissenen zitat das wir nicht die bestehenden stationsaufsichten in den 'büros' und die zusätzlichen 70 zusammenzählen. damit wir ned behirnen brauchen das ein stationsaufseher nicht zwingend einen raum benötigt.

okidoki! brauch ma ned weiterdiskutieren wennst nedmal lesen kannst.

Jede technische Einrichtung braucht Wartung und damit Angestellte. Abgesehen davon: Wie wollen Sie Schleusen bei den Bussen und Straßenbahnen einbauen? Wien hat nur 5 U-Bahnlinien, dafür ein Vielfaches an anderen. Für die brauchen Sie erst wieder die Schwarzkappler.

Ich kenne das System von Tokyo nicht, aber JEDE Schleuse ist umständlicher, verringert die Barrierefreiheit, blockiert potenzielle Notausgänge, etc.

Ich finde das System der Wiener Linien gut.

Richtig. Wartung ist von Nöten. Allerdings gibts dazu entsprechende Lösungen die weniger Kosten als direkt Angestellte. Nennt sich Servicevertrag. Dafür zahlt man weitaus weniger Steuern, er ist u.u. absetzbar und braucht auch keine Sozialversicherung u.ä.
Und nein, nicht jede Schleuse verringert die Barrierefreiheit. Ich glaub da liegt ein falsches Bild vor. [Gibt ein paar Videos im Internet um das zu veranschaulichen.] Zusätzlich gibts für Spezialbedürfnisse die dort anwesende Stationsaufsicht auf die so oder so (auch hier!) nicht verzichtet werden kann.

Ich finde das System der Wr.Linien auch nicht schlecht. Nur die Kontrollen sind ineffizient und kosten Unmengen an Personal und damit Geld! [Abgesehn von der Freundlichkeit!!!]

Zeigen Sie mir eine Schleuse, die weniger Barriere darstellt als das momentane System der Wiener Linien!

Bei 'Spezialbedürfnissen' müsste man entweder an jedem Eingang Leute positionieren oder Personal irgendwie rufen können.

Wie gesagt steigen nach meinen Informationen die Wiener Linien durch das System Schwarzkappler/Schwarzfahrer mit einem Plus aus. Ich kenne dazu aber keine konkreten Zahlen.

Wie gesagt kenne ich das System von Tokyo nicht. Dafür die von London, Paris, Madrid und Lissabon. Diese Systeme verhindern keine Schwarzfahrer und/oder stellen eine Behinderung da. Solange man nicht mehr als einen Rucksack mithat, kein Problem. Aber Kinderwagen, Koffer, Rollstuhl, Krücken, etc.

Mir sind ein paar Schwarzfahrer lieber als das.

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